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Der Sport-Tag Bayern-Krise: Lewandowski vermisst Anführer - und "Kommandos"

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Einsamer Anführer: Robert Lewandowski beim FC Bayern.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Nur als Tabellenfünfter (wegen Hoffenheims Last-Minute-VAR-Sieg in Köln) geht Torjäger Robert Lewandowski mit seinem FC Bayern in den Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund. Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub, das die Münchner auf keinen Fall verlieren dürfen, hat sich der Stürmer in der "Süddeutschen Zeitung" über Gründe für die aktuelle Krise geäußert, die am vergangenen Sonntag in der Trennung von Trainer Niko Kovac gegipfelt war.

Lewandowski, der in der Bundesliga 14 von 25 Bayern-Toren erzielt hat, sagte unmissverständlich: "Eine Achse, die nur aus Neuer und Lewandowski besteht, ist zu wenig." Und forderte: "In jedem Mannschaftsteil, in jeder Linie sollte es einen Anführer geben: Torwart, Abwehrspieler, einer aus dem Mittelfeld, einer aus der Offensive, das wäre perfekt. Es kann nicht ein Spieler alle führen, das ist zu viel, das ist unmöglich." Interessant daran: Jungstar Joshua Kimmich zählt Lewandowski offenbar nicht zu den Meinungsführern.

Generell vermisst er gerade bei den jungen Spielern "Kommandos" auf dem Platz, die er alledings erwartet. Seine Erklärung: Heutzutage hätten die jungen Spieler "ein bisschen Angst zu sprechen, vielleicht ist es auch: keine Lust", bemerkte Lewandowski: "Das ist eine Generation, die schreibt viel SMS, die kommuniziert viel im Internet, sie telefoniert weniger. Das ist einfach eine andere Kultur."

Quelle: ntv.de