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Rebensburg hadert ein wenig Skirennläufer Luitz rast zurück in der Weltspitze

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"Das war grenzwertig": Stefan Luitz.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Der deutsche Skirennläufer Stefan Luitz fängt sich wieder, trotzt den äußerst schwierigen Bedingungen und fährt beim Riesenslalom in Saalbach Hinterglemm auf Rang vier. In Gröden zeigt auch Viktoria Rebensburg eine gute Leistung. Beide Siege allerdings gehen nach Slowenien.

Erst streckte er jubelnd den rechten Arm nach oben, dann hielt Stefan Luitz den linken Daumen in die Kamera. Die Botschaft des zuletzt so heftig gebeutelten Allgäuers: Mit mir geht's wieder aufwärts. In der Tat zeigte Luitz beim wilden Ritt über die Rodeo-Piste in Saalbach-Hinterglemm eine starke Leistung: Als Vierter meldete er sich im Riesenslalom in der Weltspitze zurück. "Das war grenzwertig, ein brutaler Kampf und ein Überleben, die Piste war extrem schwierig, ich bin stolz und zufrieden", sagte der erkennbar glückliche Luitz nach dem Rennen auf der ruppigen "Schneekristall"-Piste, die die Läufer wie ein wilder Stier hin und her warf. Doch der 26-Jährige, den zuletzt seine leidige "Sauerstoff-Affäre" und die Erinnerungen an seinen Kreuzbandriss aus der Bahn geworfen hatten, blieb standhaft.

Mit 0,58 Sekunden Rückstand auf Zan Kranjec, der seinen ersten Sieg und den ersten im Riesenslalom für Sloweniens Männer im Weltcup feierte, wäre Luitz mit einem beherzten zweiten Lauf sogar fast noch aufs Podest gefahren - 0,08 Sekunden fehlten ihm zur von Mathieu Faivre (Frankreich). Zweiter wurde Loic Meillard (Schweiz). Seriensieger Marcel Hirscher (Österreich) wählte zweimal das falsche Material und belegte Rang sechs. "Marcel ist auch keine Maschine, aber er wird im Slalom bestimmt zurückschlagen", mutmaßte Luitz. Am Donnerstag wird auch Felix Neureuther wieder starten: Ihn hatten zuletzt ein kaputter Daumen und eine Gehirnerschütterung gestoppt.

Etwas Pech für Rebensburg

Die Sauerstoff-Affäre hat Luitz damit vorerst mit Erfolg verdrängt. Nach dem Sieg in Beaver Creek hatte er unter dem Eindruck der nach wie vor wahrscheinlichen Disqualifikation durch den Weltskiverband FIS in den folgenden Riesenslaloms in Val d'Isere und Alta Badia die Ränge 30 und 20 belegt. "Diese zwei Rennen haben mit sehr viel Energie geraubt", sagte Luitz. Wenig Anlass zur Freude gaben die beiden anderen Deutschen. Alexander Schmid schied im zweiten Lauf nach guter Leistung im ersten (19.) aus und klagte: "Ich habe eine große Chance liegen lassen." Noch etwas schlechter lief es für Fritz Dopfer: Er verfehlte den Finaleinzug und muss nun befürchten, in der Startliste sehr weit nach hinten zu rutschen.

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"Die vier Zehntel hätte ich auch noch rausquetschen können": Viktoria Rebensburg.

(Foto: dpa)

Am Tag der Slowenen war Viktoria Rebensburg beim Super-G in Gröden etwas vom Pech verfolgt. Sie musste mit der ungünstigen Startnummer eins ins Rennen gehen. So gesehen war ihr siebter Rang mehr als respektabel. Angesichts von nur 0,43 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Ilka Stuhec aus Slowenien, die am Tag zuvor schon die Abfahrt gewonnen hatte, war Rebensburg mit dem Resultat aber nicht zufrieden. "Die vier Zehntel hätte ich auch noch rausquetschen können."

Vier Zehntel schneller, das wäre Rang zwei hinter der Abfahrtsweltmeisterin gewesen: Dort aber landeten zeitgleich mit 0,05 Sekunden Rückstand Tina Weirather aus Liechtenstein und Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer aus Österreich. Rebensburgs Teamkolleginnen konnten ihre hervorragenden Leistungen vom Vortag nicht wiederholen. Michaela Wenig, in der Königsdisziplin Fünfte, holte als 25. allerdings erneut Weltcuppunkte, ebenso Meike Pfister als 28.

Quelle: n-tv.de, Thomas Häberlein, sid

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