Formel1

F1-Strafe für Hamilton Leclerc holt Ferrari-Pole, Debakel für Vettel

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Wieder ein Rückschlag für Sebastian Vettel.

(Foto: imago images / LaPresse)

Charles Leclerc holt beim Großen Preis von Österreich in Spielberg die Pole Position. Zweitschnellster hinter dem Ferrari-Fahrer ist Lewis Hamilton, der aber nicht als Zweiter starten darf. Noch deutlich bitterer läuft das Qualifying aber für Sebastian Vettel im zweiten Ferrari.

Sebastian Vettel stieg knapp fünf Minuten vor Ende der Qualifikation aus seinem Ferrari und klopfte seinen Mechanikern auf die Schultern. Der viermalige Formel-1-Weltmeister hat auf dem Red Bull Ring in Spielberg den nächsten Nackenschlag hinnehmen müssen. Vettel konnte in der K.o.-Ausscheidung im entscheidenden Durchgang nicht mal einen Meter mit seinem Ferrari fahren. Ein Defekt stoppte den 31-Jährigen, Rang zehn. Weil Kevin Magnussen von Haas aber zurückversetzt wird, startet Vettel am Sonntag als Neunter in den Großen Preis von Österreich (15.10 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker).

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Leclerc feiert die zweite Pole Position seiner Karriere.

(Foto: imago images / Motorsport Images)

Die Pole Position sicherte sich sein Teamkollege Charles Leclerc. "Es fühlt sich toll an, klasse", sagte der 21 Jahre alte Monegasse, fügte aber auch noch hinzu: "Es ist sehr schade für Sebastian." Leclerc verwies keinen Geringeren als Mercedes-Superstar Lewis Hamilton auf den zweiten Platz und erhielt Lob von Teamkollege Vettel: "Das Tempo ist auf jeden Fall da. Ich habe gehofft, dass Charles es schafft und die Mercedes wegwischt, das ist ihm ja auch gelungen."

Nachträglich wurde WM-Spitzenreiter Hamilton wegen einer regelwidrigen Behinderung von Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen zu Beginn des Qualifying noch um drei Plätze auf Startrang fünf zurückgestuft. In Kurve drei hatte Hamilton seinen Mercedes einfach geradeaus gelenkt - sehr zum Verdruss von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen. Der erfahrene Finne schimpfte per Funk und gestikulierte kurz am Steuer. Beide setzten ihre Fahrt aber fort. "Das war nicht ideal", räumte Hamilton direkt nach der Qualifikation zu seinem Manöver ein, die von den Rennkommissare schließlich bestraft wurde.

Drittschnellster wurde Vorjahressieger Max Verstappen beim Heimspiel von Red Bull vor Valtteri Bottas im zweiten Mercedes und Lando Norris im McLaren. Das Trio rückt durch Hamiltons Strafversetzung jeweils einen Startplatz vor.

Leclerc war immer schneller

Vettel mühte sich, war aber von Beginn an langsamer als Leclerc. An die Spitze setzte sich zunächst Verstappen, elf Tausendstelsekunden war der Niederländer vor zahlreichen Fans aus seiner Heimat aber nur schneller als Hamilton. Es folgten Bottas, Leclerc und Vettel und eine kurze Pause zur Abkühlung, bevor das sogenannte Q2 bei 51 Grad Asphalttemperatur gestartet wurde. Zehn Kurven - so wenig wie auf keinem anderen Kurs - auf gerade mal 4,318 Kilometern.

So schnell wie auf dem Red Bull Ring ist keine Runde im Rennkalender schon wieder beendet. Am besten bewältigte Leclerc im zweiten Durchgang bereits die Strecke. Dahinter reihte sich Vettel ein, danach kamen Hamilton, Verstappen und Bottas - die drei fuhren ihre Runde auf dem Medium-Reifen, das Ferrari-Duo auf soft. Heißt: Hamilton, Bottas und Verstappen werden auch auf den haltbareren Gummis in das Hitzerennen starten. Denn die Reifen, mit denen die schnellste Runde im sogenannten Q2 erzielt wurde, müssen auch zum Rennstart aufgezogen werden.

Für Nico Hülkenberg war im Renault nach Q2 schon Schluss. "Wir müssen das so hinnehmen. Das Auto ist nervös auf der Hinterachse, das ist bei so langgezogenen Kurven wie hier in Spielberg Gift", meinte er. Rang zwölf, dazu fünf Startplätze zurück, weil in seinem Renault neue Antriebsteile eingebaut werden mussten. Die genaue Ursache für Vettels Defekt blieb zunächst unklar. In der Box wurde vor der finalen Entscheidung um die besten zehn Startplätze emsig am Wagen geschraubt. Vettel blieb erst noch sitzen, dann hievte sich der Hesse aus dem Ferrari. Er sagt: "Wir wissen es noch nicht ganz genau. Im zweiten Qualifying war auf einmal ein Problem mit der Pneumatik. Die Jungs haben nochmal alles probiert." Das muss Vettel im Rennen auch.

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Quelle: n-tv.de, Jens Marx, dpa

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