Sport

Olympiasieger wittert Doping Steiner beschuldigt Konkurrenz

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"Hier wird mir zu viel weggeschaut und verharmlost": Matthias Steiner.

(Foto: dapd)

Bei den Olympischen Spielen in London verpasst es Matthias Steiner nach einem Unfall mit der Hantel, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Nun erhebt der deutsche Gewichtheber schwere Vorwürfe gegen die Konkurrenz, vor allem gegen die Kollegen aus Russland und dem Iran. Dort soll Doping im Spiel sein. Auch den Weltverband greift er an.

Gewichtheber Matthias Steiner hat schwere Vorwürfe gegen die Konkurrenz aus Russland und dem Iran erhoben. Der "Sport Bild" sagte der Olympiasieger von 2008: "Ich habe es mit Sportlern aus Nationen zu tun, wo - wie soll ich sagen - der Weg zur Leistung mitunter ein anderer zu sein scheint als bei uns." Den Gewichtheber-Weltverband IWF griff der Superschwergewichtler wegen lascher Dopingkontrollen scharf an: "Hier wird mir zu viel weggeschaut und verharmlost."

Im Kampf um die Glaubwürdigkeit seiner Sportart fordert Steiner deutlich verbesserte Kontrollen: "Was die internationalen Kontrollen betrifft, die durch die IWF und deren Präsidenten Dr. Tamas Ajan festgelegt und in Auftrag gegeben wurden, sind in der Statistik der letzten Jahre sehr große Ungereimtheiten festzustellen. So hatten die Russen in diesem Jahr über dieses System überhaupt keine Trainingskontrollen." Für Steiner ist dies ein Alarmsignal. Denn eine präzise Überprüfung dieser Sportler wäre nach seiner Einschätzung besonders sinnvoll: "Eben dieser russische Verband nimmt gemeinsam mit den Iranern in der Statistik der positiven Befunde der letzten neun Jahre mit 17 beziehungsweise 18 positiven Fällen aber eine Spitzenposition ein. Oder nehmen Sie die zunehmende deutlich sichtbare Vermännlichung im Frauen-Gewichtheben."

Steiner hatte bei den Olympischen Spielen in London eine Neuauflage des Märchens von Peking verpasst. Der 29-Jährige trat nach einem Unfall im zweiten Versuch des Reißens zum anschließenden Stoßen nicht mehr an. Die Hantel war ihm dabei in den Nacken gefallen und auf seinen Oberschenkel gerollt. Gold und Silber gingen an die Iraner Behdad Salimikordasiabi und Sajjad Hamlabad, Bronze an den Russen Ruslan Albegow.

Quelle: ntv.de, sid

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