Formel1

Neue Saison, neues Reglement Das ändert sich in der Formel 1

7f1d73ac8da891844dd0fa88a3bd14df.jpg

Der Ferrari von Sebastian Vettel, hier beim Qualifying in Melbourne, sieht in dieser Saison deutlich verändert aus. Grund ist unter anderem das neue Reglement.

(Foto: dpa)

Schneller, breiter, schwerer - die Regeln der neuen Formel-1-Saison spielen mit den Superlativen. Besonders brisant: In diesem Jahr 2019 fällt die schwarz-weiße Zielflagge weg. Außerdem müssen die Piloten Gewicht zulegen. Was sich sonst noch alles ändert, lesen Sie hier. Sehen können sie es dann an diesem Sonntag, wenn um 6.10 Uhr unserer Zeit (bei RTL und im Liveticker auf n-tv.de) in Melbourne das erste Rennen der Saison ansteht. Dann startet nach einem sehr souveränen Qualifying in Australien der britische Weltmeister Lewis Hamilton in seinem Mercrdes von der Pole Position, gefolgt von seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Deutsche Sebastian Vettel im Ferrari beginnt von Platz drei aus. Der räumte hinterher durchaus ein wenig frustriert ein: "Es hat sich nicht so gut angefühlt wie bei den Tests." Aber zurück zu den Neuerungen:

Aerodynamik: Die Frontflügel sind fortan zwei Meter breit (2018: 1,80 Meter), die Heckflügel 1,05 Meter (zuvor 95 Zentimeter). Auch der Aufbau wird vereinfacht. So dürfen etwa die Frontflügel nur noch aus fünf Elementen bestehen (zuvor unbegrenzt). Durch die Veränderungen sollen die Luftverwirbelungen ("Dirty Air") reduziert werden. Beim Überholen soll auch helfen, dass das obere Flügelprofil, welches bei der Aktivierung des Drag Reduction Systems hochgeklappt wird, von 6,5 auf 8,5 Zentimeter vergrößert wird.

Extrapunkt: Die schnellste Rennrunde wird künftig mit einem Extrapunkt in der Fahrer- und Konstrukteurswertung belohnt. Voraussetzung ist allerdings ein Zieleinlauf in den Punkterängen, also unter den besten Zehn.

Sprit: Die maximal zur Verfügung stehende Treibstoffmenge im Rennen wird von 105 auf 110 Kilogramm erhöht. Damit soll vor allem gegen Rennende mehr Action herrschen.

imago39319970h.jpg

Durfte Gewicht zulegen: Lewis Hamilton.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Gewicht: Für die Piloten heißt es zulegen - sie müssen inklusive Ausrüstung und Sitz nun 80 Kilogramm wiegen. Ist es weniger, wird am Fahrersitz entsprechend Gewicht zugeladen. Ungesunde Diätprogramme sollen damit ein Ende haben. Zugleich steigt das Mindestgewicht der Fahrzeuge inklusive Fahrer auf 740 Kilogramm. Im Vorjahr waren es nur 733 Kilogramm.

Sicherheit: Safety first gilt in der kommenden Saison an einigen weiteren Stellen. Dabei wird neueste Technologie verwendet: Biometrische Handschuhe sollen Live-Informationen über den Pulsschlag oder den Sauerstoffgehalt im Blut liefern. Außerdem wurde die Schale der Rennhelme verstärkt. Um das Risiko noch weiter zu verringern, werden die Visiere kleiner und widerstandsfähiger.

Reifen: Es wird übersichtlicher. 2019 gibt es nur noch drei unterschiedliche Kennzeichnungen für die insgesamt fünf Reifenmischungen: Weiß für die härteste Mischung an einem Wochenende, Gelb für die mittlere und Rot für die weichste. Die einzelnen Reifenmischungen sind gestaffelt von C1 (Hard) bis C5 (Hypersoft) und basieren auf den Pneus von 2018.

Strafversetzungen: Wenn mehrere Fahrer aufgrund von Strafen ans Ende der Startaufstellung versetzt werden, entscheidet fortan das Ergebnis des Qualifyings über die Reihenfolge.

Rennende: Das offizielle Ende eines Rennens wird nicht mehr durch die Zielflagge markiert, sondern eine digitale Anzeige auf der Start-Ziel-Geraden. Auslöser war der Flaggenpatzer von Montreal 2018, als fälschlicherweise eine Runde zu früh abgewunken wurde. Die schwarz-weiß karierte Flagge wird trotzdem weiter geschwenkt, nur hat sie lediglich noch emotionalen Wert.

Quelle: n-tv.de, jho/sid

Mehr zum Thema