Drei Monate vor Beginn der Fußball-WM sind in Katar laut einem Medienbericht 60 Arbeitsmigranten nach Protesten gegen nicht gezahlte Gehälter festgenommen und teils abgeschoben worden. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die in London ansässige Interessenvertretung Equidem Research, die katarische Regierung sowie ein Interview mit einem Betroffenen.
Das reiche Emirat am Golf wird immer wieder wegen systematischen Menschenrechtsverstößen und der Ausbeutung von Migranten kritisiert. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück und führt Reformen zugunsten der Arbeiter an.
Die katarische Regierung erklärte AP, "eine Reihe von Demonstranten" seien festgenommen worden. Sie hätten gegen "Gesetze zur öffentlichen Sicherheit" verstoßen.
Einige der Demonstranten seien laut Equidem bis zu sieben Monate lang nicht bezahlt worden, berichtete AP.
