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Alexander Zverev steht nach seinem glänzenden Sieg im Halbfinale des Masters in Shanghai.
Alexander Zverev steht nach seinem glänzenden Sieg im Halbfinale des Masters in Shanghai.(Foto: imago/Xinhua)
Freitag, 12. Oktober 2018

"Dabei zu sein, ist eine Ehre": Zverev löst souverän Ticket für Saisonfinale

Er gehört zu den besten Tennisspielern der Saison: Alexander Zverev erspielt sich souverän sein Ticket für das ATP-Finale. Während der 21-Jährige mental noch Luft nach oben hat, beweist er in diesem Jahr seine dazugewonnene körperliche Stärke.

London calling: Alexander Zverev hat nach der nächsten Galavorstellung das Ticket für das ATP-Finale sicher. Beim Masters in Shanghai stürmte Zverev ohne Satzverlust ins Halbfinale. Kein anderer Spieler auf der Tour hat 2018 nun so viele Matches - nämlich 49 - gewonnen wie der 21-Jährige. Nicht Rafael Nadal, nicht Roger Federer, nicht Novak Djokovic. Ganz nebenbei machte der Jungstar als fünfter Spieler den Start vom 11. bis 18. November in London fest.

"Es ist toll, es wieder offiziell geschafft zu haben und wieder ein Teil der besten Acht zu sein. Jeder hat dieses Ziel am Beginn der Saison", sagte Zverev: "Es ist eines der prestigereichsten Events, das wir haben. Allein schon dabei zu sein, ist eine Ehre. Es ist nahe dran oder gleichwertig zu einem Grand-Slam-Sieg." Der Hamburger qualifizierte sich zum zweiten Mal in Folge für den Saison-Showdown. Als letztem Deutschen war das Boris Becker (1985-92 und 1994-96) gelungen.

"Ich bin generell wahnsinnig"

Dabei stand sich Zverev in diesem Jahr oft noch selbst im Weg. In Shanghai flutscht es aber: Beim souveränen 6:4, 6:4 gegen den Briten Kyle Edmund zog Zverev spielend in sein fünftes Masters-Halbfinale in diesem Jahr ein und trifft dort auf Wimbledon- und US-Open-Champion Novak Djokovic (Serbien/Nr. 2). "Natürlich war es ein gutes Match für mich. Er war mein Teamkollege beim Laver Cup im Team Europa, deswegen kennen wir uns gut", sagte Zverev zum Sieg über Edmund.

Auf dem Platz driftet er oft in andere, negative Gefühlswelten ab. Bei den US Open bekam der taktisch manchmal etwas unflexible Zverev vom 13 Jahre älteren Philipp Kohlschreiber in Runde drei eine Lektion erteilt und ergab sich am Ende ratlos seinem Schicksal. Bei seinen Niederlagen in Melbourne (0:6 gegen Chung Hyeon), Wimbledon (0:6 gegen Ernests Gulbis) und New York (3:6 nach 3:0) brach Zverev jeweils im letzten Satz ein.

Anders als in früheren Jahren ist seine noch ausbaufähige Grand-Slam-Bilanz nicht mehr mit körperlichen Defiziten zu erklären. Zverev hat vier Kilo Muskelmasse zugelegt, ist mittlerweile bärenstark und dazu noch überraschend beweglich für seine Körpergröße. Es ist sein Kopf, der ihm manchmal noch im Weg steht. "Ich bin generell wahnsinnig, das ist bei mir nichts Neues", sagte Zverev einst zu seinen gelegentlichen Wutausbrüchen.

Die mentale Stärke und das Erarbeiten unterschiedlicher Matchpläne werden die Ansatzpunkte von Ivan Lendl sein. Der ehemalige Topstar, den Zverev kurz vor den US Open in sein Team holte, soll Zverev zu seinem ersten Grand-Slam-Titel führen. Zuvor warten aber Djokovic - und das ATP-Finale. In der Londoner O2-Arena war er im vergangenen Jahr noch in der Gruppenphase gescheitert.

Quelle: n-tv.de