Formel1

Formel 1 gastiert am Nürburgring "Grüne Hölle weckt viele Emotionen"

Die Formel 1 fährt in dieser Saison doch in Deutschland - und zwar am Nürburgring. Das Bundesland Rheinland-Pfalz verspricht, dass beim Rennen im Oktober Fans dabei sein dürfen. Im Interview spricht ntv-Experte Felix Görner über seine Erwartungen an das Rennen, den Vettel-Abschied von Ferrari und die Absage anderer Rennen.

Wie ist die Entscheidung pro Nürburgring und gegen Hockenheim ausgefallen und wie ist diese zu bewerten?

Die Formel 1 möchte Rennen mit Fans und der Nürburgring konnte garantieren, dass man im Oktober aufgrund der niedrigen Coronazahlen mehr Fans an die Strecke lässt. Hockenheim konnte das nicht, die Veranstalter konnten nur 500 Fans garantieren und das war zu wenig.

Mit wie vielen Zuschauern kann man am Nürburgring rechnen?

Es wäre wünschenswert, wenn mehrere Tausend Zuschauer an den Nürburgring kommen können. Es ist eine topografische Lage wie beispielsweise in Österreich. Das heißt, der Nürburgring liegt nicht in einem Ballungsgebiet, sondern rundherum ist einfach nur Wald, Wald, Wald. Insofern ist es sehr gut machbar, aufgrund der niedrigen Corona-Infektionszahlen eine Veranstaltung mit Fans durchzuführen.

Die "Grüne Hölle" ist zurück, warum können sich die Fans darauf freuen?

Weil das eine Traditionsrennstrecke ist. Das ist die Traditionsrennstrecke in Deutschland, der Nürburgring, die "Grüne Hölle", damit sind ganz viele Emotionen verbunden: Schumacher-Siege, Vettel-Siege, Dramen, Wetterkapriolen. Die Eifel bietet alles, was das Formel-1-Herz höher schlagen lässt.

Apropos Wetterkapriolen. Das Rennwochenende findet vom 9. bis 11. Oktober statt, das ist eine Zeit, in der es schon schneien oder zumindest sehr kalt werden kann.

Allerdings, da fröstelt es einen! Wir haben da schon Formel-1-Rennen gehabt mit 8 Grad, mit 10 Grad. Und in der Eifel im Oktober, da ist alles möglich, inklusive Schneefall. Also da können wir uns wirklich drauf freuen. Ich bin mal gespannt, ob die Formel 1 auch Winterreifen hat.

Für Sebastian Vettel wird es wohl das drittletzte Rennen für Ferrari sein - das wird emotional.

görner in spielberg.jpg

Felix Görner ist Formel-1-Experte von ntv.

Auf jeden Fall. Er hat dieses Rennen schon mal gewonnen und deswegen wird das auch für ihn ein großer Moment sein, dort mit einem roten Auto - allerdings im Moment mit einer roten Schildkröte - zu fahren. Das Ganze vor Fans in seinem Heimatland, das wird ein besonderer Moment für ihn sein.

Der Rennkalender ist jetzt veröffentlicht. Sind Überraschungen dabei und was waren die Beweggründe, die eine oder andere Rennstrecke doch nicht zu fahren?

Naheliegend war aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen in Süd- und Nordamerika kein Rennen stattfinden zu lassen. Das heißt, wir haben bis Ende Oktober eine europäische Formel 1. Das ist nachvollziehbar und auch gut. Die Formel 1 fährt in sicheren Gebieten, was letztendlich positiv für den Sport ist, weil man dann eine Weltmeisterschaft bis Ende des Jahres durchführen kann.

Mit Felix Görner sprach Nico Holter

Quelle: ntv.de