Der Sport-TagWerders Bode bietet Schach-Primus Carlsen die Stirn
Einen kühlen Kopf bewahren muss Marco Bode ohnehin. Der ehemalige Fußball-Europameister ist Aufsichtsratsvorsitzender des derzeit kriselnden Bundesligisten Werder Bremen. Dass er auch abseits des Fußballgeschäfts die Nerven behält, hat der 48-Jährige nun in Hamburg unter Beweis gestellt.
Zur Ablenkung vom tristen Liga-Alltag hat Bode an einem Simultanturnier teilgenommen - und dort dem amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen zähen Widerstand geleistet.
Erst nach 33 Zügen musste der 40-malige Nationalkicker aufgeben.
"Am Anfang habe ich mich eigentlich gut gefühlt, dann war es, als ob man gegen Real Madrid und Bayern München zur gleichen Zeit spielt", sagte Bode nach der Partie: "Ich wollte es kompliziert auf dem Brett halten und dabei kompakt stehen. Aber der Druck wurde immer größer."
Kleiner - wenn auch schwacher - Trost für Bode: Auch die zwölf anderen Amateure verloren ihre Partie gegen den Norweger Carlsen.