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Drama in der MeerengeVermisster russischer Schwimmer tot im Bosporus gefunden

22.01.2026, 10:06 Uhr
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Nach einer langen Suche wurde der Schwimmer Nikolai Swetschniko tot geborgen. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Von Asien nach Europa - für viele Athleten ist das jährliche Schwimmen durch den Bosporus in Istanbul ein besonderer Wettbewerb. Ein russischer Sportler kommt aber nicht am Ziel an. Die Leiche von Nikolai Swetschnikow wird nun in der türkischen Meerenge gefunden.

Fünf Monate nach einem Schwimmwettbewerb durch den Bosporus in Istanbul ist ein vermisster russischer Schwimmer tot aufgefunden worden. Vor zwei Tagen sei eine Leiche in der türkischen Meerenge gefunden worden, dabei handele es sich um den Schwimmer Nikolai Swetschnikow, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zu dem Schluss seien die Behörden nach einem DNA-Abgleich mit dessen Eltern gekommen.

Im August hatte der damals 30-jährige Setschnikow am jährlichen Wettbewerb Bosphorus Cross Continental Swim teilgenommen, war aber nicht angekommen. Tagelang hatte die Küstenwache das Ufer nach dem Vermissten abgesucht. Die Ehefrau des Athleten hatte damals dem russischen Telegram-Kanal Shot gesagt, sie habe nach dem Verschwinden in der Nacht die ganze Uferpromenade abgesucht, in der Hoffnung, ihn wenigstens zu sehen. Verwandte und Freunde hätten auch auf eigene Faust eine Suche organisiert. Setschnikow hinterlässt einen einjährigen Sohn.

Bei dem Wettkampf schwimmen die Teilnehmer von Asien nach Europa, das Rennen ist 6,5 Kilometer lang. Der Bosporus wird in der Zeit für den Schiffsverkehr gesperrt. Ein anderer Teilnehmer aus Russland hatte dem Telegram-Kanal zufolge gesagt, er habe Swetschnikow bereits auf der ersten Hälfte der Strecke überholt. Er sei langsam im Bruststil geschwommen und habe immer wieder angehalten.

Nach Angaben des Gouverneursamtes nahmen im vergangenen Jahr 2800 Athleten aus 81 Ländern teil. Der Wettbewerb gilt als herausfordernd - in der Meerenge, die das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet, müssen die Schwimmer mit starker Strömung und Wellengang rechnen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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