Fußball-WM

Profis reden nach der Schmach Heftiger WM-Kater streckt DFB-Stars nieder

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Die Schmach hallt nach.

(Foto: dpa)

Der Tross ist aufgelöst, die Vertreter der deutschen Fußball-Weltmeisterschaft in alle Winde verteilt. Etwas Zeit zum Nachdenken hatten die Nationalspieler bereits, jetzt reflektieren einige die erneute Blamage. Kai Havertz fürchtet einen längeren WM-Kater.

Joshua Kimmich hat sich zwei Tage nach dem bitteren WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kämpferisch gegeben. Er werde zwar Zeit brauchen, um alles zu analysieren und die richtigen Lehren daraus zu ziehen, schrieb Kimmich bei Instagram. "Wir haben es nicht geschafft, unsere Qualität konstant auf den Platz zu bringen", so Kimmich. Er betonte aber: "In spätestens vier Wochen heißt es dann wieder Attacke, denn Aufgeben ist niemals eine Option."

Dagegen befürchtet Kai Havertz einen längeren WM-Kater bei den Nationalspielern. "Wir sind alle sehr frustriert, enttäuscht und haben viele andere Gefühle, es wird Wochen dauern, dies zu verarbeiten", sagte der Profi des FC Chelsea einen Tag nach der Rückkehr aus Katar. "Manchmal erlebt man die Höhepunkte wie Japan, das so gut gespielt hat, und manchmal bleibt man auf der anderen Seite und fühlt diesen Schmerz, deshalb ist Fußball so ein erstaunlicher Sport. Wir fühlen den Schmerz der Nation", schrieb der 23-Jährige bei Twitter.

Auch Mario Götze zog ein ernüchterndes Fazit. "Ich bin immer noch enttäuscht darüber, wie die WM für uns ausgegangen ist. Es war wirklich ein Auf und Ab in den letzten zwei Wochen. Ich denke auch, dass die Gesamtleistung besser war, als die Ergebnisse vermuten lassen. Aber es hilft nicht, nach Ausreden zu suchen", sagte der 30-Jährige.

Götze erlebt Kontrastprogramm zu 2014

Während Führungsspieler Kimmich nun schon zum zweiten Mal in Folge mit der DFB-Auswahl in der Gruppenphase gescheitert ist, war es für Havertz die erste Weltmeisterschaft. Er hatte beim 4:2 gegen Costa Rica nach seiner Einwechslung noch zwei Tore geschossen, das Ausscheiden in der Gruppenphase aber nicht verhindern können. Viel Zeit zur Reflexion hat der Offensivspieler nicht. Bereits am 27. Dezember geht es für ihn in der englischen Premier League mit der Partie des FC Chelsea gegen AFC Bournemouth weiter.

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Für Götze war diese WM das komplette Gegenteil zu seiner letzten, als er das DFB-Team 2014 zum Titel geschossen hatte. Der Frankfurt-Profi war von Bundestrainer Hansi Flick nach fünf Jahren Länderspielpause wieder für die DFB-Elf nominiert worden, kam in Katar aber nur zu zwei Joker-Einsätzen ohne Torerfolg. Ob er seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen will, hat der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt noch nicht verkündet.

Kimmich hatte am nach dem Vorrunden-Aus vom "schwierigsten Tag meiner Karriere" gesprochen und erklärt: "Ich habe Angst davor, echt in ein Loch zu fallen." Er war von Frankreich-Star Antoine Griezmann getröstet worden. "Du bist ein großartiger Spieler! Du wirst wieder aufstehen, Joshua", schrieb der Offensivspieler von Atlético Madrid auf Spanisch bei Twitter.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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