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Pressestimmen zum US-Open-Finale "Thiem, der Meister des Leidens"

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Eine höhere Macht? Thiem kann seinen ersten Grand-Slam-Sieg kaum fassen.

(Foto: AP)

Für Alexander Zverev platzt der Traum vom ersten Grand-Slam-Sieg jäh. Im Finale der US Open ringt sein Kumpel Dominic Thiem ihn in fünf kräftezehrenden Sätzen nieder. Von der internationalen Presse wird der Österreicher gefeiert. "Endlich" gibt es einen neuen Tennis-Triumphator.

Österreich

"Kronen Zeitung": "Dominic Thiem hat in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Finale österreichische Sportgeschichte geschrieben. Der 13. September 2020 wird für den 27-jährigen Niederösterreicher für immer ein Feiertag bleiben."

"Kurier": "Erfolg und Misserfolg sind der Unterschied zwischen Traum und Realität. Bei Dominic Thiem liegt nichts mehr dazwischen, der Niederösterreicher erfüllte sich einen Lebenstraum. Als zweiter Österreicher nach Thomas Muster, der 1995 in Paris triumphiert hatte, holte sich Österreichs Superstar einen Grand-Slam-Titel. Wie der Steirer im Alter von 27 Jahren."

"Österreich (oe24)": "Das Final-Drama war unglaublich. Der Moment des Triumphs unvergesslich: Die leere Arthur-Ashe-Arena, heute, 2:19 Uhr unserer Zeit. Matchball für Thiem. Zverevs Ball segelt ins Out. Thiem lässt sich auf den Rücken fallen. Im 4. Final-Anlauf hat er sich seinen Grand-Slam-Traum erfüllt."

Frankreich

"L'Equipe": "Dream Thiem"

Spanien

"Mundo Deportivo": "Dominic Thiem, neuer Champion nach einer epischen Aufholjagd gegen Zverev."

"Marca": "Thiem ist das erste neue Gesicht, das in einem Grand-Slam-Turnier gekrönt wird, seit Marin Cilic dies auch auf den Plätzen von Flushing Meadows vor sechs Jahren schaffte."

Großbritannien

"Daily Mail": "Ein dramatischer Tiebreak im fünften Satz läutete das Ende der sechsjährigen Wartezeit ein, nach der die Männer-Tenniswelt endlich einen neuen Grand-Slam-Champion hatte."

Italien

"Gazzetta dello Sport": "Am Ende ist es der Österreicher Dominic Thiem, der zwei Sätze aufholt und den Deutschen Alexander Zverev besiegt. Ein Match, das den Spieler mit mehr Mut und Kaltblütigkeit belohnt. Zu groß war die Angst für beide, zu gewinnen, wie auch die Angst, zu verlieren, die die Partie gelähmt hat. Zverev, der streckenweise sein bislang bestes Tennis gespielt hat, muss sich vorwerfen lassen, mit zwei Sätzen geführt und beim 5:3 im fünften Satz die Chance darauf gehabt zu haben, die Partie zu beenden."

"Corriere dello Sport": "Ohne Djokovic, Nadal und Federer gab es am Ende ein erstes Mal. Der 150. Sieger in der Geschichte der Grand-Slam-Turniere ist der Österreicher Dominic Thiem, der den Deutschen (und seinen Freund) Alexander Zverev in fünf Sätzen besiegt hat. Es ist das erste Mal, dass ein Spieler das Finale der US Open gewinnt, der mit zwei Sätzen hinten lag."

Schweiz

"Tagesanzeiger": "Dominic Thiem, der Meister des Leidens."

USA

"New York Times": "Mitanzuschauen, wie ein Top-Spieler kurz vor dem Grand-Slam-Sieg steht und dann eine Zweisatz-Führung verliert, ist, als ob man Zeuge einer grausamen Form psychologischer Folter wird. Im weiteren Verlauf des Spiels gab es frühe Hinweise darauf, dass Thiem lebendig werden und Zverev verbrennen würde."

"Washington Post": "Sie spielten den ganzen Weg, bis es so aussah, als würden sie im Schlamm spielen. Sie spielten, bis ihre Beine weich wurden und ihre Aufschläge kaputtgingen und ihr Gehirn taub wurde. Sie spielten bis zur letzten Stufe, die sie spielen konnten: ein Tiebreak im fünften Satz."

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid