Sonntag, 04. Februar 2018Der Sport-Tag

Heute mit Judith Günther
20:32 Uhr

Hamburgs Bürgermeister Scholz träumt von HSV-Meisterfeier

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Der Weg zum Titel ist für den HSV noch weit.

(Foto: imago/Jan Huebner)

… und das vermutlich noch ziemlich lange. Denn der Traum von Olaf Scholz ist ziemlich verwegen. Trotz des seit Jahren anhaltenden Bundesliga-Abstiegskampfes der HSV-Fußballer würde Hamburgs Erster Bürgermeister die Spieler des Hamburger SV aber allzu gern und in absehbarer Zeit zu einer Titelfeier empfangen.

"Ich hoffe wirklich, dass ich nicht ewig im Amt bleiben muss, um das noch einmal zu erleben", sagt der 59 Jahre alte SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Er gehe hin und wieder in die Stadien und Arenen der Hansestadt, zum Fußball, Handball, Basketball und Eishockey, berichtet der Bürgermeister. Zwar sei er kein klassischer Fußball-Fan, bekannte der SPD-Politiker. "Trotzdem wäre es einer meiner Wünsche, mit dem HSV im Turmsaal des Hamburger Rathauses eine Meisterschaft zu feiern."

Aktuell rangiert das seit kurzem vom ehemaligen HSV-Profi Bernd Hollerbach betreute Team übrigens auf dem 17. Platz. Da ist eine Meisterfeier in der 2. Bundesliga auf absehbare Zeit wohl wahrscheinlicher.

20:06 Uhr

Auch der Radsport-Weltverband führt Videobeweis ein

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Eine strittige Szene um Peter Sagen ist Auslöser der Videobeweis-Einführung.

(Foto: imago/Sirotti)

Der Radsport-Weltverband UCI beschließt erwartungsgemäß die Einführung des Videobeweises. Zukünftig wird ein Videokommissär bei den großen Rennen zum Einsatz kommen, teilt die UCI am Rande der Cross-Weltmeisterschaften im niederländischen Valkenburg mit. Der Kommissär soll bei strittigen Szenen eine Entscheidung treffen.

Hintergrund für die Einführung war der Vorfall bei der letztjährigen Tour de France, als Weltmeister Peter Sagan nach einem heiklen Sprint-Crash mit dem Briten Mark Cavendish ausgeschlossen worden war. Im Nachhinein wurde der Slowake vom Internationalen Sportgerichtshof CAS rehabilitiert.

Eine weitere Änderung betrifft das Zeitlimit bei Sprintankünften. Erst eine Differenz von drei oder mehr Sekunden (statt wie bisher einer Sekunde) soll bei Zielsprints neu Auswirkungen auf die Gesamtwertung haben. Dadurch hofft die UCI auf weniger Hektik im Feld.

19:35 Uhr

Heiner Brand kritisiert DHB und "narzistischen" Hanning

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(Foto: imago/foto2press)

Das Kapitel EM-Debakel ist noch nicht beendet – hinter den Kulissen des deutschen Handballs brodelt es mächtig. Nun meldet sich auch Heiner Brand zu Wort – ganz neu ist seine Kritik allerdings nicht.

In der Diskussion um den umstrittenen Bundestrainer Christian Prokop nimmt die Trainerlegende vor allem den Deutschen Handball-Bund in die Kritik. Statt die Trainerfrage in den Vordergrund zu stellen, müsse man "über die Grundstrukturen nachdenken", sagt der Weltmeister-Trainer von 2007 bei Sky Sport News HD: "Wenn man einen jungen Trainer für so viel Geld aus einem Vertrag herauskauft, wird Druck erzeugt. Außerdem wird der Trainer in der Kabine beeinflusst, wenn der Vizepräsident mit in der Kabine ist." Gemeint ist DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der auch beim EM-Debakel in Kroatien in den Spielpausen in der Kabine gewesen sein soll. Brand hatte Hanning schon in der Vergangenheit mehrfach kritisiert und seinem einstigen Assistenten sogar eine "narzistische Persönlichkeitsausprägung" unterstellt.

Auch bei Brands aktueller Kritik an den DHB dürfte explizit Hanning gemeint sein: "Im sportlichen Bereich gibt es nur wenige Leute, die über die entsprechende Erfahrung, die Leistung und Persönlichkeit verfügen. Man will auch nicht unbedingt starke Leute, sondern Leute, die man führen kann." Die verbandsinterne Aufarbeitung des EM-Debakels sieht Brand skeptisch. "Ich hoffe, dass es eine seriöse Analyse gibt und nicht, dass man sich gegenseitig schützt", mahnt der Gummersbacher: "Das ist immer eine Gefahr, wenn solche Funktionäre aufeinander treffen."

19:06 Uhr

Anti-Doping-Experte vergleicht IOC mit VW-Skandal

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(Foto: AP)

Der Nürnberger Pharmakologe und Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel geht wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hart mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ins Gericht.

  • "Die offiziellen Dopingbekämpfer Wada und das IOC agieren für mich wie der VW-Konzern im Diesel-Skandal", sagt Sörgel der "Bams". "Es wird erst etwas zugegeben, wenn es schon an die Öffentlichkeit gelangt ist und ich es nicht mehr verheimlichen kann."
  • Der jüngste Skandal um die nicht sicheren Urinflaschen der Schweizer Dopingkontrollfirma Behringer überrascht Sörgel ganz und gar nicht. "Dass die Flaschen nicht sicher sind, ist vorläufig der GAU dieser Winterolympiade, weitere nicht ausgeschlossen", mahnt er in der Zeitung. Bereits 2016 habe Behringer diese Flaschen "schon sehr unter Verschluss gehalten. Und schon damals sagte mir ein Kriminologe: Er glaubt nicht, dass die fälschungssicher sind."
  • Allerdings, so Sörgel, könne das IOC die Verantwortung "nicht der Firma und der Wada zuschieben. Würde eine Weltfirma eine wichtige neue Sicherheitstechnik in ihre Gebäude einbauen lassen, ohne sie selbst vorher gründlich geprüft zu haben?" Und außerdem: "Wer überprüft eigentlich die Wada? Das IOC offensichtlich nicht, obwohl man ja mit Craig Reedie einen wichtigen IOC-Amtsträger bei der Wahl als Chef installiert hat."

Ich würde mal sagen: Einen treffenderen Vergleich als den mit VW hätte der gute Mann nicht ziehen können.

18:47 Uhr

Boll verdirbt Ovtcharovs Nummer-eins-Debüt

Rekordeuropameister Timo Boll hat Dimitrij Ovtcharov beim Europe Top 16 in Montreux ein erfolgreiches Turnierdebüt als Nummer eins der Tischtennis-Welt verdorben. Im ersten deutschen Finalduell der 48-jährigen Wettbewerbshistorie besiegte der Weltranglistendritte den Titelverteidiger mit 4:0. Damit holte er zum sechsten Mal den prestigeträchtigen Titel. Zugleich beendete der deutsche Meister Ovtcharovs Top-16-Rekordserie nach drei Erfolgen nacheinander.

Ovtcharov war zu Jahresbeginn an die Spitze der Weltrangliste aufgestiegen.

17:44 Uhr

Khedira trifft bei Juventus-Kantersieg im Doppelpack

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(Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto)

Am Ende steht es 7:0: Italiens Rekordmeister Juventus Turin feiert in der Serie A mit einem Doppelpack von Fußball-Nationalspieler Sami Khedira einen Kantersieg gegen Sassuolo Calcio. Die Turiner machen bereits in der ersten Halbzeit mit einer 4:0-Führung alles klar. Juventus steht nun mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SSC Neapel auf dem ersten Platz der Tabelle - das Spiel der Süditaliener gegen den Tabellenletzten Benevento steht am Abend an.

Neben Khedira, der kurz hintereinander in der 24. und 27. Minute traf, schießen der Brasilianer Alex Sandro Lobo Silva (9.) und der Bosnier Miralem Pjanic (38.) die Elf von Massimiliano Allegri in Führung. In der zweiten Hälfte legt der Argentinier Gonzalo Higuaín mit gleich drei Treffern nach (63., 74., 83.).

Khedira hatte bereits in der vergangenen Woche für Juve getroffen. Teamkollege Benedikt Höwedes kommt auch heute nicht zum Zug. Er fällt immer noch wegen einer Verletzung aus.

17:07 Uhr

IOC droht Boxen mit Olympia-Ausschluss

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Bach droht dem Boxverband mit Konsequenzen.

(Foto: AP)

Das Internationale Olympische Komitee droht dem Amateurbox-Weltverband Aiba mit dem Ausschluss von den Sommerspielen 2020 in Tokio. Wie IOC-Präsident Thomas Bach in Pyeongchang sagt, sei man "extrem beunruhigt über die Führung" der Aiba. Deshalb behalte man sich das Recht vor, Boxen aus dem Programm der Tokio-Spiele und der Olympischen Jugendspiele im Oktober in Buenos Aires zu streichen.

Bach teilt zudem mit, dass das IOC eine Untersuchung der Führungsstruktur des Verbands eingeleitet habe. Zugleich stellt es die Zahlungen an den Weltverband ein und setzt die Zusammenarbeit aus. Schon im Dezember 2017 hatte Bach der Aiba mangelnde Transparenz vorgeworfen und das Prozedere der Installierung eines neuen Präsidenten kritisiert.

Der Weltverband reagierte irritiert auf den Vorstoß des IOC. "Diese Entscheidung ist äußerst enttäuschend", heißt es in einer Reaktion der Aiba. Die Maßnahmen seien getroffen worden, obwohl die Aiba dem IOC über Fortschritte in der Führung des Verbandes berichtet habe.

17:00 Uhr

Alba Berlin gewinnt Spitzenspiel in der BBL

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(Foto: imago/Contrast)

Der frühere Serienmeister Alba Berlin gewinnt das Topspiel in der Basketball Bundesliga (BBL) gegen Titelverteidiger Brose Bamberg. Der Hauptstadtklub setzt sich am 20. Spieltag mit 81:75 (36:31) gegen den Meister der vergangenen drei Spielzeiten durch und bleibt mit 30:8 Punkten erster Verfolger des souveränen Tabellenführers Bayern München (36:2).

Bamberg (22:16) kann am Abend noch von den Frankfurt Skyliners (17.15 Uhr/gegen MHP Riesen Ludwigsburg) von Rang acht und damit den Play-Off-Plätzen verdrängt werden.

16:36 Uhr

"In Lügen verstrickt": FCA legt nach Rauswurf bei Opare nach

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(Foto: imago/Eibner)

Über die Entlassung von Daniel Opare vom FC Augsburg hatten wir hier ja heute Vormittag schon berichtet – vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt verrät FCA-Manager Stefan Reuter weitere Details zum Bruch mit dem Abwehrspieler. Mit anderen Worten: Da scheint jemand mächtig sauer zu sein.

"Der absolute Höhepunkt ist, dass Opare und sein Bruder sich in Lügengeschichten verstricken. Es gab auch Vorfälle in der Kabine und auf dem Trainingsplatz", so Reuter bei Sky. Der ghanaische Rechtsverteidiger ist mit sofortiger Wirkung aus dem Kader gestrichen und kann sich laut Klubmitteilung einen neuen Verein suchen.

"Wenn er einen Verein findet, sind wir gesprächsbereit. Er hat uns mehrfach belogen. Es gibt klare Werte beim FC Augsburg. Wenn er diese nicht verfolgt, muss er sich einen Verein suchen, wo sein Verhalten akzeptiert wird", erklärt Reuter.

15:48 Uhr

Proteste gegen Diktator Kim überschatten Olympia-Test

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Erstmals schicken Nord- und Südkorea bei Olympia ein gemeinsames Eishockeyteam aufs Eis.

(Foto: AP)

Niedergetrampelte Porträtbilder von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un, zerrissene Vereinigungsflaggen und verschärfte Sicherheitsmaßnahmen: Lautstarke Proteste überschatten den einzigen Olympia-Test des gemeinsamen Eishockey-Teams von Süd- und Nordkorea für das Frauen-Turnier bei den Winterspielen in Pyeongchang.

Während der 1:3-Niederlage der Asiatinnen in Incheon gegen Schweden machen vor der Arena mehrere Dutzend Gegner der Entscheidung für die symbolträchtige Vereinigung der beiden Mannschaften aus den verfeindeten Ländern mit Sprechchören ihrer Verärgerung Luft. Ein großes Polizeiaufgebot trennt die Demonstranten von ebenfalls zahlreich vertretenen Befürwortern des historischen Olympia-Deals.

Über Megafone liefern sich die beiden Lager mit den Parolen "Pjöngjang-Spiele" aufseiten der Anti-Nordkorea-Fraktion und "Friedensspiele" bei den Unterstützern des gemeinsamen Olympia-Auftritts lautstarke Verbalgefechte. In der Seonhak-International-Ice-Rink-Arena begrüßen die 3000 Zuschauer das koreanische Team mit vier Spielerinnen aus dem Norden beim Einlaufen mit tosendem Applaus und frenetischen Anfeuerungsrufen. Auf den blau-roten Trikots der Gastgeberinnen prangt in großen Lettern "KOREA". Die blau-weiße "Vereinigungsflagge" wird neben der schwedischen Nationalfahne gehisst, während die Organisatoren den 600 Jahre alte Folksong "Arirang" statt einer Nationalhymne erschallen lassen.

15:11 Uhr

Klopp glaubt an Meisterschaft mit FC Liverpool

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Klopp trifft am Nachmittag im Spitzenspiel auf Tottenham Hotspur.

(Foto: dpa)

Bevor Sie sich jetzt fragen, welche Premier-League-Tabelle Jürgen Klopp vorliegen hat: Nein, der Trainer des FC Liverpool glaubt nicht an eine wundersame Aufholjagd, die Manchester City doch noch vom Thron stoßen könnte. Dafür ist die Elf von Pep Guardiola zu weit enteilt. Aber: Generell sei das mit der Meisterschaft mit den Reds kein Ding der Unmöglichkeit, meint Klopp in der "Daily Mail".

"Wenn die Menschen hier für diesen einen Moment zusammenarbeiten wollen, dann können wir es schaffen und es ist möglich", sagt Klopp im Interview. "Die einzige Chance die wir haben, ist die Zeit zu nutzen, die wir haben", erklärt der frühere Coach von Borussia Dortmund. Klopp betont, er verspüre keinen Druck von Seiten des Vereins. "Die Eigner sagen nicht "Nächstes Jahr musst du Meister werden, sonst kannst du gehen", nur von außen wird gesagt "Wenn er keine Trophäe holt, steht er unter Druck".

Die Bedingungen in Liverpool seien hervorragend, lobt der 50-Jährige. Auch wenn die Reds finanziell nicht mit Manchester City konkurrieren könnten, sei er nicht neidisch, denn: "Wir können Man City schlagen wie im letzten Monat. Wir müssen unsere Bestleistung abrufen."

Dass der Tabellenführer 19 Punkte Vorsprung auf den Dritten Liverpool habe, liege indes nicht an Man City, betont Klopp. "Nein. Nur an uns. Wir hätten Spiele gewinnen können.",

14:44 Uhr

Alpin-Star Vonn rast mit 81. Weltcup-Sieg Richtung Rekord

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Vonn ist auf der Abfahrt momentan nicht zu schlagen.

(Foto: REUTERS)

Speed Queen Lindsey Vonn bestätigt ihren Status als Topfavoritin auf Abfahrtsgold fünf Tage vor dem Start der Winterspiele in Pyeongchang mit ihrem 81. Weltcup-Sieg eindrucksvoll. Die 33-Jährige aus den USA gewinnt auch das zweite Rennen in der Königsdisziplin in Garmisch-Partenkirchen - wieder vor der Italienerin Sofia Goggia (+0,11 Sekunden). Tina Weirather aus Liechtenstein (+0,12) wird Dritte.

  • Viktoria Rebensburg kommt im letzten Rennen vor Olympia nicht über den neunten Platz hinaus. 0,97 Sekunden trennen die Elfte des Vortages von Siegerin Vonn, die bereits gestern auf der verkürzten Kandahar-Abfahrt gewonnen hatte. Vonn fehlen nun noch fünf Weltcup-Siege zur Bestmarke von Ingemar Stenmark (Schweden).
  • "Ich habe ein bisschen Angst gehabt", sagte sie nach den schweren Stürzen ihrer Teamkolleginnen Jacqueline Wiles und Stacey Cook, "ich dachte: gib Gas, aber fahre solide und gehe kein Risiko ein. Das tue ich in Südkorea." Rebensburg sieht bei sich "eine Steigerung zu Samstag. Olympia gehe sie mit einem "guten Gefühl" an, weil sie in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom gut drauf sei.
  • Dort greift Rebensburg gleich zum Auftakt der Spiele am 12. Februar nach Gold. "Die Leistungsdichte ist hoch, ich brauche zwei Traumläufe", sagt sie.
13:58 Uhr

Aubameyang schwärmt nach Debüt vom "großartigen Arsenal"

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(Foto: imago/Sportimage)

Da der FC Arsenal ja einiges ins Rollen gebracht hat, um Pierre-Emerick Aubameyang an die Themse zu locken, wäre es ziemlich blöd, würde der nicht abliefern. Ich glaube, das kann man so feststellen. Gut für alle Beteiligten, dass der frühere BVB-Torjäger sich einwandfrei in sein neues Team integriert. (Man könnte jetzt noch anmerken, dass das vielleicht an seinem überragenden Zusammenspiel mit dem Ex-BVB-Kollegen Henrich Mchitarjan liegt und was es wohl für den Revierklub bedeuten würde, wenn das Duo noch gemeinsam in Schwarzgelb kicken würde, aber lassen wir das aus Rücksicht auf etwaige BVB-Fans sein.)

Also, Aubameyang selbst ist jedenfalls hochzufrieden: "Was für eine Nacht in diesem großartigen Stadion", schreibt er bei Instagram und tut fast so, als habe er früher in Dortmund unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen müssen: "Tolle Teamleistung. Nur ein Wort: Glücklich!"

Ahja. Glücklich ist übrigens auch sein Trainer: "Die beiden Spieler (also Aubameyang und Mchitarjan, d. Red.) haben sich gut in unser Spiel integriert. Sie haben die Qualitäten, die unser Spiel ausmacht. Sie sind technisch stark, und sie sind schnell", lobt Arsene Wenger. Na dann sind ja (fast) alle glücklich, oder?

*Datenschutz

 

13:19 Uhr

Olympia kurios: Österreich hilft Nordkorea mit Anzügen aus

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Die nordkoreanischen Ski-Rennfahrer trainieren künftig im ÖSV-Dress.

(Foto: dpa)

Bei dem ganzen Doping-Sumpf rund um die Olympischen Spiele von Sotschi sowie den ganzen fragwürdigen Machenschaften des IOC freut man sich doch besonders, wenn man mal was Positives vermelden kann. In dem Fall über eine Starthilfe für einen ganz speziellen Teilnehmer.

Das kleine Team der nordkoreanischen Ski-Rennfahrer darf sich über rot-weiße Trainingsanzüge aus Österreich freuen. Als Teil der Starthilfe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird den drei Olympia-Debütanten die Ausrüstung vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) zur Verfügung gestellt. Mit dem Verband sei man sich schnell einig gewesen: "Natürlich helfen wir."

Die eigenen Rennanzüge in den Landesfarben für die Skifahrerin Kim Ryon Hyang sowie ihre männlichen Teamkollegen Choe Myong Gwang und Kang Song Il würden erst in einigen Tagen eintreffen. "Dass Nord- und Südkorea hier unter gemeinsamer Flagge starten, ist einmal mehr ein Beweis für die völkerverbindende Kraft des Sports im Allgemeinen beziehungsweise der Marke Olympia im Speziellen", wird ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel zitiert.

12:48 Uhr

Skisprung-Hoffnung Freitag verpatzt Olympia-Generalprobe

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(Foto: dpa)

Die deutsche Skisprung-Medaillenhoffnung Richard Freitag verabschiedet sich mit einem herben Rückschlag in Richtung Olympia. Einen Tag vor der Abreise nach Pyeongchang belegt der 26 Jahre alte Sachse bei der Generalprobe im hessischen Willingen nach zwei schwachen Sprüngen nur Rang 28 beim Sieg des Norwegers Johann Andre Forfang und verliert die Führung im Gesamtweltcup an Polens Topstar Kamil Stoch.

"Es war heute ein bisschen schwierig, es war unruhig in der Luft. Bei Olympia geht es jetzt auf die kleine Schanze, da ist es völlig egal, mit welchem Ergebnis hier man jetzt nach Pyeongchang hinfährt", so Freitag, der bei schwierigen Windverhältnissen im zweiten Durchgang mit Mühe einen Sturz vermeiden konnte, im ZDF. Bundestrainer Werner Schuster meint: "Richard hat heute richtig viel Pech mit dem Wind gehabt."

12:06 Uhr

Langlauf-Beben: 313 Medaillengewinner unter Dopingverdacht

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Namen werden in dem Doping-Bericht keine genannt.

(Foto: dpa)

Kurz vor den Winterspielen in Pyeongchang sorgen Enthüllungen über dopingverdächtige Blutwerte von Ski-Langläufern für Unruhe. Betroffen sind demnach 313 Medaillenträger bei Olympia und Weltmeisterschaften aus den vergangenen 16 Jahren.

  • Das ist fast die Hälfte aller Langlauf-Medaillen, die bei diesen Titelkämpfen zwischen 2001 und 2017 vergeben wurden. Das berichten die ARD-Dopingredaktion, die "Sunday Times", das schwedische Fernsehen SVT und das Schweizer Digitalmagazin republik.ch. Dem Rechercheverbund war von einem Whistleblower eine Datenbank mit rund 10.000 Bluttests von fast 2000 Wintersportlern zugespielt worden, die diese ungewöhnliche Häufigkeit verdächtiger Blutwerte dokumentieren soll.
  • Experten zufolge liegt laut einer ARD-Mitteilung die Wahrscheinlichkeit einer anderen Ursache als Doping für derartige Werte unter Topathleten bei lediglich einem Prozent. Die Daten zeigen zudem, dass mehr als 50 Ski-Langläufer auf der Qualifikationsliste für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang bei Bluttests auffällige Werte aufweisen, die nahelegen, dass sie in der Vergangenheit betrogen haben könnten und ohne Sanktion davongekommen seien.
  • Die größte Anzahl an Athleten mit verdächtigen Werten stamme aus Russland. Doch auch Loipen-Stars aus Norwegen, Deutschland, Schweden und Italien, die mutmaßlich manipuliert haben, werden mehr als 100 Medaillengewinne zugeschrieben. Der Deutsche Olympische Sportbund will keine Stellungnahme dazu abgeben. "Wir brauchen noch mehr Informationen", so DOSB-Sprecherin Ulrike Spitz.
11:19 Uhr

"Wiederholt belogen": FC Augsburg schmeißt Opare raus

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Die Karriere beim FCA ist für Opare beendet.

(Foto: imago/kolbert-press)

Überraschend gibt der FC Augsburg vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) die Trennung vom ghanaischen Rechtsverteidiger Daniel Opare bekannt. Der 27-Jährige kann sich einen neuen Verein suchen (und hat ihn womöglich auch schon gefunden).

  • "Daniel Opare hat uns bewusst und trotz der Konfrontation mit Fakten wiederholt belogen. Des Weiteren hat er mehrfach gegen den Verhaltenskodex innerhalb der Mannschaft verstoßen", begründet Manager Stefan Reuter die Disziplinar-Maßnahme. Schon am Nachmittag steht Opare nicht mehr im FCA-Kader.
  • Der Profi habe gegen die von den bayerischen Schwaben gelebten Werte wie Bodenständigkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit mehrfach verstoßen, teilen die Augsburger mit. "Aus diesem Grund hat der FCA sein Angebot einer Vertragsverlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrages zurückgezogen", heißt es in einer Mitteilung.
  • Offenbar wird Opare ein Treffen mit Schalke-Sportvorstand Christian Heidel zum Verhängnis. Dieser beschwichtigt allerdings auf Sky Sport News HD: "Es handelte sich um ein reines Kennlern-Gespräch. Es ging nicht um einen Transfer im Winter."
10:54 Uhr

Nowitzki beendet Pleitenserie, Cavs erleben Debakel

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(Foto: dpa)

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks feiern in der NBA eines ihrer seltener gewordenen Erfolgserlebnisse. Bei den Sacramento Kings gewinnen die Mavs mit 106:99 und geben damit den letzten Tabellenplatz in der Western Conference an den unterlegenen Gegner ab. Nowitzki kommt auf 15 Punkte und sieben Rebounds, der ehemalige Münchner Maxi Kleber bringt es in seinen 64 Sekunden Einsatzzeit auf einen Rebound - immerhin.

Eine Niederlage kassieren dagegen die Chicago Bulls mit Nationalspieler Paul Zipser. Beim 103:113 bei den Los Angeles Clippers steht Zipser rund 26 Minuten auf dem Parkett, seine Ausbeute sind 16 Punkte und fünf Rebounds.

Ein Debakel erleben die Cleveland Cavaliers, die in der heimischen Arena den Houston Rockets mit 88:120 unterliegen. Der NBA-Champion von 2016, bei dem Superstar LeBron James das letzte Viertel auf der Bank verbrachte, war Houston in allen Belangen unterlegen und hatte nie eine Chance, das Spiel zu gestalten. Dennoch behaupten die Cavaliers in der Tabelle der Eastern Conference ihren dritten Platz hinter den Boston Celtics mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Theis und den Toronto Raptors.

Im Westen führt der amtierende Champion Golden State Warriors vor den Houston Rockets und den San Antonio Spurs.

10:14 Uhr

Überragender Zverev führt Deutschland ins Viertelfinale

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(Foto: REUTERS)

Was für ein Auftakt ins Tennis-Jahr: Alexander Zverev führt das deutsche Davis-Cup-Team mit seinem zweiten Sieg gegen Gastgeber Australien nach vier Jahren wieder ins Viertelfinale des traditionsreichen Mannschaftswettbewerbs. Der gebürtige Hamburger setzt sich in Brisbane gegen den leicht angeschlagenen Nick Kyrgios nach 1:47 Stunden souverän 6:2, 7:6 (7:3), 6:2 durch und holt damit den Punkt zum 3:1.

In der nächsten Runde (6. bis 8. April) spielt Deutschland in Spanien oder Großbritannien um den Einzug ins Halbfinale. Zuletzt hatte die DTB-Auswahl dreimal nacheinander in der Auftaktrunde verloren und sich den Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten 16 Teams erst in der Relegation gesichert.

"Das ist fantastisch, ein unglaubliches Gefühl", schwärmt Zverev, der am Freitag bereits den ersten deutschen Punkt geholt hatte: "Ohne meine Teamkollegen wäre das alles nicht möglich gewesen." Jan-Lennard Struff und Tim Pütz gestern Samstag für die 2:1-Führung gesorgt. "Ich bin super glücklich, aber hoffentlich ist das nur der Beginn für uns", so Zverev.

Mehr zum wiedererstarkten deutschen Team lesen Sie gleich auf n-tv.de.

09:37 Uhr

Super-Bowl-Wahnsinn, Olympia-Tests, HSV-Abstiegskampf

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Comeback-Wahnsinn im Super Bowl LI: Die New England Patriots und Superstar Tom Brady.

(Foto: imago/Icon SMI)

Hallo und herzlich willkommen zum schönsten Sport-Tag des Jahres – auch bekannt unter dem Namen Super Bowl Sunday. Während ich innerlich schon in Versalien eskalieren könnte (SUPER BOWL SUNDAY !!), übe ich mich in Zurückhaltung, mal gucken wie das klappt. Also, wir haben natürlich im Laufe des Tages alles zum wichtigsten Sport-Event der Welt. Unser Autor Heiko Oldörp verschafft uns einen Überblick über den alljährlichen Gigantismus des American Footballs und warum das so ist.

Im sportlichen Fokus steht wie eigentlich immer das Duell der beiden Quarterbacks, beim Super Bowl LII kommt es zwischen den Philadelphia Eagles und den New England Patriots zum Showdown der Generationen: "Nobody" Nick Foles vs. "The GOAT" Tom Brady. Mit letzterem habe ich mich beschäftigt, meine Vorschau auf das "ewige NFL-Monster" lesen Sie am Nachmittag bei uns. Hier geht’s zum Favoritencheck meines Kollegen Finn Tönnjes, der uns den Underdog Philadelphia Eagles vorstellt.

So, was wird sonst noch wichtig?

In der Fußball-Bundesliga kämpft der HSV bislang weitestgehend erfolglos gegen den drohenden Abstieg – mal schauen, ob heute daheim gegen Hannover 96 wichtige Punkte eingespielt werden können. Im anderen Sonntagsspiel trifft der FC Augsburg auf das Überraschungsteam der Frankfurter Eintracht.

Die große Skispringen-Party in Willingen geht um 10:20 Uhr weiter – da hatte der Deutsche Richard Freitag gestern Platz eins um 44 Zentimeter verpasst. Eine Olympia-Generalprobe steht auch im Ski alpin an: Um 12:30 Uhr startet die Abfahrt der Damen in Garmisch-Partenkirchen.

Außerdem schauen wir wie gewohnt auf die europäischen Top-Ligen im Fußball sowie auf die 2. Fußball-Bundesliga. Mein Name ist Judith Günther und aus gegebenem Anlass sag' ich einfach mal: Kickoff!