Formel1

Mit der Chance auf Beförderung Ferrari bestätigt Schumacher-Debüt in F1

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Schumacher gehört dem Nachwuchsprogramm der Scuderia Ferrari an.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

In der Formel 2 kämpft Mick Schumacher um die Meisterschaft - und macht damit ganz offensichtlich Eindruck bei Ferrari. Teamchef Mattia Binotto kündigt an, dass der 21-Jährige in dieser Saison erstmals in der Formel 1 zum Einsatz kommen soll. Und dabei gute Aussichten auf eine Beförderung für 2021 hat.

Die Verwirrung darüber, ob Mick Schumacher in dieser Saison noch in ein Formel-1-Auto einsteigt und an einem Freien Training teilnimmt oder nicht, sie hat ein Ende. Dafür sorgte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der am Rande des Rennwochenendes im italienischen Mugello bestätigte: Der 21-Jährige soll noch im Jahr 2020 erstmals regulär an einem Freitag zum Einsatz kommen. Offen ist allerdings noch, wann und für welches Team.

Wahrscheinlich ist, dass Schumacher seine ersten F1-Kilometer bei Haas oder Alfa Romeo sammelt, die jeweils von Ferrari mit Motoren beliefert werden. An diesem Sonntag steht für die Königsklasse des Motorsports der Große Preis der Toskana (15.10 Uhr/RTL, Sky und im Liveticker bei ntv.de) auf der Ferrari-Hausstrecke an, es ist das neunte von 17 geplanten Rennen in der laufenden Saison. Danach bleiben also noch acht Wochenenden für die Formel-1-Premiere des Ferrari-Juniors übrig.

Eile ist dabei allerdings nicht geboten, betonte Binotto am Mikrofon von RTL/ntv: "Sein Fokus muss auch weiter auf der Formel 2 liegen, denn er kämpft dort um die Meisterschaft." Der Unterbau der Königsklasse gastiert aktuell ebenfalls in Mugello und auch die verbleibenden Rennen in Sochi (26./27. September) und der Bahrain-Doppelpack (28./29. November und 5./6. Dezember) steigt ebenfalls im Rahmenprogramm der Formel 1. Dass Schumacher an diesen Wochenenden sein Debüt feiert, ist daher unwahrscheinlich.

Besonderes Erlebnis in Mugello

Stattdessen könnte er etwa im Oktober auf dem Nürburgring oder in Portimao/Portugal zum Einsatz kommen, ebenso in Imola oder Istanbul im November oder auch erst im Dezember beim F1-Abschluss in Abu Dhabi. An diesen Terminen pausiert die Formel 2, in der Schumacher bis dahin weiter Argumente für einen Aufstieg sammeln kann.

Denn nach 16 von 24 Rennen ist der Ferrari-Junior nach fünf Podiumsplätzen auf Platz zwei der Gesamtwertung vorgerückt und gilt angesichts seiner steigenden Formkurve als Kandidat für den Titel. Diese Entwicklung bleibt auch Ferrari und Binotto nicht verborgen: "Ich denke, dass Mick große Chancen hat, möglicherweise nächstes Jahr in der Formel 1 zu fahren."

Diese Aussage wiederum deckt sich mit den Eindrücken von ntv-Experte Felix Görner, der aus Mugello berichtete: "Das verdichtet sich immer mehr, dass Mick seine Karriere in der Formel 1 an der Seite von Antonio Giovinazzi bei Alfa Romeo beginnt."

Wobei der 21-Jährige schon in Mugello an das Steuer eines Formel-1-Boliden darf, wenn auch nicht an das eines aktuellen. Ferrari feiert seinen 1000. Grand-Prix-Start - und Schumacher fährt aus diesem Anlass den F2004 und damit das Auto, mit dem sein Vater Michael in der Saison 2004 seinen siebten und letzten Weltmeistertitel geholt hat.

Quelle: ntv.de, tsi