Sport

Doping in der LeichtathletikWhistleblowerin Stepanowa erhält Startrecht

01.07.2016, 09:44 Uhr
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Julia Stepanowa (Foto: dpa)

Sie brachte den Skandal um systematisches Doping in der russischen Leichtathletik ins Rollen: Julia Stepanowa. Nun entscheidet der IAAF, dass sie unter neutraler Flagge wieder an Wettkämpfen teilnehmen darf.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat der Doping-Whistleblowerin Julia Stepanowa mit sofortiger Wirkung ein internationales Startrecht zugesprochen. Die Russin dürfe wegen ihrer Verdienste um einen sauberen Sport unter neutraler Flagge wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Damit rückt auch ein Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die 29 Jahre alte Mittelstrecklerin immer näher. Schon bei der kommenden EM in Amsterdam (6. bis 10. Juli) könnte sie ihr Comeback geben.

Russlands Verband wurde von der IAAF suspendiert. Es dürfen nur Leichtathleten aus dem Land teilnehmen, wenn sie außerhalb der Staatsgrenze leben und sich unabhängigen Doping-Kontrollen unterworfen haben. Mehr als 80 russische Athleten hätten Anträge für Ausnahmeregelungen gestellt, teilte der Verband mit. Diese würden geprüft.

Stepanowa und ihr Mann hatten den Skandal um systematisches Doping in der russischen Leichtathletik mit ihren Aussagen in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping" ins Rollen gebracht. Danach verließ das Ehepaar Russland aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen staatlicher Institutionen und setzte sich an einen geheimen Ort in die USA ab.

Quelle: ntv.de, rpe/sid

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