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Ermittlungen gegen Radsport-Star Wiggins bleibt Doping-Strafe erspart

Bradley Wiggins

Die britische Radsport-Legende Bradley Wiggins hat 2016 im Alter von 36 Jahren ihren Rücktritt vom aktiven Sport bekanntgegeben.

(Foto: Nicolas Bouvy/EPA/dpa)

Bis auf Bradley Wiggins wissen wohl nur wenige, was sich in dem ominösen Päckchen an den Radsport-Star im Sommer 2011 befand. Und das wird auch so bleiben. Wegen fehlender Aufzeichnungen stellt die britische Anti-Doping-Agentur die Ermittlungen gegen ihn ein.

Der ehemalige Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins und der britische Radsport-Rennstall Sky müssen keine Strafen wegen eines möglichen Doping-Verstoßes befürchten. Wie die britische Anti-Doping-Agentur Ukad mitteilte, stellte sie die Untersuchungen gegen den fünfmaligen Olympiasieger und sein ehemaliges Team ergebnislos ein. "Wir sind froh, dass die Ukad ihre Untersuchung abgeschlossen hat", teilte Sky mit: "Wir haben immer gesagt, dass wir nichts falsch gemacht haben, und wir haben im vergangenen Jahr voll mit der Ukad kooperiert."

Im Zentrum der im September 2016 aufgenommenen Untersuchungen stand eine ominöse Medikamenten-Lieferung an den damaligen Sky-Kapitän Wiggins während der Dauphiné-Rundfahrt im Juni 2011. Diese soll laut einem Bericht der britischen "Daily Mail" das in einigen Wettkämpfen verbotene Steroid Triamcinolon enthalten haben. Laut Teammanager Dave Brailsford habe es sich jedoch lediglich um das harmlose hustenlösende Mittel Fluimucil gehandelt.

"Die Ukad konnte den Inhalt des Päckchens nicht definitiv bestätigen. Wahrscheinlich wird dies wohl auch nicht mehr möglich sein", heißt es in der Ukad -Mitteilung. Ein Grund dafür sei das "Fehlen von medizinischen Aufzeichnungen", weshalb die Ukad alle im Sport tätigen Mediziner daran erinnerte, "die Richtlinien der medizinischen Aufzeichnung sicherzustellen". Die Ukad hatte insgesamt 37 Beteiligte (Fahrer, Mediziner, Betreuer) des britischen Radsport-Verbandes und des Teams Sky befragt.

Quelle: ntv.de, cri/sid/dpa