Formel1

Ein Quantum Geld für Lotus in der Formel 1 Hülkenberg darf auf Cockpit hoffen

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Seine Chancen steigen: Nico Hülkenberg.

(Foto: dpa)

Die Investorengruppe Quantum Motorsports aus Abu Dhabi steht vor der Teilübernahme des angeschlagenen Formel-1-Rennstalls Lotus. Das ist gut für den deutschen Piloten Nico Hülkenberg. Der darf nun hoffen, demnächst für Kimi Räikkönen ins Cockpit zu steigen.

Die Formel-1-Zukunft von Nico Hülkenberg bei Lotus scheint gesichert. Die Investorengruppe Quantum Motorsport aus Abu Dhabi bestätigte den Einstieg beim britischen Rennstall und einen unterschriftsreifen Vertrag für den 26 Jahre alten deutschen Fahrer. "Von unserer Seite wurde alles erfüllt, was zu erfüllen ist", sagte Mansoor Ijaz, Chef von Quantum Motorsports, dem Fachmagazin "Autosport". Das einzige, worauf man noch warte, sei die finale Zustimmung durch den bisherigen alleinigen Teambesitzer, die Investmentgruppe Genii Capital.

Quantum Motorsport soll 35 Prozent des Teams erhalten. Nach Aussagen von Ijaz sei das Geld dafür auf die Konten von Lotus transferiert worden. Damit ist Lotus nicht mehr auf die Millionen-Mitgift von Bezahlfahrern wie Pastor Maldonado angewiesen und kann Hülkenberg als Nachfolger für den zu Ferrari wechselnden Kimi Räikkönen für 2014 verpflichten. "Der Vertrag ist vorbereitet. Nico ist interessiert und ich gehe davon aus, dass es innerhalb recht kurzer Zeit formalisiert werden wird", sagte Ijaz.

Große Pläne mit Lotus in der Formel 1

Mit den Millionen von Quantum könnte Lotus auch endlich Räikkönen bezahlen. Der Finne hatte vor dem Rennen in Abu Dhabi gedroht, bei den letzten Saisonrennen in den USA und in Brasilien nicht mehr für Lotus zu starten. Ein Boykott scheint nun nach dem Einstieg von Quantum aber vom Tisch zu sein. "Ich bin zuversichtlich, dass er die beiden letzten Rennen fahren wird", sagte Ijaz.

Er habe sich bei Räikkönen und dessen Manger Steve Robertson dafür entschuldigt, dass sich der Transfer der Gelder verzögert habe. "Wir mussten Wege finden, die nötigen Mittel so zu transferieren, sodass unsere Investoren keine Probleme bekommen", erläuterte Ijaz die Probleme mit dem Lotus-Deal, über den bereits im Juni erste Gerüchte im Fahrerlager die Runde gemacht hatten. Quantum Motorsport hat nach Aussagen von Ijaz mit Lotus Großes vor in der Königsklasse. "35 Prozent kaufen wir im ersten Schritt. Es gibt die Option, in einem gewissen Zeitrahmen das Team komplett zu übernehmen", verriet der 52-jährige Geschäftsmann aus den USA, dessen wichtigster Geschäftspartner die saudische Familie Al Dhaheri ist.

Man habe jetzt schon so viel Geld investiert, dass das Team im kommenden Jahr bestens überleben könne. "Egal was passiert." Auch das sind gute Nachrichten für Hülkenberg, der bei seinem aktuellen Arbeitgeber Sauber ebenfalls auf sein Gehalt wartet. Kommt es tatsächlich zum Vertragsabschluss mit Lotus, fließt dann hoffentlich wieder regelmäßig Geld auf Hülkenbergs Gehaltskonto.

Quelle: ntv.de, sport.de