Formel1

Noch kein F1-Titel in Mexiko? Hamilton stapelt vor möglicher Krönung tief

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Hat Formel-1-Primus Hamilton zu wenig Selbstvertrauen vor dem Mexiko-Rennen?

(Foto: REUTERS)

Mit einer Topleistung kann Lewis Hamilton schon in Mexiko den sechsten WM-Titel in der Formel 1 einfahren. Doch der Mercedes-Pilot erwartet das "schwerste Rennen des Jahres". Der konkurrierende Rennstall Ferrari geht den Grand Prix deutlich offensiver an.

Lewis Hamilton ist in Sorge. Zuallererst um den Planeten, wie er zuletzt in einem düsteren Instagram-Beitrag darlegte. Doch auch rein sportlich ist der Formel-1-Superstar vor seiner möglichen WM-Krönung am Sonntag beim Großen Preis von Mexiko (ab 20.10 Uhr bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de) ziemlich pessimistisch gestimmt. "Mexiko wird wohl unser schwierigstes Rennen des ganzen Jahres", unkte der Mercedes-Pilot mit Blick auf das Highspeed-Spektakel im Autódromo Hermanos Rodríguez.

F1-Trainings und Qualifying live bei n-tv und n-tv.de

Die Formel 1 gastiert in Brasilien und n-tv ist live dabei. Wir übertragen die beiden Trainingssessions am Freitag.

Freitag, 15. November:

  • 1. Freies Training: 14.55 bis 16.35 Uhr bei n-tv und bei n-tv.de
  • 2. Freies Training: 18.55 bis 20.35 Uhr bei n-tv und bei n-tv.de

Samstag, 16. November:

  • Zusammenfassung 3. Freies Training sowie Qualifying live: 18.00 bis 21.08 Uhr bei RTL

Sonntag, 17. November:

  • Das Rennen in Sao Paulo live: 17.52 bis 20.15 Uhr bei RTL

Die dünne Luft auf mehr als 2200 Metern Höhe in Mexiko-Stadt sorgt für geringen Abtrieb trotz maximal angestellter Flügel, der Turbo muss mehr Arbeit als üblich verrichten, was die ohnehin komplizierte Kühlung zusätzlich erschwert. Faktoren, mit denen alle zehn Teams umgehen müssen, die aber vor allem Serienweltmeister Mercedes Kopfzerbrechen bereiten. "Wir werden alles geben, um den Schaden zu begrenzen", erklärte Motorsportchef Toto Wolff und machte damit wenig Hoffnung auf den 100. Grand-Prix-Sieg des Werksteams am kommenden Wochenende.

Durch ein Schwächeln der Silberpfeile würde wohl auch die WM-Entscheidung vertagt. Immerhin muss Hamilton für die Krone in Mexiko 14 Punkte mehr holen als sein Teamkollege Valtteri Bottas. Platz drei ist damit die Mindestanforderung für den Briten.

Neue Runde im Ferrari-Duell

Vom Sieg sprach im Vorfeld übrigens auch Red Bull um den zweimaligen Mexiko-Sieger Max Verstappen nicht, dafür aber Ferrari. "Nach zwei Rennen, bei denen wir besser hätten abschneiden können, reisen wir nach Mexiko, um dort zu gewinnen", erklärte Teamchef Mattia Binotto selbstbewusst.

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Können die beiden Ferrari-Streithähne Leclerc und Vettel einen vorzeitigen Hamilton-Triumph verhindern?

(Foto: imago images/Action Plus)

Im Qualifying war die Scuderia zuletzt fünfmal in Folge nicht zu schlagen. In den Rennen aber lief keineswegs alles glatt, was auch am zunehmend angespannten Verhältnis der Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc liegt. Beide machten im Boxenfunk vor allem in den Rennen in Singapur und Sotschi ziemlich klar, dass sie in erster Linie für sich selbst fahren.

Süffisante Beobachtungen

Dass es bei Ferrari knistert, hat auch Hamilton mit einer gewissen Süffisanz registriert. Der wohl bald sechsmalige Champion hat aus der Entfernung "eine sehr interessante Dynamik" ausgemacht - und zwar eine, die ihm und Mercedes schon in den vergangenen beiden Rennen zum mehr oder weniger unverhofften Sieg verholfen hat. "Sebastian hat die Saison als Nummer eins angefangen und ist es jetzt nicht mehr. Von außen betrachtet sieht es so aus, als ob Ferrari Charles gerade zur Nummer eins aufsteigen lässt", schilderte Hamilton seine Eindrücke der "Bild"-Zeitung: "Ist das gut für ein Team? Ich denke nicht. Aber diese Philosophie haben sie schon immer."

Nach der Sommerpause übernahm die Scuderia sportlich das Zepter. Die WM war zu diesem Zeitpunkt zwar bereits so gut wie gelaufen, doch das tut dem Machtkampf zwischen dem viermaligen Weltmeister Vettel und dem forschen Ferrari-Neuling Leclerc keinen Abbruch.

Nicht von ungefähr holte Ferrari in diesem Zeitraum 27 WM-Punkte weniger als Mercedes - der Serien-Weltmeister aus Stuttgart, Brackley und Brixworth mag zwar nicht mehr uneingeschränkt den Speed vorgeben, macht aber schlicht "keine Fehler", wie Vettel einräumte. Vielleicht reicht das auch am Sonntag wieder für die Silbernen.

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Quelle: n-tv.de

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