Freitag, 26. März 2021Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Sebastian Schneider
22:16 Uhr

Vertuschte Testergebnisse: Lazio kommt glimpflich davon

In der Affäre um vermeintlich vertuschte Testergebnisse von Stürmer Ciro Immobile sind der italienische Fußball-Erstligist Lazio Rom und dessen Besitzer Claudio Lotito verurteilt worden. Das Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes FIGC verhängte eine Sperre über sieben Monate gegen Lotito, dem Verstöße gegen das Corona-Schutzprotokoll vorgeworfen worden. Lazio soll 150.000 Euro Strafe zahlen, zwei in dem Fall involvierte Ärzte wurden für ein Jahr für jede Tätigkeit im Fußball gesperrt.

  • Immobile war Ende Oktober 2020 und Anfang November jeweils positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dazwischen gab es jedoch auch negative Testergebnisse - ausgestellt von einem von Lazio beauftragten Labor. Immobile lief trotz aller Unklarheiten in der Liga für die Römer auf.
  • Im Fokus der Ermittlungen stand die Frage, ob Lotito einen befreundeten Chef eines Labors in Avellino zur Vertuschung positiver Ergebnisse angestiftet hat.
  • Lazio erhielt zumindest keine weiteren Sanktionen, die das sportliche Abschneiden beeinträchtigen würden. Harte Strafen wie ein Punktabzug oder gar der Zwangsabstieg in die Serie B wären möglich gewesen.
21:39 Uhr

Lohmeyer: "Gelsenkirchen ist ohne Schalke wenig"

Die große Liebe zu seinem Herzensklub hat zuletzt arg gelitten: Peter Lohmeyer sorgt sich um den FC Schalke 04. Nach den jüngsten Turbulenzen beim Schlusslicht der Fußball-Bundesliga hofft der Schauspieler auf einen radikalen Schnitt. "Ob der Verein in der Bundesliga oder der 2. Liga spielt, ist mir wirklich völlig egal. Er wird zu 99 Prozent in der 2. Liga spielen. Was mich grundsätzlich interessiert ist, dass man da den Verein womöglich auf links dreht. Wenn das nicht möglich ist - eigentlich verlässt man nie einen Verein - dann könnte mein Interesse echt nachlassen", sagte Lohmeyer.

Nach Meinung des 59 Jahre alten Wahl-Hamburgers wurden auf Schalke in der Vergangenheit bedenkliche Fehler gemacht: "Was zur Krise geführt hat, ist diese Großmannssucht, dieses immer mehr und immer mehr. Man hat überhaupt nicht darauf geachtet, worum es geht: Um 60 000 Menschen, die jedes Wochenende gucken, dass sie sich diese Karte leisten können, denen ein Vergnügen zu bereiten." Lohmeyer verwies auf die große Bedeutung des Traditionsklubs für die Region: "Fußballvereine sind nicht nur Fußballvereine, sondern soziale Komponenten, die wahnsinnig wichtig sind. Gelsenkirchen ist ohne Schalke wenig. Das ist für mich auch Heimat - und Heimat darf nicht sterben."

21:27 Uhr

Terminhatz-Kritik verärgert Chef der Handball-Bundesliga

Die Chefs der Handball-Bundesliga (HBL) haben verärgert auf die Terminhatz-Aussagen aus dem Lager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel reagiert. HBL-Präsident Uwe Schwenker nannte die Ansichten von THW-Trainer Filip Jicha "unreflektiert" und "unfair", Ligen-Geschäftsführer Frank Bohmann wollte die Aussagen "dringend ins rechte Licht rücken".

"Ob die aktuelle Spieltagsplanung tatsächlich karriereverkürzend ist, ist eine sehr steile Annahme", sagte Bohmann: "Wir könnten alternativ die Liga auch abbrechen, dies würde in dieser für alle existenzbedrohenden Situation den Geldhahn abdrehen, und es wäre für viele Beteiligte im gesamten Handball sicherlich deutlich karriereverkürzender." Jicha hatte angesichts des eng getakteten Spielplans im NDR-Interview von einer belastenden Situation für Spitzensportler gesprochen, "die definitiv Spuren hinterlassen wird. Hinten heraus werden diese Wochen der Terminhatz manche Profikarrieren sicherlich etwas abkürzen. Davon bin ich überzeugt", so Jicha. Die Terminhatz in der Corona-Krise sei "einfach irre".

20:43 Uhr

DFB macht "Human-Rights"-Botschaft mit Video kaputt

War die Botschaft, die die DFB-Elf vor dem WM-Qualifikationsspiel sendete, etwa doch nicht so spontan, wie sie aussehen sollte? "Human Rights" hatten sich die Spieler auf ihre Einlaufshirts geschrieben. Angelehnt an die viel gelobte Aktion der norwegischen Nationalspieler einen Abend zuvor. Bundestrainer Joachim Löw hatte es als "ein sehr, sehr gutes und wichtiges Zeichen" gelobt.

Und doch bleibt nun ein fader Beigeschmack. Denn der DFB veröffentlichte bei Twitter ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die Spieler die Buchstaben auf ihre Shirts malen. Gut dokumentiert, werbedienlich hergerichtet. Das stößt vielen auf, die auf eine wirklich spontane, von den Spielern ausgehende Idee gehofft hatten.

20:03 Uhr

Hülkenberg ergattert doch noch einen Job in der Formel 1

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Hülkenberg könnte auch 2021 in der Formel 1 fahren.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Sebastian Vettel bekommt beim Formel-1-Rennstall Aston Martin deutsche Gesellschaft. Nico Hülkenberg wird in dieser Saison Ersatzfahrer des Teams, das bis zum vergangenen Jahr noch Racing Point hieß. Zudem könnte Hülkenberg eine ähnliche Rolle bei einigen Events auch für den Weltmeister-Rennstall Mercedes ausfüllen. Das bestätigte Hülkenberg am Freitag im Vorfeld des Großen Preises von Bahrain (Sonntag, 17 Uhr MESZ im ntv.de-Liveticker) bei ServusTV.

  • Bei Mercedes könnte Hülkenberg dann als Ersatz fungieren, wenn die eigentlichen Reserve-Fahrer des Teams, Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries, in der Formel E aktiv sind. Überschneidungen zwischen der Formel 1 und der Elektrorennserie gibt es nach aktuellem Stand während der Grands Prix in Barcelona (9. Mai), Monaco (23. Mai) und Baku (6. Juni).
  • Hülkenberg hatte Ende 2019 seinen Stammplatz bei Renault in der Formel 1 verloren. Bei Racing Point sprang er allerdings 2020 insgesamt dreimal ein, weil Sergio Perez und Lance Stroll wegen Corona-Erkrankungen fehlten. Für den Racing-Point-Vorgänger Force India saß Hülkenberg 2012 sowie von 2014 bis 2016 im Cockpit.
19:18 Uhr

DFB verlegt Pokalhalbfinale aus dem Mai in den April

Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem Sieger des noch ausstehenden Viertelfinales Jahn Regensburg gegen Werder Bremen und RB Leipzig wird verlegt. Statt wie ursprünglich geplant am 2. Mai findet die Begegnung nun am 30. April (20.30 Uhr/ARD, Sky und im Liveticker bei ntv.de) statt.

Zweitligist Regensburg und Bremen ermitteln erst am 7. April den Gegner von Leipzig. Die Viertelfinal-Partie war am 2. März wegen einiger Coronafälle beim SSV abgesagt worden. Im zweiten Pokal-Halbfinale treffen am 1. Mai Borussia Dortmund und Bayern-München-Bezwinger Holstein Kiel aufeinander.

18:30 Uhr

Haalands Coach begrüßt DFB-Botschaft

Der norwegische Fußball-Nationaltrainer Ståle Solbakken glaubt, dass die Menschenrechtsaktion der deutschen Mannschaft beim Spiel gegen Island Wirkung zeigen werde. "Das war wirklich einer der ganz Großen, der uns gefolgt ist", sagte der frühere Bundesliga-Trainer der norwegischen Zeitung "Verdens Gang". Unabhängig von der Zahl der Fernsehzuschauer habe die Aktion "einen guten Effekt", sagte der ehemalige Coach des 1. FC Köln.

17:29 Uhr

Geiger räumt beim Saisonfinale nochmal ab

Karl Geiger hat den zweiten Skiflug-Weltcup beim Saisonfinale im slowenischen Planica gewonnen. Der Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf setzte sich nach einem gewerteten Durchgang mit einer Weite von 232,0 Meter vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (231,0) und Lokalmatador Bor Pavlovcic (227,5) durch.

Das Finale wurde einen Tag nach dem schrecklichen Sturz des Norwegers Daniel Andre Tande wegen zu starken Windes abgesagt.

16:55 Uhr

Russell: "Haas hat neue Fahrer, das müssen wir ausnutzen"

Am Ende der vergangenen Saison kann George Russell vor allem als Back-Up von Lewis Hamilton beeindrucken. Für das neue Jahr rechnet der Williams-Fahrer mit einem schwierigen Start. Im Interview spricht er über die neuen Haas-Fahrer, Probleme mit dem Wind und den "beeindruckenden" Kimi Räikkönen.

15:46 Uhr

Bericht: BVB legt wohl Mega-Ablöse für Haaland fest

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Bleibt er oder geht er?

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Erling Haaland bleibt das beherrschende Thema auf dem internationalen Transfermarkt. Der BVB soll nun intern eine Schmerzensgrenze für einen Transfer im Sommer festgelegt haben. Wie "ESPN" nun von nicht näher genannten Quellen erfahren haben soll, liege die geforderte Ablösesumme der Dortmunder bei 180 Millionen Euro.

Der BVB will bei Haaland dem Bericht zufolge die gleiche Taktik wie bei Jadon Sancho fahren. Heißt: Unter der festgelegten Summe geht gar nichts. Offerten, die unter besagten 180 Millionen Euro liegen, können sich die interessierten Klubs demnach direkt sparen. Laut "ESPN" waren die Verantwortlichen des FC Chelsea zuletzt noch fest davon ausgegangen, Haaland von einem Wechsel in diesem Sommer überzeugen zu können. Das war allerdings der Status quo, bevor die Dortmunder die neue Ablöse festlegten. Auch andere Spitzenklubs wie der FC Barcelona, Real Madrid oder Manchester United werden nicht in der Lage sein, in diesem Sommer 180 Millionen Euro für einen Spieler auszugeben.

Mehr zu Gerüchten und Ablösesummen lesen Sie bei sport.de.

15:03 Uhr

Afrikanischer Underdog feiert Fußball-Märchen

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Die Qualifikation für den Afrika-Cup ist den Komoren noch nie gelungen.

(Foto: picture alliance / empics)

Tausende Fans in der Hauptstadt Moroni feierten ausgelassen ihr sportliches Märchen: Die Komoren haben sich erstmals für den Afrika-Cup qualifiziert, für den kleinen Inselstaat aus dem indischen Ozean ist dies bislang der mit Abstand größte Erfolg seiner Fußball-Geschichte. Dem Team von Trainer Amir Abdou reichte ein 0:0 gegen Togo, um sich vorzeitig das Ticket für das Turnier im Januar und Februar 2022 in Kamerun zu sichern.

Die Begeisterung bei den knapp 850.000 Einwohnern war entsprechend groß. Trotz Ausgangssperre und Corona-Beschränkungen versammelten sich die Anhänger auf den Straßen Moronis und vor dem Teamhotel zu spontanen Partys. Die Polizei setzte vereinzelt zwar Tränengas ein, doch die Menge ließ sich davon nicht beeindrucken. "Es gibt kein Corona, es gibt keine Ausgangssperre", riefen die glücklichen Fans der "Coelacanths" (Quastenflosser). Die Komoren sind erst seit 2005 FIFA-Mitglied. Zum Abschluss der Qualifikation am Montag in Kairo gegen Ägypten könnte der große Underdog, der 130. der Weltrangliste ist, sogar den Gruppensieg holen. Gegen Togo standen nur drei Spieler in der Startelf, die in einer ersten Liga in Europa aktiv sind.

14:14 Uhr

Schumacher feiert kleinen Sieg bei seinem offiziellen Formel-1-Debüt

Mick Schumacher hat im Auftakttraining zu seinem Renndebüt in der Formel 1 zumindest seinen Teamkollegen geschlagen. Der 22 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher kam bei Temperaturen von weit über 30 Grad in der Wüste von Bahrain im unterlegenen Haas-Rennwagen nicht über den vorletzten Platz hinaus. Fast eine halbe Sekunde war er dabei aber schneller als sein russischer Stallrivale Nikita Mazepin.

Die erste Trainingsbestzeit der neuen Saison sicherte sich Max Verstappen. Der Niederländer bestätigte damit vorerst auch die starken Leistungen mit dem Red Bull bei den Testfahrten an gleicher Stelle vor zwei Wochen und weckte Hoffnungen auf einen spannenden WM-Kampf. Auf Rang zwei im Training schaffte es Valtteri Bottas im Mercedes, Titelverteidiger und Siebenfach-Champion Lewis Hamilton wurde im zweiten erneut schwarz lackierten Silberpfeil Vierter. Zwischen die beiden drängte sich noch Lando Norris von McLaren. Sebastian Vettel kam im Aston Martin nicht über den zwölften Platz beim Auftakt zum Großen Preis von Bahrain hinaus.

13:33 Uhr

Immerhin einer von drei deutschen Herstellern bleibt in der Formel E

Nach den Absagen von Audi und BMW hat der erste deutsche Hersteller seinen mittelfristigen Verbleib in der Formel E verkündet. Porsche wird auch von 2022 bis 2026 in der Elektro-Rennserie an den Start gehen, wenn die dritte Fahrzeug-Generation zum Einsatz kommt. Das teilte der Sportwagen-Hersteller mit.

"Mit der neuen Rennwagengeneration beginnt für die Formel E das nächste Kapitel", sagte Porsches Motorsport-Leiter Fritz Enzinger: "Und da wollen wir auf jeden Fall dabei sein. Mit unserem Einstieg 2019 haben wir uns klar zur Formel E bekannt." Die Serie biete das beste Umfeld, um die Entwicklung in den Bereichen Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Audi und BMW dagegen hatten im vergangenen Dezember ihren Abschied nach der aktuell laufenden Saison verkündet.

13:07 Uhr

Xabi Alonso teilt Entscheidung über seine Zukunft mit

Ein möglicher Wechsel von Trainer Xabi Alonso zu Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist endgültig vom Tisch. Der einstige Welt- und Europameister hat seinen Vertrag bei der zweiten Mannschaft des spanischen Erstligisten Real Sociedad bis 2022 verlängert. "Ich möchte in diesem sehr attraktiven Projekt weiter wachsen", sagte der frühere Bayern-Profi.

"Bild" und "Sport Bild" hatten Alonso Anfang der Woche noch als künftigen Gladbach-Trainer ausgerufen. Der frühere Mittelfeldspieler hatte wohl auch Kontakt zu Sportdirektor Max Eberl, der einen Nachfolger für Marco Rose sucht. Doch Alonso und Gladbach entschieden sich dann doch anders.

12:47 Uhr

Im Vorfeld bis zu 50 Infizierte: DJB zieht Judo-Team von Turnier ab

Der internationale Sport hat sein nächstes Superspreading-Event. Im Trainingscamp im Vorfeld des Grand-Slam-Turniers von Tiflis/Georgien (26. bis 28. März) sollen sich nach Schätzungen des Deutschen Judo-Bundes (DFB) 40 bis 50 Personen infiziert haben. Der DJB beklagt ebenfalls positive Fälle und hat seine Mannschaften aus Tiflis abgezogen.

"Durch den Rückzug der Mannschaften gehen uns wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation verloren, aber die Gesundheit der Athleten hat absoluten Vorrang", sagte Frank Doetsch, Sprecher des DJB-Vorstandes, dem SID. Im deutschen Frauenteam soll es einen positiven Fall gegeben haben, der noch weiter überprüft wird. Das Männerteam beklagt sechs infizierte Personen.

11:59 Uhr

FIFA lässt erstmals zwei Frauen die WM-Quali der Männer pfeifen

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Frappart pfiff 2019 bereits den UEFA-Supercup der Männer zwischen Liverpool und Chelsea.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Die Fußball-Schiedsrichterinnen Stephanie Frappart aus Frankreich und Katerina Monsul (Ukraine) werden als erste Frauen Spiele der WM-Qualifikation der Männer pfeifen. Frappart ist für die Begegnung der Niederlande mit Lettland am Samstag (18.00 Uhr/DAZN) als Spielleiterin eingeteilt, Monsul wird am Sonntag (20.45 Uhr/DAZN) die Partie zwischen Österreich und den Färöern leiten.

"Auch wenn sie schon einige wichtige Spiele in Männer-Wettbewerben absolviert haben, ist es etwas Besonderes, ein WM-Qualifikationsspiel zu pfeifen. In den vergangenen Jahren haben sie schwer an sich gearbeitet und diese Ansetzungen sind die Anerkennung dafür, dass sie ihren Job gut gemacht haben", sagte Pierluigi Collina, Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission.

11:35 Uhr

Hoeneß macht sich für Matthäus als Bundestrainer stark

Die Frage, die Fußball-Deutschland in den kommenden Wochen und Monaten beherrschen wird: Wer beerbt Joachim Löw als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft? RTL-Länderspielexperte Uli Hoeneß warnte den DFB vor einer Notlösung und sieht unter anderem Lothar Matthäus als geeigneten Kandidaten.

"Lothar ist ein fantastischer Fußballfachmann und hat bewiesen, dass er was vom Fußball versteht", sagte Hoeneß im RTL-Studio im Anschluss an das 3:0 der deutschen Mannschaft gegen Island. "Von den Fähigkeiten her ist er geeignet." Der 69-Jährige plädierte vor allem aber dafür, auf eine langfristige Lösung zu setzen. Dass ein Coach als Übergangstrainer bis zur Übernahme von einem Wunschkandidaten wie Jürgen Klopp (FC Liverpool) oder Hansi Flick (FC Bayern) einspringt, hält Hoeneß "in der heutigen Medienlandschaft nicht akzeptabel. Es kann keine Zwischenlösung sein, sie muss Bestand haben."

10:54 Uhr

Kurz vor F1-Auftakt: Zwei Corona-Fälle im Vettel-Team

Kurz vor dem Saisonauftakt der Formel 1 in Bahrain hat es in Sebastian Vettels Team Aston Martin zwei Coronafälle gegeben. Das bestätigte ein Sprecher des Rennstalls am Freitag dem SID. Das Fachportal "racefans.net" hatte zuerst davon berichtet. Die betroffenen Mitarbeiter seien in Quarantäne, auch mit Blick auf die Kontaktpersonen würden "alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen" getroffen.

Nach SID-Informationen ist zumindest eine der beiden Personen im Catering angestellt und hat damit keinen direkten Kontakt zum Rennteam um Vettel und den Kanadier Lance Stroll.

10:11 Uhr

Im Video: Hoeneß zerlegt DFB-Führung in Wut-Rundumschlag

Sportlich gelingt dem DFB-Team im ersten WM-Quali-Spiel eine Art Befreiungsschlag. Uli Hoeneß lässt sich als neuer RTL-Länderspielexperte aber dadurch nicht vom Rest der Problematik ablenken: In einem minutenlangen Rundumschlag teilt er gegen die DFB-Führung aus.

09:43 Uhr

Löw: Klare Botschaft an FIFA und Katar ist "wichtiges Zeichen"

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Unübersehbar.

imago images/ActionPictures

Joachim Löw sieht die deutliche Botschaft seiner Spieler in Richtung des nächsten WM-Gastgebers Katar als "ein sehr, sehr gutes und ein wichtiges Zeichen". Die Nationalspieler hatten sich zum Mannschaftsfoto vor dem 3:0-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Island in Duisburg mit schwarzen Shirts und der Aufschrift "Human Rights" (Menschenrechte) präsentiert.

"Wir haben natürlich die WM vor uns. Darüber wird immer wieder diskutiert. Das möchten wir der Gesellschaft klarmachen, dass wir das nicht ignorieren. Dass wir ganz klar sagen, was für Bedingungen da herrschen müssen", sagte der Münchner Mittelfeldspieler Leon Goretzka bei RTL.

09:20 Uhr

Beim Schweden-Comeback hat es Ibrahimovic "im Magen gekitzelt"

Zlatan Ibrahimovic kämpfte mit den Tränen, nach seinem erfolgreichen Comeback für die schwedische Nationalmannschaft nach fast fünf Jahren war der 39 Jahre alte Superstar des AC Mailand von seinen Gefühlen überwältigt. "Es fühlt sich großartig an. Es hat in meinem Magen gekitzelt", sagte Ibrahimovic nach dem 1:0 seiner Schweden in der WM-Qualifikation gegen Georgien. Es habe sich angefühlt wie "mein erstes Länderspiel".

Der extrovertierte Stürmer stellte bei seiner Rückkehr seinen Wert für "Blagult" direkt unter Beweis. Ibrahimovic stand am Donnerstagabend in der Startelf von Nationaltrainer Janne Andersson und bereitete den Siegtreffer durch Viktor Claesson (35.) vor, bevor er in der 84. Minute ausgewechselt wurde. "Es war die Nacht der großen Rückkehr, vielleicht eine der mächtigsten, die wir je erlebt haben", kommentierte die schwedische Tageszeitung "Expressen". Es war Ibrahimovics Comeback, nachdem er nach dem Vorrundenaus bei der EM 2016 seine Länderspielkarriere nach 116 Auftritten und 62 Toren beendet hatte.

08:48 Uhr

FC Bayern verpasst vorzeitiges Weiterkommen

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Für den Sieg zu wenig.

(Foto: dpa)

Die Basketballer des FC Bayern München haben es nicht geschafft, sich vorzeitig für die Playoffs in der Euroleague zu qualifizieren. Zum einen unterlag der Bundesliga-Zweite bei Valencia Basket mit 76:83 (33:46), zum anderen erhielten die Münchner ohnehin keine Schützenhilfe von der Konkurrenz. Mit 19 Siegen aus 31 Spielen besitzen sie als fünftbestes Team aber weiter gute Chancen auf das Weiterkommen.

Bis zum Seitenwechsel bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus, im dritten Viertel drehten die Münchner auf. Ein 14:0-Lauf, angeführt vom starken Vladimir Lucic auf, brachte die 59:54-Führung. Den Schwung konnte München jedoch nicht in den Schlussabschnitt mitnehmen. Valencia kämpfte sich zurück und ging fünf Minuten vor dem Ende mit 70:68 wieder in Führung. Obwohl sich die Bayern gegen die drohende Niederlage stemmten, konnten sie diese nicht mehr abwenden.

08:12 Uhr

Grubauer jubelt im Spitzenspiel

Eishockey-Nationaltorwart Philipp Grubauer hat mit den Colorado Avalanche das NHL-Spitzenspiel gegen die Vegas Golden Knights gewonnen und in der West-Division nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichgezogen. Beim 5:1 musste der 29-Jährige zwar gleich den ersten Schuss passieren lassen, hielt danach aber alles, was auf sein Tor kam und verbesserte seinen persönlichen Rekord auf nun acht gewonnene NHL-Spiele in Serie.

Auch Verfolger Minnesota Wild um Nico Sturm punktete erneut dreifach und kam zu einem 2:0 gegen die St. Louis Blues. Vegas und Colorado haben nun beide 45 Punkte, die Wild kommen auf 43 Zähler und sind ebenfalls klar auf Playoff-Kurs.

Niederlagen gab es dagegen für die Ottawa Senators um Tim Stützle und ein weiteres Mal auch für die Buffalo Sabres von Tobias Rieder. Die Senators kassierten ein 2:3 nach Verlängerung gegen die Toronto Maple Leafs. Die Sabres verloren zum 16. Mal in Folge beim 0:4 gegen die Pittsburgh Penguins. Rieder spielte nicht, er fehlte wegen einer nicht benannten Verletzung.

07:49 Uhr

Fünf Ausfälle in DFB-Elf: Löw äußert sich klar zu Nachnominierungen

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw verzichtet nach dem Corona-Fall Jonas Hofmann auf Nachnominierungen für die weiteren WM-Qualifikationsspiele. "Es gibt ja tägliche Testungen. Wenn da jetzt nichts mehr kommt, bleiben wir sehr wahrscheinlich in dieser Gruppe, es sei denn, es kommen noch Verletzungen", sagte Löw bei RTL nach dem 3:0 (2:0) gegen Island in Duisburg. Angesichts der Hygiene- und Testbestimmungen sei es "auch gar nicht so einfach, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen", sagte Löw.

Am Spieltag hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitgeteilt, dass Hofmanns Test positiv ausgefallen war. Der Gladbacher wurde vom Gesundheitsamt Düsseldorf wie Marcel Halstenberg (RB Leipzig), der als Kontaktperson der Kategorie 1 eingestuft ist, in Quarantäne geschickt. Im Auftaktspiel fehlten verletzungsbedingt der bereits abgereiste Toni Kroos (Real Madrid), Robin Gosens (Atalanta Bergamo) und Niklas Süle (Bayern München).

07:21 Uhr

Blitz-Doppelschlag entfesselt DFB-Spielfreude

Seit dem letzten Auftritt der DFB-Elf ist viel passiert. Die 0:6-Klatsche gegen Spanien sitzt tief - nun aber kommt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wie ausgewechselt zurück. Löws Abschiedstour beginnt schon nach wenigen Minuten fulminant. Coach und RTL-Experte Hoeneß sind angetan.

06:54 Uhr

Manuel Neuer zieht an Berti Vogts vorbei und nähert sich Thomas Müller

Kapitän Manuel Neuer hat mit seinem 97. Spiel zwischen den Pfosten der DFB-Auswahl den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts überholt. Taktgeber Toni Kroos stand Bundestrainer Joachim Löw verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, bleibt mit 101 Einsätzen aber der erfahrenste Spieler im Kader der Nationalmannschaft.

Nach wie vor führt in der Liste der Rekordspieler Lothar Matthäus unangefochten mit 150 Spielen vor Miroslav Klose (137) und Lukas Podolski (130).

Die Liste der DFB-Rekordspieler (inklusive der Auswahlspieler des Fußball-Verbandes der DDR) auf einen Blick:

1. Lothar Matthäus 150 Länderspiele
2. Miroslav Klose 137
3. Lukas Podolski 130
4. Bastian Schweinsteiger 121
5. Philipp Lahm 113
6. Jürgen Klinsmann 108
7. Jürgen Kohler 105
8. Per Mertesacker 104
9. Franz Beckenbauer 103
10. Joachim Streich 102 (DFV)
11. Thomas Häßler 101
11. Toni Kroos* 101
13. Hans-Jürgen Dörner 100 (DFV)
13. Ulf Kirsten 100 (49 DFV/51 DFB)
13. Thomas Müller 100
16. Michael Ballack 98
17. Manuel Neuer* 97

05:53 Uhr

Hoeneß attackiert DFB und fordert "personelle Konsequenzen"

Uli Hoeneß, langjähriger Patron von Bayern München, hat die heillos zerstrittene Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) massiv attackiert und "personelle Konsequenzen" gefordert. Bei seinem leidenschaftlichen Auftritt nach dem WM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl gegen Island (3:0) nahm Hoeneß nur Präsident Fritz Keller von seinem harten Rundumschlag aus - und forderte den Kopf von dessen Gegenspielern, den "drei ewig Unzufriedenen": Vize Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge.

"Es kann nicht sein, dass das so weitergeht, das ist ein Trauerspiel", polterte Hoeneß aufs Stichwort - wie zu besten Zeiten als Münchner "Abteilung Attacke". Die Verbandsführung streite "wie die Besenbinder. Es geht gar nicht mehr um Fußball, es geht ja nur noch um Posten-Geschacher, Aufwandsentschädigungen, Machtspiele. So kann es nicht weitergehen."

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