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Levi-"Double" für Vlhova Slalom-Damen erleben krachendes Debakel

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Als 21. beste Deutsche: Lena Dürr.

(Foto: AP)

Petra Vlhova gewinnt auch den zweiten Slalom in Levi. Die Slowakin setzt sich vor der Schweizerin Michelle Gisin und Katharina Liensberger aus Österreich durch. Mikaela Shiffrin verpasst nach ihrem zweiten Platz beim Renn-Comeback das Podest. Die deutschen Fahrerinnen zeigen eine ernüchternde Leistung.

Petra Vlhova hat "Königin" Mikaela Shiffrin bei deren Rückkehr in den Skizirkus die Show gestohlen. Die Slowakin holte beim Slalom-Weltcup im finnischen Levi das "Double" und gewann beide Rennen. Shiffrin blieben nach 300 Tagen Rennpause und dem Unfalltod ihres Vaters bei ihrem gelungenen Comeback die Ränge zwei und fünf.

Dass Shiffrin "noch nicht ganz die Alte" war, wie ARD-Experte Felix Neureuther beobachtete - angesichts der harten Zeit, die hinter ihr liegt - geschenkt. Wichtig war allein die Rückkehr der Königin. "Sie ist technisch so eine Augenweide", schwärmte Neureuther, "es macht einfach so viel Spaß ihr zuzuschauen." Und vor allem: Shiffrin selbst empfand große Freude - endlich wieder.

Anders als die sieben deutschen Starterinnen. Sie erlebten ein Wochenende zum Vergessen. Lena Dürr erreichte am Sonntag als einzige DSV-Athletin das Finale, Platz 21 ist aber nicht ihr Anspruch. Nach dem ersten Durchgang war sie sogar nur auf Rang 29. Auch am Samstag war die 29-Jährige als 17. beste Deutsche. Andrea Filser und Marina Wallner kamen da auf die Ränge 23 und 24. "Wir haben zu wenig attackiert. Einfach runterfahren - da gewinnst du keinen Blumentopf", schimpfte Cheftrainer Jürgen Graller.

Vlhova setzte sich beim ersten Slalom des WM-Winters mit 18 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Shiffrin durch. Beim zweiten Rennen nördlich des Polarkreises war sie 0,31 Sekunden schneller als Michelle Gisin aus der Schweiz und holte ihren 16. Weltcup-Sieg. Auf Rang drei landete Katharina Liensberger aus Österreich. Shiffrin lag 0,93 Sekunden zurück. Schlechter war die Amerikanerin zuletzt im Januar 2018, als sie in Lenzerheide ausschied.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa