Dienstag, 01. Juni 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau, Torben Siemer & Stephan Uersfeld
22:25 Uhr

Deutschland plant Quarantäne-Sonderbehandlung für Fußball-EM

Die Bundesregierung plant mit Blick auf die Europameisterschaft nun doch eine Regelung, die eine Einreise von Profi-Fußballern nach Aufenthalten im Virusvariantengebiet Großbritannien ohne Quarantäne ermöglicht. "Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, auf Anfrage. Innenminister Horst Seehofer sagte: "Die Fußball-Europameisterschaft ist ein sportliches Großereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird."

Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um İlkay Gündoğan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind. Die vier Profis, die am Samstag im Champions-League-Finale spielten, sollen am Donnerstag zur Nationalmannschaft stoßen, die derzeit in Seefeld im Trainingslager ist. Ihnen droht allerdings bei der Einreise nach Deutschland nach der jetzigen Regelung eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt in Großbritannien aufgehalten haben, das von deutscher Seite als Virusvariantengebiet eingestuft wird.

21:53 Uhr

Mit 16 auf einem Niveau mit einer Legende: Deutsches Hochsprung-Talent darf aber nicht zur DM

Die erst 16-jährige Hochspringerin Johanna Göring vom SV Kornwestheim darf als deutsche Jahresbeste im Hochsprung bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Braunschweig nicht teilnehmen. Sie gehört zur Altersklasse U18 und darf bei den erwachsenen Athleten zum Titelkampf noch nicht antreten. Außerdem ist der Meldeschluss für die Meisterschaften schon gewesen.

Göring hatte bei einem Kaderwettkampf am vergangenen Sonntag in Stuttgart ihre Bestleistung von 1,72 Meter aus dem Vorjahr auf 1,92 Meter gesteigert. Damit steht sie in der deutschen Jahresbestenliste vor Rekordmeisterin Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart/1,88 Meter).

"Ich bin so geschockt und weiß noch gar nicht, was ich sagen soll", kommentierte Landestrainerin Jennifer Hartmann den Leistungssprung von Göring. Letzte deutsche Hochspringerin, die im Alter von gerade mal 16 Jahren eine solche Höhe überquerte, war Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth bei ihrem Olympiasieg 1972 in München.

21:27 Uhr

Nach zehn Jahren Sperre: Wegen Wetten verurteilter Fußballer begnadigt

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Gnade für Signori.

(Foto: imago sportfotodienst)

Der italienische Fußballverband (FIGC) hat den vor knapp zehn Jahren im Zuge eines Wettskandals verurteilten Ex-Profi Giuseppe Signori begnadigt. Das teilte der Verband am Dienstag in Rom mit. Der damalige Nationalspieler Signori war 2011 für fünf Jahre disqualifiziert und von sämtlichen Bereichen und Rängen im Verband ausgeschlossen worden. FIGC-Präsident Gabriele Gravina hob durch die Begnadigung den lebenslangen Ausschluss auf.

Der heute 53 Jahre alte Signori soll damals mit anderen Spielern und Funktionären Fußball-Partien manipuliert und darauf hohe Wetten abgeschlossen haben. Er hatte die Vorwürfe bestritten.

20:57 Uhr

Rehm springt Weltrekord und setzt 2011 begonnene Serie fort

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Der Beste der Welt.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Prothesen-Springer Markus Rehm hat bei den Europameisterschaften der Para-Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz seinen eigenen Weltrekord eindrucksvoll verbessert. Im dritten Versuch sprang Rehm 8,62 Meter und damit 14 Zentimeter weiter als bei der vorherigen EM 2018 in Berlin. Seit seinem internationalen Debüt bei der WM 2011 ist der 32-Jährige aus Leverkusen in elf Wettkämpfen bei Paralympics sowie Welt- und Europameisterschaften unbezwungen. Der Weltrekord der Leichtathleten ohne Prothese liegt bei 8,95 Meter.

Für einen Schreck-Moment sorgte sein Rivale Stylianos Malakopoulos, dem bei der Landung in der Sandgrube die Prothese zerbrach. Der Grieche blieb jedoch unverletzt.

20:25 Uhr

Rekordprämie: So viel kassiert jeder DFB-Profi bei einem Sieg im EM-Finale

Ruhm, Ehre - und eine goldene Nase: Den deutschen Fußball-Nationalspielern winkt bei der Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) eine Rekordprämie. Sollten Kapitän Manuel Neuer und Co. am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion zum vierten Mal den EM-Pokal gewinnen, würde jeder der 26 Spieler im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) 400.000 Euro ausgezahlt bekommen. Das berichtet die "Bild". Der DFB ließ eine Anfrage dazu zunächst unbeantwortet.

Zum Vergleich: Bei einem WM-Sieg 2018 in Russland, wo die DFB-Auswahl mit dem Vorrunden-Aus ein historisches Debakel erlebt hatte, hätte es "nur" 350.000 Euro pro Kopf gegeben. Bei der EM 2016 in Frankreich wären es 300.000 Euro gewesen - vor fünf Jahren war aber im Halbfinale Endstation gewesen.

19:56 Uhr

In Ungnade gefallen: Hoffenheim-Boss Hopp trennt sich von Geschäftsführer Görlich

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Peter Görlich, links, und Dietmar Hopp im Hoffenheimer Stadion.

(Foto: imago images/Fotostand)

Am Tag der Abschiede trennen sich auch die TSG Hoffenheim und ihr bisheriger Geschäftsführer Dr. Peter Görlich. Anders als beim FC Bayern und Karl-Heinz Rummenigge gibt es keine gemeinsame Presserklärung. Das Verhältnis von Görlich und Mäzen Dietmar Hopp war zuletzt beschädigt.

Der 54-jährige Görlich scheidet nach knapp sechs Jahren aus dem Amt des Geschäftsführers, sein Vertrag lief noch bis 2025. Er begründete sein Ausschneiden mit dem tiefgreifenden Wandel von Gesellschaft, Wirtschaft und Sport, ausgelöst durch die Folgen der Pandemie. Diesen wolle er nun aktiv mitgestalten.

Intern habe Görlich sich offen kritisch gegenüber der Nähe Hopps zu Berater Roger Wittmann geäußert und sei auch daher in Ungnade gefallen, berichtet der kicker. In der Vereinsmitteilung erklärt Hopp, dass "unterschiedliche Auffassungen" über die zukünftige Ausrichtungen die Trennung notwendig gemacht hatten. "Jetzt gilt es, wieder auf verschiedenen Ebenen wichtige Weichen zu stellen, um den Klub und sein Kerngeschäft zukunftsfähig zu halten." Eine Zukunft, in der Görlich nicht mehr vorkommen wird.

19:24 Uhr

Real holt alten Bekannten: Alaba kennt seinen neuen Trainer schon

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Damit hat Alaba nicht gerechnet. Carlo Ancelotti soll neuer Real-Trainer werden.

(Foto: imago/Thomas Frey)

Der muntere Trainertausch im europäischen Fußball geht weiter. Nur wenige Tage nach Zinedine Zidanes Abschied von Real Madrid steht in England und Spanien mit Carlo Ancelotti ein alter Bekannter bereit. Der 61-jährige Star-Coach kommt von Premier-League-Klub FC Everton.

Ancelotti war bereits von 2013 bis 2015 Trainer von Real Madrid. Im 2014er Champions-League-Finale führte der Italiener seinen Verein zu "la décima", dem insgesamt zehnten Titel in Europas Königsklasse und dem alten Europapokal der Landesmeister. In der spanischen Liga blieb Real hinter den Erwartungen zurück. Im ersten Jahr landeten sie auf Platz 3 und im nächsten Jahr wurden sie Vizemeister. Dann trennten sich die Wege.

In der spanischen Hauptstadt würde Ancelotti mit David Alaba auf einen Bekannten aus München treffen. Der Abwehrspieler hatte erst am Wochenende seinen Wechsel zum "Weißen Ballett" bekannt gegeben.

Bei Everton könnte laut der Webseite "The Athletic" unter anderem Glasgow-Rangers-Trainer Steven Gerrard auf Ancelotti folgen. Er ist eine Ikone des Lokalrivalen Liverpool. Es bleibt aufregend im europäischen Trainergeschäft.

18:49 Uhr

Olympische Spiele sind für Japan nicht oberste Priorität

Der innenpolitisch unter Druck stehende japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga wehrt sich gegen Kritik an seiner Corona- und Olympia-Politik. "Es ist meine Pflicht, das Leben und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Auf die Olympischen Spiele wird nicht die Priorität gelegt", bekräftigte Suga laut örtlichen Medienberichten bei einer Sitzung des Gesundheitsausschusses des Oberhauses. Die Prämisse für die Spiele sei der Schutz der Menschen, nachdem geeignete Maßnahmen gegen Infektionen bei Sportlern und Funktionären getroffen worden seien.

Der Ministerpräsident hatte im Januar noch erklärt, die Spiele würden als Beweis dienen, "dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat". An diesem Gedanken habe sich nichts geändert, wurde Suga weiter zitiert. Er hatte vor wenigen Tagen den Corona-Notstand für Tokio sowie acht weitere Präfekturen bis zum 20. Juni verlängert.

18:13 Uhr

Grubauer winkt ganz besondere Auszeichnung

Philipp Grubauer hat Chancen, in diesem Jahr zum besten Torhüter der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL gekürt zu werden. Der 29 Jahre alte Nationaltorhüter der Colorado Avalanche ist einer von drei Kandidaten auf die Vezina Trophy, die jede Saison an den besten Goalie vergeben wird. Ausschlaggebend ist das Votum der General Manager der Teams. Die beiden anderen Kandidaten sind Marc-Andre Fleury von den Vegas Knights und Andrej Wassilewski von Tampa Bay Lightning. Das teilte die NHL mit.

Olaf Kölzig ist bislang der einzig deutschstämmige Torhüter, der die Vezina-Trophy im Jahr 2000 gewann.

17:58 Uhr

Der Ski-Alpin-Sport hat ein neues Traumpaar

Ski-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin hat es eiskalt erwischt. Die 26 Jahre alte US-Amerikanerin hat sich in den Norweger Aleksander Aamodt Kilde verliebt. "Ja, wir sind zusammen", bestätigte der Gesamtweltcupsieger von 2020 in der Tageszeitung "VG": "Es ist noch ganz frisch. Wir kennen uns seit sechs Jahren - und jetzt hat es gefunkt. Es ist sehr schön", ergänzte Kilde.

Gestern Abend hatte Shiffrin ein Bild des Paares in ihrer Instagram-Story geteilt. Darauf hält der 28-Jährige sie im Arm und zeigt mit der anderen Hand das Victory-Zeichen. Auch Kilde stellte das Foto ins Netz und versah es mit dem Kommentar: "Wenn ihr es wisst, wisst ihr es ... und jetzt wisst ihr es."

17:17 Uhr

FC Bayern offenbar interessiert an Bundesliga-Torhüter

Torhüter Stefan Ortega von Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld liebäugelt weiter mit einem Wechsel zu Rekordmeister Bayern München. "Das ist der FC Bayern München, der beste deutsche Verein, einer der besten Vereine der Welt", sagte der 28 Jahre alte Schlussmann bei Sport1: "Es wäre doof zu sagen, das höre ich mir nicht an."

Das angebliche Interesse der Bayern zeige, "dass man nicht so viel verkehrt gemacht haben kann", sagte Ortega, der im Falle eines Ausfalls der für die EM nominierten Keeper Manuel Neuer, Bernd Leno oder Kevin Trapp nachnominiert werden würde.

Dennoch wisse Ortega, "was ich hier in Bielefeld habe". Ein Angebot zur Verlängerung seines im nächsten Jahr auslaufenden Vertrags seitens der Arminia "höre ich mir genauso an", betonte der ehemalige Torhüter von 1860 München. Die Entscheidung dürfe allerdings nicht "einfach aus dem Bauch heraus" getroffen werden.

16:19 Uhr

Unfall nach Pressekonferenz: Nächster Tennis-Star zieht von French Open zurück

Bei Naomi Osaka war es die mentale Gesundheit, die einen Rückzug bei den French Open notwendig machte. Die Nummer 2 der Tennisweltrangliste erklärte das gestern unter anderem mit dem Druck, den sie bei Pressekonferenzen empfinde und kündigte eine Auszeit an. Und eine solche Presserunde sorgt nun offenbar auch für den nächsten unfreiwilligen Abschied vom Grand-Slam-Turnier in Paris. Diesmal ist es die körperliche Fitness.

Petra Kvitova twittert, dass sie "mit großer Enttäuschung" ihr vorzeitiges Aus verkünden muss. Die Tschechin ist nach eigener Aussage bei den obligatorischen Terminen nach ihrem Match "gefallen und dabei habe ich meinen Knöchel verletzt". Nach eingehenden Untersuchungen bleibt ihr demnach nur die Aufgabe. "Es ist unfassbares Pech", so Kvitova, die nun zur Rasensaison in wenigen Wochen ihr Comeback anpeilt.

16:12 Uhr

Die große Leere: Löws Wunsch nach Anonymität

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Joachim Löw wartet auf den Abschied.

(Foto: imago images / ActionPictures)

Nach dem großen Triumph folgte die große Leere. In einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit berichtet Bundestrainer Joachim Löw über die Zeit nach dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014. Damals, so Löw, sei er "nicht weit weg von einer depressiven Verstimmung" gewesen.

Aus Brasilien war es für Löw damals nach Sardinien gegangen. Dort habe er viel nachgedacht und sich gefragt: "Wo sind meine Leute, wo ist mein Team, wo sind meine Spieler, wo sind die Ziele?"

Manchmal sehne er sich nach Anonymität. "Das ist der Preis dieses Lebens als Bundestrainer. Ich habe mir so etwas wie einen Panzer zugelegt. Vor allem, als mir so richtig bewusst wurde, eine Person des öffentlichen Lebens zu sein", sagt Löw. Richtig glücklich sei er zuletzt ganz am Anfang seiner Trainerkarriere gewesen, "bei der Amateurmannschaft. Da war die Freude am reinsten". Nach der Europameisterschaft wird Löw seine Amtszeit als Bundestrainer beenden. Eine sofortige Rückkehr auf die Trainerbank hatte er zuletzt ausgeschlossen.

15:34 Uhr

Bürkis Degradierung beim BVB hat wohl nicht nur sportliche Gründe

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Bürki und Hitz wechselten in der laufenden Saison mehrfach.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Gestern bestätigte Borussia Dortmund, was die Spatzen schon lange lautstark von den Dächern der Ruhrpott-Metropole pfiffen: Keeper Gregor Kobel wechselt vom VfB Stuttgart zum BVB. Ein (wenn auch absehbarer) Nackenschlag für Roman Bürki, der nach seiner Degradierung zur Nummer zwei im Verlauf der gerade beendeten Saison wohl endgültig ins zweite Glied treten oder den Klub verlassen muss. Dass Bürkis Degradierung im Saisonverlauf "nicht ausschließlich sportliche Gründe hatte, ist rund um den Borsigplatz ein offenes Geheimnis", verkünden die "Ruhr Nachrichten".

Da Bürkis Leistungen denen von Marwin Hitz, der seinen Schweizer Landsmann verdrängte, nicht wirklich nachstünden, liegen Differenzen auf zwischenmenschlicher Ebene nahe, lautet die Schlussfolgerung der Zeitung. Ob es sich dabei um Probleme mit den Mitspielern oder den Verantwortlichen handelt, lässt der Bericht offen. Zuletzt geriet Bürki zwar eher unrühmlich in die Schlagzeilen, als er den BVB-Sponsor Eurowings auf eine hohe Summe verklagte, öffentlich stellten sich die Klub-Bosse allerdings zuletzt hinter den 30-Jährigen.

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14:31 Uhr

Kanada vor WM-Debakel - und DEB-Team weiß jetzt, was fürs Weiterkommen hermuss

Kanada muss bei der Eishockey-WM nach seinem letzten Vorrundenspiel weiter um die Teilnahme am Viertelfinale zittern. Nach dem 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen Titelverteidiger Finnland hängt das Weiterkommen des 26-maligen Weltmeisters vom Showdown in der Gruppe B zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Gastgeber Lettland am Abend (19.15 Uhr/Sport1 und im Liveticker bei ntv.de) ab.

Sollte das Abendspiel nicht in die Verlängerung gehen, stünde Kanada in der K.o.-Runde. Andernfalls wäre die Auswahl aus dem Eishockey-Mutterland vorzeitig ausgeschieden - und erstmals in der WM-Geschichte nicht unter den besten Acht. Dem deutschen Team würde somit ein Punkt gegen Lettland zum Weiterkommen reichen.

14:07 Uhr

Pandemie sorgt für deutlich weniger Dopingkontrollen in Deutschland

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ist von der Corona-Pandemie in ihrer Arbeit erwartungsgemäß beeinträchtigt worden. Im Jahr 2020 führte die NADA 9572 Trainings- und Wettkampfkontrollen durch (2019: 12.910). Der wesentliche Unterschied zum vorherigen Jahr resultierte aus einem Minus von gut 3000 Wettkampfkontrollen.

"Aufgrund der vielen Wettkampfabsagen konnten in diesem Bereich die Kontrollen nicht im gewohnten Maß durchgeführt werden", sagte die Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020. Als Auswirkung von COVID-19 musste die NADA im Frühjahr 2020 die Durchführung klassischer Dopingkontrollen zudem für knapp zwei Monate aussetzen.

Die Kontrollen seien aber "trotz Lockdown auf hohem Niveau weitergelaufen", beteuerte Gotzmann. Die NADA habe verstärkt an "innovativen Lösungen gearbeitet, um die sauberen Sportler*innen insbesondere während der ersten COVID-19-Welle und der Aussetzung von klassischen Dopingkontrollen zu unterstützen".

13:28 Uhr

Anzeige ist raus: 1. FC Köln droht Ärger nach Klassenerhalt

Die Polizei hat eine nächtliche Party des 1. FC Köln in der Nacht zu Sonntag wegen Ruhestörung und Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung aufgelöst. Ein Sprecher der Polizei sagte, ein Streifenteam sei zu dem Einsatz um 3.15 Uhr in eine eigentlich geschlossene Kölner Bar gerufen worden. Neben Geschäftsführer Alexander Wehrle seien bei der Feier ein Großteil der Mannschaft und einzelne Betreuer anwesend gewesen. Dem Polizeisprecher zufolge wird ein Verfahren gegen alle Anwesenden und den Betreiber wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet.

"Die Feier war spontan organisiert worden und der Euphorie geschuldet. Wir können uns nur dafür entschuldigen. Wir sind unserer Vorbildfunktion nicht gerecht geworden. Wir wissen, dass so etwas in Pandemie-Zeiten nicht vorkommen darf", sagte Wehrle dem "Kölner Stadtanzeiger" und der "Bild". Zum Zeitpunkt der Party galt in Köln eine nächtliche Ausgangssperre.

12:54 Uhr

"Total glücklich": Bobic lobt Friedrich - der bleibt Sportdirektor

Arne Friedrich bleibt Sportdirektor beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Dies verkündete Fredi Bobic bei seiner Vorstellung als neuer Geschäftsführer Sport.

  • Ex-Hertha-Kapitän Friedrich, der 2019 als Performance Manager zurückgekommen war, wurde vor der abgelaufenen Saison zum Sportdirektor befördert. Zuletzt hatte er seine Zukunft jedoch offen gelassen.
  • "Ich bin total glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu überzeugen", sagte Bobic. Friedrich hatte im Januar die sportliche Abteilung verantwortet, nachdem sich der Klub von Bobics Vorgänger Michael Preetz und Ex-Trainer Bruno Labbadia getrennt hatte. Auf der Mitgliederversammlung am Sonntag war bereits verkündet worden, dass der aktuelle Coach Pal Dardai auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird.
11:56 Uhr

U21 im Elfmeter-Glück: "Viel spricht für Wiederholung des EM-Erfolgs von 2017"

Deutschland erreicht bei der U21-Europameisterschaft in Ungarn das Halbfinale. Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz gewinnt gegen Dänemark nach einem Thriller mit 6:5 im Elfmeterschießen. ntv-Sportreporter Timo Latsch berichtet über den verrückten Fußball-Abend und die weiteren Chancen.

11:17 Uhr

"Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!": 15.000 EM-Zuschauer in München?

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Wie voll wird die Arena?

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich angesichts der sinkenden Coronazahlen für 15.000 Zuschauer in der Münchner Allianz Arena bei der anstehenden Fußball-EM ausgesprochen. "Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön", sagte der Freie-Wähler-Vorsitzende im BR-Fernsehen: "Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!"

  • Mit Blick auf die EM vom 11. Juni bis 11. Juli kritisierte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident, dass weiterhin unklar sei, ob Fans zu den Spielen in die Spielstätte des deutschen Rekordmeisters dürfen.
  • Andere Länder hätten bereits höhere Zuschauerkapazitäten beschlossen, Deutschland müsse entsprechend nachlegen. "Wir müssen das jetzt in den nächsten Tagen auf die Reihe kriegen", forderte Aiwanger.
  • Aiwanger forderte schnelle Lockerungen und entsprechend mehr Publikum bei größerer Fläche. "Ich gehe davon aus, dass wir diese Zahl erhöhen, unbedingt", sagte er. "Wir müssen nur die Dinge zusperren, wo ein nachweisbares Infektionsrisiko besteht."
  • Trotz der Entscheidung der UEFA für die Stadt München als EM-Spielort gibt es seitens der bayerischen Staatsregierung bisher keine Garantie für Zuschauer im Stadion.
11:03 Uhr

Müller und Bierhoff gratulieren U21: "Was ein Nervenspiel"

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat der deutschen U21-Auswahl aus dem Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft zum Einzug ins EM-Halbfinale gratuliert. "Was für ein Nervenspiel unserer U21. Glückwunsch an Stefan Kuntz und das gesamte Team zum Einzug ins Halbfinale. Ihr habt Euch nie aufgegeben und Widerstände überwunden", sagte Bierhoff via Twitter.

  • Die deutsche U21 hatte am Montag das Viertelfinale gegen Dänemark mit 6:5 im Elfmeterschießen gewonnen. Lukas Nmecha vom RSC Anderlecht hatte das DFB-Team erst in der 88. Minute mit seinem Tor zum 1:1 in die Verlängerung gerettet, nach 120 Minuten stand es 2:2.
  • "Jetzt ist noch mehr drin", sagte Bierhoff weiter. Auch Nationalspieler Thomas Müller schickte Grüße nach Ungarn. "Holt euch den Pott. Viel Erfolg fürs Halbfinale", schrieb er bei Twitter.
09:56 Uhr

Matthäus über EM-Kader: "Das größte Problem heißt Toni Kroos"

Joachim Löw nominiert den DFB-Kader für die Fußball-Europameisterschaft und holt Matts Hummels und Thomas Müller in die Nationalmannschaft zurück. Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus begrüßt die Entscheidung, erkennt aber vor allem in der Defensive auch arge Schwachstellen.

09:22 Uhr

Depressionen öffentlich gemacht: Sportstars bewundern Osakas Mut

Stars aus der Sportszene haben mit Sorge und großem Respekt auf Naomi Osakas Ausstieg bei den French Open der Tennisprofis reagiert. "Ich hoffe wirklich, dass es ihr gut geht", schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova bei Twitter: "Als Sportler wird uns beigebracht, auf unseren Körper zu achten, und vielleicht kommt der mentale und emotionale Aspekt zu kurz."

  • Osaka hatte sich am Montag nach einem Streit um ihren Medien-Boykott aus den French Open zurückgezogen. In einem öffentlichen Statement teilte die 23-jährige Japanerin mit, seit den US Open 2018 immer wieder unter Depressionen zu leiden.
  • "Bleib stark. Ich bewundere deine Verwundbarkeit", twitterte US-Tennisprofi Coco Gauff. "Ich respektiere ihre Entscheidung. Ich respektiere, was sie tut. Wirklich kommentieren kann ich es nicht. Jeder hat mit seinen Sachen zu tun", sagte die Amerikanerin Sofia Kenin.
  • Auch Basketball-Superstar Stephen Curry meldete sich zu Wort. "Du hättest nie in die Lage kommen dürfen, eine solche Entscheidung treffen zu müssen - aber es ist verdammt beeindruckend, dass du den schwierigen Weg nimmst, wenn die Mächtigen die Ihren nicht schützen. Großer Respekt", schrieb der NBA-Profi von den Golden State Warriors.
08:42 Uhr

"Bis fünfzehn Herzschläge mehr": Triathlon-Champion mit heftigen Corona-Auswirkungen

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Jetzt ist wieder alles okay bei Lange.

(Foto: imago images/HMB-Media)

Der zweimalige Hawaii-Champion Patrick Lange hatte mehrere Wochen ernsthaft mit den Folgen einer Corona-Erkrankung zu kämpfen. "Ich war sehr gut in Form, aber nach der Infektion hatte ich bei gleicher Belastung plötzlich zehn bis fünfzehn Herzschläge mehr", sagte der 34-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Es hat lange gedauert, bis ich wieder richtig in Tritt kam, rund sechs Wochen."

  • Nun ist er langsam wieder zurück auf Topniveau, nach Platz vier bei der Challenge Gran Canaria gewann Lange zuletzt den Ironman Tulsa. "Ich wollte ein Statement abgeben und den anderen zeigen, ich bin wieder da", sagte der Weltmeister von 2017 und 2018. Er traue sich zu, Titelverteidiger Jan Frodeno am 9. Oktober auf Hawaii einen harten Kampf zu bieten.
  • "Wenn wir beide verletzungsfrei und fit an der Startlinie stehen, können wir uns auf ein geiles Rennen freuen", sagte Lange: "Wir beide zusammen auf der Laufstrecke, ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das wäre die Traumvorstellung für mich und sicher auch für Jan. Das ist das Szenario, das wir in jedem Training im Kopf haben. Darauf bereiten wir uns vor."
07:54 Uhr

Ex-Bayern-Profi wegen Corona im Krankenhaus

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Vidal geht es mies.

(Foto: dpa)

Der frühere Bundesligaprofi Arturo Vidal ist aufgrund einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der chilenische Mittelfeldspieler vom italienischen Meister Inter Mailand wurde mit Fieber und einer Mandelentzündung in eine Klinik in der Hauptstadt Santiago de Chile gebracht.

  • Weitere Coronafälle in den Reihen der Nationalmannschaft, die am vergangenen Freitag komplett geimpft worden war, gab es nicht. Das teilte der Fußballverband des Landes mit.
  • Vidal war nach dem Gewinn der Meisterschaft in seine Heimat gereist, um sich mit dem Nationalteam auf die Begegnungen der WM-Qualifikation gegen Argentinien und Bolivien vorzubereiten. Nach vier Spielen belegt Chile mit vier Punkten den sechsten Rang.
07:36 Uhr

Hummels im Interview: Gegner darf "keinen Bock haben gegen uns zu spielen"

Mats Hummels soll die DFB-Mannschaft als Führungsspieler und Abwehrchef auf dem Weg zum EM-Titel unterstützen. Im Interview spricht der Rückkehrer über den Zustand des Teams, einen möglichen Turniergewinn und seine Freundschaft zu Thomas Müller.

06:58 Uhr

Zeitreise zur "besten Mannschaft, die der FC Bayern jemals hatte"

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Zurück ins Jahr 2013.

(Foto: imago sportfotodienst)

Am 1. Juni 2013 war es so weit: Der FC Bayern feierte das historische Triple. Nach einem 3:2 im Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart war die Krönung heute vor acht Jahren perfekt.

  • Frühzeitig hatte der Rekordmeister 2013 den nationalen Titel gefeiert - und das mit 25 (!) Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund. In Wembley gelang den Bayern dann dank Siegtorschütze Arjen Robben im deutsch-deutschen Champions-League-Finale gegen den BVB (2:1) die Wiedergutmachung für die bittere Pleite im "Finale dahoam" 2012 gegen den FC Chelsea - ehe sie ein herausragendes Jahr mit dem Pokaltriumph krönten.
  • Es war das erste Triple einer deutschen Fußball-Mannschaft. Überhaupt hatte es dies in der langen Geschichte des europäischen Fußballs bis dahin nur achtmal gegeben. Selbst "Kaiser" Franz Beckenbauer, Mitglied der legendären Bayern-Elf der 1970er-Jahre, sprach ehrfurchtsvoll von "der besten Mannschaft, die der FC Bayern jemals hatte".
  • Der ehemalige Präsident Uli Hoeneß betonte, er könne sich "nicht vorstellen, dass das wiederholbar ist". Im Vorjahr wurde er widerlegt: Triple - und insgesamt sogar sechs Titel.
06:04 Uhr

Matthäus: "Pep allein hat Manchester City um den Pokal gebracht"

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus gibt Trainer Pep Guardiola die Hauptverantwortung für die 0:1-Niederlage des englischen Meisters Manchester City im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea. "Pep allein hat Manchester City um den Pokal gebracht", schrieb der 60-Jährige in seiner Kolumne bei Sky.

  • Guardiola habe durch seine Aufstellung dem Klub und den Fans "die Champions League gestohlen und er muss sich die harte Kritik von allen Seiten jetzt zu Recht anhören".
  • Matthäus warf ihm Experimente zum völlig falschen Zeitpunkt vor. "Das ist das Schlechteste, was ein Trainer nur machen kann. Unerklärlich und unverzeihlich."
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