Formel1

Tests: Auch Mercedes schwächeltF1-Team sendet überraschenden Hilferuf - "vier Sekunden" fehlen

12.02.2026, 19:05 Uhr
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Bei Fernando Alonso und Aston Martin läuft noch nicht alles rund. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Bei den Formel-1-Tests in Barcelona schüchtert Mercedes seine Konkurrenz ein - wenige Wochen später kämpft das Top-Team nun selbst mit Problemen. Indes schrillen bei Aston Martin alle Alarmglocken. Und das, obwohl eine Ingenieursikone bei der Entwicklung beteiligt ist.

Lediglich 54 Runden für George Russell, sogar nur 3 für Kimi Antonelli - Mercedes hat bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain überraschend den zweiten Tag in Folge geschwächelt. Während Charles Leclerc in seinem Ferrari SF-26 auf dem Wüstenkurs in 1:34,273 Minuten die schnellste Runde drehte und Weltmeister Lando Norris (McLaren) fleißig Kilometer abspulte, standen die Silberpfeile über weite Strecken in der Garage. Ohnehin wurde der zweite von drei Testtagen in dieser Woche durch zahlreiche Rote Flaggen immer wieder unterbrochen.

Wie bereits am Mittwoch zum Auftakt legte Nico Hülkenberg in seinem Audi eine solide Vorstellung hin. Das neue Werksteam im Feld muss vor dem Saisonauftakt in Australien am 8. März besonders viel lernen. Der 38-Jährige absolvierte zwar nur 47 Runden, lieferte seinem Team für den Saisonstart mit zahlreichen Funktionschecks aber wichtige Daten.

Große Sorgen gibt es indes bei Aston Martin. Lance Stroll erklärte am Rande der Testfahrten, dass das neue Auto des Teams ungefähr vier Sekunden hinter den Top-Teams liege. "Es ist unmöglich zu wissen, mit wie viel Treibstoff die anderen Teams gefahren sind", sagte der Kanadier laut ESPN an der Strecke. "Aber wir müssen jetzt irgendwo unsere vier Sekunden finden." Die schnellste Runde seines Teamkollegen Fernando Alonso lag am Ende 4,6 Sekunden hinter der von Ferraris Leclerc.

Antriebsprobleme bei Mercedes

Der große Rückstand ist vor allem deshalb überraschend, weil dieses Auto erstmals auch F1-Guru Adrian Newey mitentwickelt. Der Brite baute in seiner Karriere bislang zahlreiche Weltmeisterautos und ist eigentlich immer ein Erfolgsgarant gewesen - vor allem für Sebastian Vettel und Max Verstappen bei Red Bull. Aston Martin hat in dieser Saison den Antrieb gewechselt und setzt nun auf Honda statt auf einen Mercedes-Motor.

Vier Sekunden Rückstand sind in der Formel 1 mehr als eine Welt. Offen ist, ob das Auto auch unter Wettbewerbsbedingungen noch so langsam ist. Bei Trainingsfahrten ist unklar, mit welchen Einstellungen und welchem Gewicht die Teams fahren.

Nicht nur bei Aston Martin lief nicht alles rund. Mercedes hatte derweil offenbar Probleme mit der für diese Saison völlig neu entwickelten Antriebseinheit, schon der Vortag war für das ehemalige Weltmeister-Team nicht nach Plan gelaufen. Beim nicht öffentlichen Test im Januar in Barcelona hatte Mercedes noch einen ganz starken Start ins Jahr hingelegt und die Konkurrenz ins Staunen versetzt.

Die Superstars Max Verstappen (Red Bull) und Lewis Hamilton (Ferrari) pausierten am Donnerstag, die Tests laufen noch bis Freitag und werden in der kommenden Woche (18. bis 20. Februar) fortgesetzt - ehe es dann in Australien im Kampf um den Titel ernst wird.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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