Montag, 05. Dezember 2022Der Sport-Tag

22:03 Uhr

Finger abgetrennt: Fotograf verletzt sich während des Brasilien-Spiels schwer

Während des WM-Achtelfinals zwischen Brasilien und Südkorea ist es laut "O Globo" zu einem schweren Unfall im Stadion gekommen. Einem Fotografen wurde beim Zuschlagen einer Tür auf der Herren-Toilette die Fingerspitze abgetrennt.

  • Der brasilianischen Zeitung zufolge war der Bereich überfüllt, weswegen Sicherheitspersonal den Zugang regelte. Ein Mitarbeiter trat daher in den Toilettenraum und schloss die Tür fest hinter sich - ohne zu merken, dass der Fotograf in diesem Moment eintreten wollte.
  • Medizinisches Personal soll zu spät eingetroffen sein, um dem Fotografen entscheidend helfen zu können. Er wurde später in ein Krankenhaus gebracht.
21:08 Uhr

129 km/h zu schnell: Formel-2-Pilot kassiert Fahrverbot

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(Foto: IMAGO/PanoramiC)

3600 Euro Strafe und ein sechsmonatiges Fahrverbot: Dazu verdonnerte ein belgisches Gericht den Formel-2-Piloten Amaury Cordeel, nachdem dieser im Dezember 2020 in einer 50er-Zone in der Gemeinde Temse mit sagenhaften 179 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

  • Besonders dämlich: Cordeel wäre wohl nie erwischt worden, wenn er seine Aktion nicht selbst auf Video aufgenommen und bei TikTok gepostet hätte. Zwar löschte er das Video schnell wieder, das allerdings erst, nachdem die Polizei informiert wurde.
  • Cordeel selbst bestritt vor Gericht, zur Tatzeit am Steuer gesessen zu haben. "Ich kann unmöglich gefahren sein, weil ich zu dieser Zeit noch gar keinen Führerschein hatte", sagte der Belgier. Die Zeitung "Het Laatste Nieuws" berichtet allerdings, dass das nur die halbe Wahrheit sei. Demzufolge hat sich Cordeel damals einen Führerschein im Internet verschafft. Dafür soll der Belgier 450 Euro bezahlt haben.
  • Cordeels Anwalt versuchte bis zuletzt, das Gericht von der Unschuld seines Mandanten zu überzeugen. "Es war das Auto seines Vaters, ansonsten gibt es aber so viele Zweifel, dass man sagen kann, er selbst ist nicht gefahren."
  • Ob Cordeels Führerschein-Verlust auch Auswirkungen auf seine Rennfahrer-Karriere hat, ist noch nicht klar. "Das ist wahrscheinlich ein Fall, den wir mit der FIA diskutieren müssen, um zu sehen, wie wir damit umgehen. Ignorieren können wir es nicht, das ist klar", sagte Formel-2-Chef Bruno Michel.
20:32 Uhr

Weniger Prämie für Frankreich? FIFA weist Protest zurück

Ohne weitere Begründung hat der Fußball-Weltverband FIFA den Einspruch von Weltmeister Frankreich gegen die Wertung des 0:1 im letzten WM-Gruppenspiel gegen Tunesien abgewiesen. Die FIFA teilte mit, dass dem Protest nicht stattgegeben worden sei. Nach Angaben der "L'Equipe" war der französische Verband nach Einlegung des Einspruchs nicht angehört worden.

  • Grund für den Einspruch war die Tatsache, dass Schiedsrichter Matt Conger den Ausgleich der Franzosen in der achten Minute der Nachspielzeit zunächst gab und das Spiel abpfiff, das Tor nach Intervention des Video-Assistenten aber wegen einer Abseitsstellung von Schütze Antoine Griezmann noch aberkannte. Das Spiel wurde kurz fortgesetzt und endete mit 1:0 für Tunesien.
  • Die Aberkennung des Treffers sei "zu Unrecht" erfolgt, erklärte der Verband.
  • Auf das Weiterkommen hatte der Protest keinen Einfluss, wohl aber auf die Prämienverteilung durch die FIFA. Frankreich kam trotz der Niederlage weiter und steht nach einem 3:1 gegen Polen im Viertelfinale. Tunesien war trotz des Sieges ausgeschieden.
19:55 Uhr

"Ohne jeglichen Dialog": Englischer Zweitligist aus eigenem Stadion verbannt

Der englische Fußball-Zweitligist Coventry City ist aus seinem Heimstadion verbannt worden. Wie der Klub am Montag mitteilte, hat Coventry einen Räumungsbescheid von den neuen Stadionbesitzern erhalten. Die Frasers Group habe den Club aufgefordert, zunächst einer neuen Lizenz zuzustimmen, bevor Coventry wieder in der Coventry-Building-Society-Arena spielen dürfe.

  • Man sei darüber überrascht, teilte der Verein mit, schließlich habe man erst im März 2021 einer langfristigen Lizenz zugestimmt, die Coventry erlaube, bis 2031 in dem Stadion zu spielen. "Frasers Group hat Coventry City jetzt einen neuen Vertrag mit neuen finanziellen Bedingungen vorgelegt, der uns ohne jeglichen Dialog und Verhandlungen präsentiert wurde und für den Fußballverein weniger vorteilhaft ist", hieß es.
  • Die Frasers Group hatte das Stadion erst im November vom Rugby-Club Wasps übernommen, der im Oktober Insolvenz angemeldet hatte. Inhaber der Frasers Group ist Mike Ashley, ehemaliger Besitzer von Newcastle United.
  • Das nächste Heimspiel für Coventry City gegen Swansey City ist für den 17. Dezember angesetzt.
19:33 Uhr

Brasilien im Glück: Neymar ist zurück in der Startelf

Superstar Neymar kehrt rechtzeitig zur K.-o.-Runde der Fußball-WM in Katar in die brasilianische Mannschaft zurück. Im Achtelfinale gegen Südkorea rückt der 30-Jährige nach zwei Spielen Pause gleich in die Startelf. Neymar hatte vor elf Tagen im Auftaktspiel gegen Serbien eine Verletzung am lateralen Bandapparat erlitten, zwischenzeitlich musste er einen Spezialschuh tragen.

Verletzungsbedingt fehlen den Brasilianern neben Angreifer Gabriel Jesus mit Alex Sandro und Alex Telles beide Linksverteidiger. Dafür hilft der eigentliche Rechtsverteidiger Danilo auf der linken Seite aus.

18:58 Uhr

International gesperrt: Eislauf-Wunderkind unter Dopingverdacht gewinnt zweifelhaften Titel

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Walijewa nimmt derzeit an Shows und russischen Wettkämpfen teil.

(Foto: IMAGO/Russian Look)

Die unter Dopingverdacht stehende Eiskunstlauf-Europameisterin Kamila Walijewa hat sich in St. Petersburg den zweifelhaften Titel einer russischen "Sprung-Meisterin" gesichert. Der neuartige Wettbewerb, bei dem ausschließlich Sprünge bewertet werden, gehört zu einer internen Serie für die Läufer aus Russland, die derzeit wegen des Angriffskriegs in der Ukraine international nicht starten dürfen.

  • In Kürze wird sich der Internationale Sportgerichtshof CAS erneut mit der 16-Jährigen beschäftigen. Die Weltantidoping-Agentur WADA hatte den CAS angerufen, weil die russische Antidoping-Agentur RUSADA trotz formeller Aufforderung, den Fall umgehend zu lösen, zu keinerlei Fortschritten gekommen ist.
  • Bei den Olympischen Spielen im Februar in Peking hatte eine Adhoc-Kommission des CAS Walijewa erlaubt, trotz eines zuvor bekannt gewordenen positiven Dopingtests auf das verbotene Mittel Trimetazidin an der Einzelentscheidung teilzunehmen.
  • Nach dem ersten Platz im Kurzprogramm brach das Ausnahmetalent unter dem Druck der Öffentlichkeit in der Kür zusammen und fiel auf Rang vier zurück.
18:22 Uhr

"Will euch inspirieren": Pelé meldet sich aus Krankenhaus bei Seleção

Brasiliens Fußball-Legende Pelé hat sich aus dem Krankenhaus mit einer Botschaft an die aktuellen Spieler der Seleção gewandt. Er wisse, dass viele von ihnen ihre erste Weltmeisterschaft gewinnen wollten, schrieb der 82-Jährige vor dem Achtelfinale gegen Südkorea (20 Uhr/ZDF, Magenta TV und im ntv.de-Liveticker) auf Instagram.

  • "Ich will euch inspirieren, meine Freunde", schrieb Pelé weiter. "Ich werde das Spiel hier aus dem Krankenhaus verfolgen und werde jeden einzelnen von euch anfeuern. Wir sind gemeinsam auf diesem Weg." Die Brasilianer wollen beim Turnier in Katar ihren sechsten WM-Titel gewinnen.
  • In den vergangenen Tagen hatten sich unter anderen Nationaltrainer Tite und viele Spieler der Seleção Sorgen um den Gesundheitszustand Pelés gemacht. Der einstige Ausnahmefußballer befindet sich seit mehreren Tagen in São Paulo im Krankenhaus. Medien berichteten davon, dass die Chemotherapie bei ihm nicht mehr anschlage.
  • Pelé selbst meldete sich darauf bei Instagram und versicherte, dass er stark sei und Hoffnung habe.
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18:05 Uhr

Hype hält an: Jetzt schon so viele Fans wie nie in Frauen-Bundesliga

Die Frauenfußball-Bundesliga verzeichnet bereits nach neun Spieltagen einen Zuschauer-Rekord. 173.438 Fans besuchten nach DFB-Angaben vom Montag die bisherigen Spiele. Damit wurde die Bestmarke aus der Saison 2013/14 bereits frühzeitig um rund 17.000 Besucher übertroffen. Damals kamen an 22 Spieltagen 156.355 Zuschauer in die Stadien.

  • Bereits drei Partien in dieser Spielzeit verzeichneten einen Zuspruch von mehr als 20.000 Fans.
  • Die nach dem starken EM-Auftritt der Nationalmannschaft gestiegene Popularität des Frauenfußballs schlägt sich demnächst auch in einem Novum nieder. Im Viertelfinale des DFB-Pokals zeigt der Pay-TV-Sender Sky erstmals drei Spiele live in der Konferenz. Am 28. Februar (18 Uhr) kommenden Jahres sind neben dem Auftritt von Pokalverteidiger VfL Wolfsburg beim 1. FC Köln auch die Partien RB Leipzig gegen SGS Essen und FC Carl Zeiss Jena gegen SC Freiburg zu sehen.
  • Das Topspiel TSG 1899 Hoffenheim gegen FC Bayern München (20.30 Uhr) wird im Anschluss sowohl bei Sky als auch von der ARD als Livestream gezeigt.
17:35 Uhr

"Jetzt zum Sündenbock gemacht": Bierhoff bekommt Schützenhilfe

Ex-Spieler Marco Bode hat mehr Nachsicht mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und DFB-Direktor Oliver Bierhoff gefordert. "Er ist ein vernünftiger Mensch, der innovativ denkt - und der jetzt zum Sündenbock gemacht wird. Das ist so nicht okay", sagte Bode der "Deichstube".

  • Der DFB müsse laut Bode "fachlich diskutieren", ob es notwendig sei, mit einem neuen Trainer und Sportgeschäftsführer in Richtung der EM 2024 in Deutschland zu gehen. "Es gibt aus meiner Sicht sehr wohl Argumente, das mit Hansi Flick und auch mit Oliver Bierhoff zu tun", bekräftigte der 53-Jährige.
  • Das Vorrunden-Aus der DFB-Elf in der vergangenen Woche bei der WM in Katar sei "unglücklich zustande" gekommen. "Der Zufall spielte eine bedeutende Rolle."
  • "Es gab einen 4:2-Sieg über Costa Rica. Sicher: Es war ein wildes Spiel und keine wirklich gute Leistung. Aber nur weil Spanien gegen Japan verloren hat, reichte dieses 4:2 nicht. Danach ist die Welt dann medial auf den Kopf gestellt worden. Das ist typisch für den Fußball. Und es zeigt, wie weit er sich in der Spitze von der Realität entfernt hat", fügte der ehemalige Bremer Spieler hinzu.
16:57 Uhr

Nach Ärger mit Siebert: FIFA ermittelt gegen Uruguays Rüpel

Uruguays Fußball-Rüpel müssen nach ihren Attacken gegen den deutschen WM-Schiedsrichter Daniel Siebert eine heftige Strafe der FIFA befürchten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands hat Ermittlungen gegen den Verband des zweimaligen Weltmeisters aufgenommen.

  • Dabei geht es um Verstöße gegen das Fairplay, beleidigendes Verhalten, Fehlverhalten von Spielern und Offiziellen sowie Diskriminierung. Die Profis José Maria Gimenez, Edison Cavani, Fernando Muslera und Diego Godin müssen sich zudem persönlich verantworten.
  • Siebert war nach dem WM-Aus Uruguays heftig von den Südamerikanern angegangen worden. Uruguay hatte trotz des 2:0 (2:0) im Gruppenfinale gegen Ghana das Achtelfinale verpasst. Der Mannschaft von Kapitän Luis Suárez fehlte ein Tor.
  • Dafür machten die Uruguayer Siebert verantwortlich, weil er ihnen einen Strafstoß verwehrt hatte.
16:14 Uhr

"Glück, dass du nicht vor mir standest": Frankreich-Trainer sauer auf Spieler

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Eine ganz schöne Fummelei ...

(Foto: IMAGO/Newspix)

Eigentlich wird jeder Fußballer, bevor er den Rasen betritt, genauestens vom Schiedsrichter angeschaut. Natürlich nicht, ob die Frisur sitzt, sondern, ob aller Schmuck abgelegt oder zumindest abgeklebt ist. Doch bei Jules Koundé hat das am Sonntagabend nicht richtig geklappt. Er spielte mit zwei Goldketten. Und das fiel erst in der 42. Minute auf, als der 24-Jährige im WM-Achtelfinal-Spiel gegen Polen einen Einwurf ausführen wollte.

Der Linienrichter verlangte die Abnahme der Ketten, Koundé selbst bekam das nicht hin, sodass ihm ein Teambetreuer helfen musste. Chefcoach Didier Deschamps schäumte noch auf der Pressekonferenz über diese Szene: "Er hat kein Recht dazu. Er kann auch nicht mit einer Sonnenbrille oder einer Armbanduhr spielen, es ist nicht erlaubt. Ich dachte, er hatte sie abgenommen, aber das war offensichtlich nicht der Fall. Das ist unser Fehler. Nach dem Spiel habe ich zu ihm gesagt: 'Du hast Glück, dass du nicht vor mir standest, sonst ...'"

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15:44 Uhr

"Überhaupt nicht gefallen": Coach kritisiert Ronaldo

Portugals Fußball-Nationaltrainer Fernando Santos hat seinen Superstar Cristiano Ronaldo für dessen Verhalten bei der Auswechslung im Gruppenspiel gegen Südkorea kritisiert. "Habe ich die Bilder gesehen? Ja. Hat es mir gefallen? Ganz und gar nicht. Das hat mir überhaupt nicht gefallen", sagte Santos vor dem morgigen WM-Achtelfinale gegen die Schweiz (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV).

  • "Aber diese Dinge werden intern gelöst, und dann geht es weiter. Alle sind auf das Spiel konzentriert."
  • Kapitän Ronaldo hatte bei seiner Auswechslung in der 65. Minute beim 1:2 gegen Südkorea geschimpft und diskutiert. Sowohl Santos als auch sein Superstar hatten anschließend erklärt, Ronaldo habe sich über einen Gegenspieler aufgeregt, der ihn aufgefordert habe, schneller das Spielfeld zu verlassen.
  • "Auf dem Spielfeld habe ich nichts gehört, er war zu weit weg. Ich habe nur gehört, wie er sich mit dem koreanischen Spieler gestritten hat", sagte Santos. "Aber das Thema ist geklärt, da haben wir einen Haken dran gemacht."
15:35 Uhr

Er coachte Becker, Agassi, Williams-Schwestern: Trainer-Legende des Tennis ist tot

Die Tennis-Welt trauert um die Trainer-Legende Nick Bollettieri. Der Amerikaner starb nach Angaben der von ihm gegründeten IMG Academy im Alter von 91 Jahren. Zu seinen Schützlingen zählten unter anderen Boris Becker, Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki und die einstige deutsche Nummer eins Tommy Haas. In seiner Akademie im US-Bundesstaat Florida formte er unter anderen Andre Agassi, Venus und Serena Williams, Maria Scharapowa, Jim Courier, Monica Seles und Anna Kurnikowa zu Welt-Stars.

Schon vor einigen Wochen hatte Bollettieris Tochter mitgeteilt, ihr Vater sei kurz vor dem Wechsel "an den nächsten Ort". Haas verabschiedete sich in einem emotionalen Post bei Instagram von seinem einstigen Coach. "Du warst ein Träumer und ein Macher und ein Pionier in unserem Sport, wirklich einmalig", schrieb der frühere Weltranglisten-Zweite.

14:54 Uhr

Angriff in Bundesliga: Erste DFB-Spieler steigen ins Team-Training ein

Niklas Süle, Youssoufa Moukoko und Co. bleibt kaum Zeit, die WM-Enttäuschung zu verarbeiten. Die in Katar bereits ausgeschiedenen Nationalspieler des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund steigen bereits am Mittwoch wieder ins Training ein. Neben Süle und Moukoko betrifft das aus der DFB-Auswahl auch Nico Schlotterbeck, Julian Brandt und Karim Adeyemi.

  • Das Quintett wird ebenso wie die Belgier Thomas Meunier und Thorgan Hazard sowie US-Boy Giovanni Reyna am Dienstag zur individuellen Diagnostik erwartet. Die klare Botschaft des Vereins: Nach einem bisher unbefriedigenden Saisonverlauf werden beim Tabellensechsten die Zügel angezogen.
  • Die Nationalspieler sollen auch am Freitag mit zum Winter Cup nach Bukarest fliegen, erst ab dem 12. Dezember ist Pause. Ab dem 2. Januar startet dann die Vorbereitung auf den weiteren Saisonverlauf, am 6. Januar fliegt der BVB ins Trainingslager nach Marbella.
14:10 Uhr

Nächste schlechte Nachricht für Lewandowski: Mecker-Sperre bleibt bestehen

Weltfußballer Robert Lewandowski hat nach dem Achtelfinal-Aus mit der polnischen Auswahl bei der WM in Katar eine schlechte Nachricht aus Spanien bekommen. Der Profi des FC Barcelona muss bei den ersten drei Liga-Spielen der Katalanen nach der WM-Pause zuschauen. Der Berufungsausschuss des spanischen Verbandes (RFEF) wies am Montag einen Einspruch von Barça zurück und bestätigte somit die vor rund zwei Wochen gegen den 34 Jahre alten Stürmer verhängte Strafe.

Lewandowski hatte am 8. November im Liga-Spiel des FC Barcelona bei CA Osasuna in Pamplona bereits nach einer halben Stunde die Gelb-Rote Karte gesehen und war anschließend für drei Spiele der Primera División gesperrt worden. Für ihn war es der erste Platzverweis nach mehr als neuneinhalb Jahren. Zuletzt hatte er im Trikot von Borussia Dortmund am 9. Februar 2013 die Rote Karte gesehen.

Die relativ harte Strafe für den früheren Bayern-Profi ist nach spanischen Medienberichten darauf zurückzuführen, dass der Ausnahmestürmer beim Verlassen des Spielfeldes den Zeigefinger an die Nase und anschließend auf Schiedsrichter Gil Manzano zeigte, womit er eine "Missbilligung der Entscheidung des Schiedsrichters" ausgedrückt habe, wie im Spielprotokoll festgehalten worden sei. Der FC Barcelona bestritt diese Interpretation.

13:06 Uhr

Nach Krawallen von Nizza: Fünf Köln-Fans stehen vor Gericht

Knapp drei Monate nach den Ausschreitungen vor dem Europacup-Spiel des 1. FC Köln in Nizza hat die Kölner Staatsanwaltschaft Anklage gegen fünf FC-Anhänger erhoben. Die Vorwürfe gegen die Männer im Alter zwischen 26 und 31 Jahren reichen von gefährlicher Körperverletzung bis zu schwerem Landfriedensbruch. Von den fünf Angeklagten sitzen zwei in Untersuchungshaft.

  • Bereits rund vier Wochen nach den Ausschreitungen hatte die Polizei Häuser und Wohnungen von 16 mutmaßlichen Beteiligten in Köln, Hürth, Pulheim und Bergisch Gladbach durchsucht und fünf Haftbefehle vollstreckt. Alle 16 Beteiligten seien als "Gewalttäter Sport" bekannt, drei sogar als Intensivtäter. Der 1. FC Köln hat gegen die bislang von der Polizei identifizierten Personen Stadionverbote verhängt.
  • Vor dem Hinspiel der Kölner in der Conference League bei OGC Nizza war es zu schweren Fan-Ausschreitungen im Stadion gekommen. Es hatte mehrere Verletzte gegeben. Ein Fan war vom Zuschaueroberrang gestürzt.
12:27 Uhr

"Zustand ist nicht ideal": Bayer muss weiter um verletzten Torjäger bangen

Patrik Schick fehlt Bayer Leverkusen weiterhin verletzt. Den Angreifer, der bislang erst zwei Saisontore in der Fußball-Bundesliga erzielte, plagen seit Wochen Leistenprobleme. Schick bestritt sein letztes Pflichtspiel Anfang November. "Es ist schade, weil wir ihn dabeihaben wollten, weil wir ihn brauchen, aber sein Zustand ist nicht ideal. Er fühlt sich nicht völlig fit, um zu trainieren", sagte Trainer Xabi Alonso dem "Kicker" und der "Bild".

Die lange Winterpause will der Bayer-Coach nutzen, um mit den Spielern tiefergehend zu arbeiten. Denn seit dem Amtsantritt Anfang Oktober blieb aufgrund zahlreicher englischer Wochen dafür kaum Zeit. Fraglich ist, wann Schick mitmachen kann. "Er ist wichtig, aber wir müssen im Moment geduldig sein", sagte Alonso. Dem Angreifer, der in der vergangenen Saison 24 Tore erzielte, droht möglicherweise eine Leistenoperation. Dann wäre seine Rückkehr zum Liga-Start Ende Januar sehr fraglich.

11:25 Uhr

"Gehören immer zu den Besten": Deutsches WM-Debakel überrascht Messi

Superstar Lionel Messi hat mit einem erneuten frühen Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht gerechnet. "Ja, ich war überrascht", sagte der 35 Jahre alte Kapitän der Argentinier, die seit Messis Ära schon dreimal bei einer WM am deutschen Team gescheitert waren, dem argentinischen Sportblatt "Olé". Diesmal haben die Südamerikaner bereits das Viertelfinale erreicht, das DFB-Team musste nach dem Gruppen-Aus abreisen. Deutschland habe "viele wichtige Spieler" und eine junge Mannschaft. "Und Deutschland gehört immer zu den Besten", betonte Messi, der 2006 und 2010 im Viertelfinale und 2014 im Finale an der deutschen Mannschaft gescheitert war. Dass sie nun wie 2018 nicht die K.-o.-Runde erreicht hat, sei überraschend, zeige aber auch, wie schwer diese WM sei "und dass der Name einer Mannschaft nicht wichtig ist".

09:48 Uhr

Enttäuschte Fans bereiten Mexikos Trainer eine bittere Rückkehr

Ein paar enttäuschte mexikanische Fans haben dem argentinischen Trainer ihrer Nationalmannschaft, Gerardo Martino, einen eher unangenehmen Empfang bei der Ankunft in Mexiko-Stadt bereitet. Wie argentinische Zeitungen übereinstimmend berichteten, wurde der 60-Jährige von den Anhängern auch beschimpft. Hier und da sind Rufe aus der kleinen Gruppe in einem Video zu hören, das auch die Zeitung "La Nacion" online veröffentlichte. Bedrängt von Kamera-Teams und Fans versuchte Martino, aus dem Flughafengebäude zu gelangen, blieb dabei aber recht ruhig. Er hatte die mexikanische Nationalmannschaft Anfang 2019 übernommen, bei der WM in Katar schied das Team in der Gruppenphase unter anderem nach einem 0:2 gegen Martinos Heimatland Argentinien aus. Sein Vertrag endete damit auch.

"Er weiß, dass das negative Umfeld und der Misserfolg es für ihn unmöglich machen, weiterzumachen", hatte Verbandspräsident Yon de Luisa im WM-Quartier in Al-Chaur bei Doha gesagt. "Wir schätzen ihn als fähigen Trainer", sagte Sportdirektor Jaime Ordiales. "Aber im Fußball zählen die Ergebnisse."

08:39 Uhr

"Harter Austausch": Bobic will schnelle Konsequenzen beim DFB

DFB-Vorstand Fredi Bobic hat schnelle Ergebnisse bei der Aufarbeitung des WM-Debakels der Fußball-Nationalmannschaft angemahnt. "Es muss bis Weihnachten klar sein, was Sache ist. Danach würde es sich zu lange ziehen", sagte der Geschäftsführer von Hertha BSC bei MagentaTV. Für Mitte dieser Woche wird ein Treffen beim Deutschen Fußball-Bund erwartet, bei dem Verbandschef Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke mit Bundestrainer Hansi Flick und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff das Vorrunden-Aus in Katar analysieren werden.

Bobic wünscht sich "einen harten, klaren und offenen Austausch". Der Ex-Nationalspieler erwartet, dass nach den ersten Gesprächen auch ein größerer Kreis in die Debatte um Konsequenzen eingebunden wird. "Es ist wichtig, die Dinge aufzuarbeiten", sagte Bobic. Union Berlins Sport-Geschäftsführer Oliver Ruhnert hält eine Radikalkur für nötig. "Das ganze System passt einfach so nicht mehr. Wir sind im Gesamtbereich des DFB, der Direktion Nationalmannschaften schlecht aufgestellt - und das von unten bis oben", sagte Ruhnert dem "Kicker". Im Nachwuchsbereich seien viele falsche Entscheidungen getroffen worden.

Die Kritik aus der Fußballbranche richtet sich vor allem gegen den seit 18 Jahren amtierenden DFB-Direktor Bierhoff. "Wenn man über personelle Konsequenzen spricht, muss man auch die Führungsebene ins Auge fassen. Das muss man klar ansprechen, trotz der Verdienste in der Vergangenheit", sagte Ruhnert.

06:42 Uhr

"Balsam für die Herzen": Verletzter Bayern-Star feiert seine Mannschaft

Der verletzte Senegal-Star Sadio Mané hat seine Teamkollegen nach dem WM-Aus gegen England für deren Auftritt in Katar gelobt. "Das Volk ist sehr stolz auf eure Leistung", schrieb der Fußball-Profi des FC Bayern München nach dem 0:3 im Achtelfinale auf Instagram.

Die Partien des Teams seien "Balsam für die Herzen der Senegalesen und aller Fans" gewesen. Die Auswahl habe die Nationalflagge "würdig vertreten". Der Senegal hatte es bei der WM neben Marokko als einziges afrikanisches Team ins Achtelfinale geschafft, dort gegen England aber die höchste WM-Niederlage des Landes kassiert. "Das Lernen geht weiter", schrieb Sané. Er werde gemeinsam mit der Mannschaft auf die Jagd nach weiteren Trophäen gehen. Der Topstar des Teams hatte sich kurz vor der WM in der Bundesliga verletzt. Der 30-Jährige war am rechten Wadenbeinköpfchen operiert worden und musste seine WM-Teilnahme deshalb absagen.

06:03 Uhr

Bewaffneter Überfall: England-Star reist von der WM ab

Englands Nationalspieler Raheem Sterling reist bei der Fußball-WM in Katar aus privaten Gründen ab. Dies berichtete Gareth Southgate gestern nach dem 3:0-Sieg im Achtelfinale gegen Senegal. In Sterlings Wohnung in der Heimat ist nach übereinstimmenden Medienberichten von bewaffneten Menschen eingebrochen worden, als dessen Familie zu Hause war. Sterling stand deshalb bei dem Sieg über den Afrikameister nicht im Kader der Three Lions.

Ob der Angreifer vom FC Chelsea noch während des Turniers, das für England am Samstag im Viertelfinale gegen Weltmeister Frankreich weitergeht, wieder eingreifen kann, ist offen. "Wir müssen sehen und abwarten. In diesem Moment liegt die Priorität voll und ganz bei seiner Familie", stellte Southgate klar.

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