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PETA: "Grausam" und "unnötig" Tierschützer kritisieren Thomas Müller heftig

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Die Müllers bei einem Reitturnier in Stuttgart Ende 2019.

(Foto: picture alliance / Pressefoto Baumann)

Thomas Müller ist nicht nur als Fußballer aktiv, sondern betreibt gemeinsam mit Ehefrau Lisa Müller auch ein Gestüt. Die Dressurreiterin und der Nationalspieler sehen sich nun harschen Vorwürfen ausgesetzt. Der Grund: Ein Hengst hat sich verletzt.

Lisa und Thomas Müller sind nach einer Verletzung ihres Dressurpferdes D'avie von der Tierschutzorganisation PETA scharf kritisiert worden. Der Hengst war "bei einem ersten Testversuch zur Vorbereitung der Decksaison leider Gottes in der Deckhalle unglücklich ausgerutscht und dramatisch auf die Seite gestürzt", schrieben die Dressurreiterin und der Fußballprofi des FC Bayern, die zusammen das Gestüt Gut Wettlkam betreiben, in den sozialen Netzwerken.

PETA-Fachreferentin Jana Hoger kritisierte in einer Mitteilung: "Es ist grausam, dass sogenannte Pferdeliebhaber die Tiere in ihrer Obhut zum unnatürlichen Geschlechtsakt zwingen, um möglichst viel Profit aus ihnen zu schlagen. Die Verletzungen, die sich D'avie unter der Aufsicht von Lisa und Thomas Müller zugezogen hat, waren vermeidbar und unnötig."

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Der sogenannte "Deckakt" werde meist an einer Attrappe durchgeführt, heißt es in der PETA-Aussendung, die "dem Hengst einen Artgenossen suggerieren soll, um möglich viel Samen für den Verkauf an andere Züchter zu gewinnen. Dabei kann es zu schweren Unfällen und Verletzungen kommen, die auch lebensbedrohlich für die Pferde werden können. Nicht selten werden die 'Übungen' im Voraus und die 'Samengewinnung' selbst mit Gewalt, Zwang und Druck durchgeführt."

Die Reiterin und ihr Mann hatten das Pferd vor zwei Jahren vom dänischen Handelsstall Helgstrand Dressage gekauft. D'avie war 2018 und 2019 in seiner Altersklasse Weltmeister der Jungen Pferde und wird auch in der Zucht eingesetzt. Laut PETA sei D'avie "in der Branche als 'Deckhengst' gefragt und sein Samen teuer". Die Müllers schrieben, der Hengst habe sich eine "Verletzung im Hufbereich zugezogen, die eine Pause und ein vollständiges Ausheilen in den nächsten Wochen und Monaten nötig" mache. Daher sei vorerst auch nur "Tiefgefriersperma" verfügbar, wie es auf dem offiziellen Instagram-Account des Gestüts heißt.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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