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750.000 Euro gegen die Schulden Trophäen von Boris Becker versteigert

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(Foto: dpa)

82 Erinnerungsstücke aus der Karriere von Boris Becker haben einen neuen Besitzer, darunter auch Repliken seiner Siegtrophäen bei den US Open und in Wimbledon. Die Auktion soll dem 51-Jährigen helfen, sich aus der Zahlungsunfähigkeit befreien.

Schuldenfrei ist Boris Becker noch nicht - aber die Zwangsversteigerung zahlreicher Trophäen und anderer Erinnerungsstückte hilft dabei, zumindest einen Teil seiner Verbindlichkeiten zu tilgen. Rund zweieinhalb Wochen lief die Auktion, an deren Ende das britische Auktionshaus Wyles Hardy und Insolvenzverwalter Mark Ford einen Erlös von 687.000 Pfund, also rund 763.000 Euro vermeldeten.

Die Versteigerung war eigentlich bereits für das vergangene Jahr geplant, fand jetzt aber während der Rasenturniere der Tennissaison statt. Eine gute Entscheidung, wie Ford erklärte, der die "anhaltende Anziehungskraft" des 51 Jahre alten Beckers für das gute Ergebnis verwantwortlich machte. Teuerstes Einzelstück war laut Homepage eine Replik des Pokals, den Becker 1989 für seinen Sieg bei den US Open erhalten hatte. 167.000 Euro war dieses Stück dem Sieger der Auktion wert.

Insgesamt standen 82 Artikel zum Verkauf, darunter auch eine Replik der Trophäe eines von Beckers drei Wimbledon-Siegen, dazu Uhren und Medaillen, aber auch Tennisschläger, Fotos, signierte Schuhe und sogar benutzte Socken. Allesamt Stücke aus der Karriere des Leimeners, der insgesamt 49 Turniere gewann, darunter sechs Grand Slams.

Die Zwangsversteigerung war angesetzt worden, nachdem ein Gericht in London im Juni 2017 den Ex-Coach von Novak Djokovic für zahlungsunfähig erklärt hatte. Damals hatte Becker zunächst erklärt, er besitze als Sport-Attache der Zentralafrikanischen Republik diplomatische Immunität. Das Außenministerium des Staates widersprach dem allerdings. Becker wiederum gab dann im Dezember 2018 an, den Diplomatenstatus nicht länger geltend zu machen. Damit war der Weg für die Auktion frei.

Quelle: n-tv.de, tsi/sid