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Gauff scheidet in Paris aus Tennis-Supertalent lässt sich entzaubern

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Für Gauff ist das Turnier in Paris beendet.

(Foto: REUTERS)

Coco Gauff hat gute Chancen, mit erst 17 Jahren ihr erstes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier zu erreichen. Sie führt im Duell mit der Tschechin Barbora Krejcikova, hat fünf Satzbälle - und verliert doch. Das Supertalent mit dem Mut zur Offenheit scheidet aus, ihre Konkurrentin ist darüber beinahe fassungslos.

Supertalent Cori "Coco" Gauff hat bei den French Open ihr erstes Halbfinale verpasst. Die 17 Jahre alte US-Amerikanerin unterlag im Duell zweier Viertelfinal-Debütantinnen nach einer fahrigen Vorstellung der acht Jahre älteren Tschechin Barbora Krejcikova 6:7 (6:8), 3:6. Krejcikova spielt nun gegen Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen oder die stark aufspielende Griechin Maria Sakkari um ein Finalticket.

Gauff, die zuvor im Turnierverlauf keinen Satz abgegeben hatte, war unter Leitung des Stuttgarter Schiedsrichters Nico Helwerth als Favoritin in das Match gegangen. Sie ließ sich nach gutem Start aber von ihrer Kontrahentin entzaubern. Krejcikova, die vor den French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen hatte, lief im ersten Satz stets einem Rückstand hinterher und wehrte insgesamt fünf Satzbälle ab. Nach einer Stunde und elf Minuten holte sich die Tschechin im ersten Versuch dann selbst im Tiebreak den ersten Durchgang.

Gauff verlor danach völlig den Rhythmus, sodass Krejcikova schnell auf 5:0 davonzog. Zwar gab die Amerikanerin nicht auf, mit dem sechsten Matchball machte die Tschechin das Weiterkommen nach fast zwei Stunden aber perfekt. Krejcikova riss ungläubig die Arme hoch. "Ich bin überglücklich", sagte sie anschließend: "Ich habe es noch nicht realisiert."

Gauff muss damit weiter auf das erste Halbfinale warten. Im Achtelfinale hatte sie noch eine stark eingeschätzte Kollegin geschlagen, ihre Landsfrau Sloane Stephens. Danach war sie sehr offen mit mentalen Problemen vor ihrem Match gegen Stephens umgegangen. "Eine halbe Stunde vor der Partie wollte ich nicht auf den Platz gehen, weil ich mich wirklich schlecht fühlte. Ich musste mich im Physioraum einschließen und ich musste mit meinem Psychologen reden", sagte die Athletin aus Brünn: "Ich habe tatsächlich geweint. Ich weiß auch nicht. Ich fühlte mich einfach sehr, sehr schlecht, und ich weiß nicht, warum."

Für Krejcikova dagegen herrscht wohl eitel Sonnenschein. 2018 hatte sie in Roland Garros im Doppel triumphiert, nun kämpft sie im Einzel um den ganz großen Coup. Auch im Doppel steht sie erneut im Halbfinale.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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