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DSV-Quartett verpasst PodiumWas ist mit Domen Prevc los? Superflieger sorgt für bange Momente

28.03.2026, 12:28 Uhr
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Domen Prevc hatte bisweilen gewaltige Probleme in Planica. (Foto: IMAGO/EPA)

Die deutschen Skispringer schaffen es im letzten Teamevent des Winters nicht auf das Podium. Auch der große Dominator der Saison wackelt. Der DSV-Sportdirektor äußert sich derweil zur Bundestrainer-Nachfolge.

Die deutschen Skispringer sind erstmals seit 18 Jahren in einer Weltcup-Saison ohne Podestplatz im klassischen Teamspringen geblieben. Beim einzigen Vierer-Wettbewerb des Winters kam das DSV-Quartett um Olympiasieger Philipp Raimund beim Fliegen in Planica auf den vierten Platz. Den Sieg sicherte sich Österreich. "Vierter werden ist sehr schade. Aber insgesamt war es gerade für mich ein sehr positiver Tag", sagte Schlussspringer Andreas Wellinger.

Letztmals waren die DSV-Adler in der Saison 2007/08 ohne Team-Podium geblieben, damals wurden drei Wettbewerbe im Weltcup ausgetragen. Bei der Flug-WM im Januar in Oberstdorf hatte Deutschland als Vierter ebenfalls eine Medaille verpasst. Bei den darauf folgenden Olympischen Spielen in Norditalien stand statt des traditionellen Vierer-Teams nur das "Super Team" mit zwei Springern auf dem Programm.

Bei sehr anspruchsvollen Bedingungen mit starkem Aufwind war der frühere WM-Zweite Wellinger mit 230,0 und 226,5 Meter bester Springer im Team des scheidenden Bundestrainers Stefan Horngacher an dessen vorletztem Wettkampftag. Ex-Weltmeister Karl Geiger (238,5+215,0) glänzte im ersten Durchgang. Raimund (215,5+218,0) und Pius Paschke (208,5+212,5) fielen ein bisschen ab.

Bundestrainer-Frage bleibt unbeantwortet

Österreich mit dem am Vortag ebenso heftig wie folgenlos gestürzten Olympiasieger Stephan Embacher setzte sich mit 1439,5 Punkten vor Japan (1425,6) durch. Dritter wurden die Norweger (1418,0), bei denen Johann Andre Forfang nach Tagesbestweite im ersten Durchgang (246,0) im Finale mit 202,5 Meter die Führung verspielte. Deutschland (1374,7) verpasste das Podest um rund 36 Meter.

Sloweniens Topstar Domen Prevc, Einzel-Sieger am Freitag, hatte im Probedurchgang für eine Schrecksekunde gesorgt, als er bei heftigem Wind nur knapp einem schweren Sturz entging. Bei heftigem Aufwind geriet der 26-Jährige kurz nach dem Absprung ins Taumeln, landete nur mit viel Glück und Können heil bei 80 Meter - sein an gleicher Stelle erzielter Weltrekord aus dem Vorjahr steht bei 254,5 Metern. Auch im Wettkampf hatte Prevc in beiden Durchgängen große Probleme, sorgte für bange Blicke im Auslauf und flog ungewohnt unruhig, auch deshalb reichte es für die Slowenen nur zu Rang fünf.

Am Sonntag steht zum Abschluss der Saison und zum Abschied des scheidenden Bundestrainers Stefan Horngacher noch ein Einzel-Skifliegen an. Wer auf Horngacher folgen wird, ist noch offen. Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband bat um "noch ein paar Tage Geduld". Man stehe "direkt vor der Zielgeraden", sagte er dem ZDF. Bis eine Entscheidung kommuniziert werde, werde es "nicht mehr lange dauern". Mit Horngachers Arbeit in den vergangenen sieben Jahren sei man "zufrieden", resümierte Hüttel. "In Summe Schulnote zwei, würde ich sagen." Der Österreicher war 2019 auf Ex-Bundestrainer Werner Schuster gefolgt.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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