Formel1

F1-Karriere bald vorbei? Motorsport-Ikonen zählen Vettel hart an

Anstatt bei Aston Martin wieder durchzustarten, versinkt Sebastian Vettel in der Formel 1 im hinteren Mittelfeld. Vom Aufbruch ist nichts mehr zu spüren. Stattdessen werden mehr Stimmen laut, wonach sich Vettels F1-Zeit dem Ende entgegen neigt.

Nach sechs mehr oder weniger enttäuschenden Jahren bei Ferrari voller Pannen wagte Sebastian Vettel vor dieser Saison den Schritt zu Aston Martin. Jedoch stieß der Wechsel des Heppenheimers zum britischen Traditionsteam in der Motorsport-Szene schon zum Zeitpunkt der Verkündung nicht nur auf Zuspruch. So riet der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger seinem früheren Toro-Rosso-Schützling sogar öffentlich zum Rücktritt. Auch Vettel selbst sprach angesichts des ausbleibenden Erfolgs im vergangenen November von "Selbstzweifeln".

Der Wechsel zu Aston Martin, jenem Team das in der Saison 2020 noch unter dem alten Namen Racing Point für viele Highlights gesorgt hatte, weckte beim 33-Jährige jedoch neue Hoffnungen. Vettel rief vor dem Saisonstart den dritten Platz in der Konstrukteurswertung als "das Ziel" für 2021 aus. Allerdings ist die Realität zwei Monate später deutlich trister. Mit gerade einmal fünf Punkten rangiert Aston Martin im Teamvergleich derzeit nur auf dem siebten Platz und duelliert sich nicht mit Mercedes und Red Bull, sondern lediglich mit Alpine oder AlphaTauri.

Vettel selbst wartet noch komplett auf seine ersten Zähler. Diese Tatsache ist jedoch nicht alleine auf die schlechte Pace des AMR21 zurückzuführen. Schließlich steckt Vettel weiterhin im Formtief. Bereits zum Auftakt in Bahrain fuhr der Hesse Alpine-Fahrer Esteban Ocon ins Heck. Ein ungestümes Manöver, das bei vielen Fans sofort Erinnerungen an bitterste Ferrari-Tage weckte. Doch auch abgesehen vom frühen Patzers lässt Vettel weltmeisterliche Leistungen bislang vermissen.

"Kein Geheimnis, dass wir stärker sein wollten"

In drei der vier ersten Rennen landete der Deutsche hinter seinem Teamkollegen Lance Stroll. Da der in der Vergangenheit nicht immer fehlerfreie Kanadier im Qualifying ebenfalls mit einer Bilanz von 3:1 führt, droht Vettel bei Aston Martin sogar der Status als Nummer zwei. Für den vierfachen Weltmeister wäre dies der nächste Nackenschlag. Trotz aller Probleme bereut Vettel seinen Wechsel noch nicht. "Ich bin sehr froh darüber, wo ich bin. Auch wenn die Performance noch nicht so ist, wie wir wollten", beteuerte der Routinier am vergangenen Rennwochenendes. Gleichzeitig sprach Vettel offen über den schwachen Start. "Es ist kein Geheimnis, dass wir stärker sein wollten, als wir es sind", sagte der Pilot über die Teamleistung.

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Während Vettel aufgrund von anstehenden Verbesserungen am Auto weiter auf einen Aufschwung hofft, wittern viele ehemalige Weggefährten bereits sein bevorstehende Aus in der Formel 1. "Die Sterne stehen nicht gut für ihn", erklärte Ex-Teamkollege Mark Webber gegenüber der "Marca" und attestierte Vettel eine gewisse "Müdigkeit". Berger unkte derweil in der "Sport Bild", dass der ehemalige Dominator mittlerweile "seinen Zenit überschritten" hat.

Der frühere Formel-3000-Pilot Jason Watt geht sogar noch einen Schritt weiter. "Vettel ist fertig. Es ist lange her, dass er irgendetwas Gutes geleistet hat. Er macht viele Fehler und wirkt wie jemand, der mächtig unter Druck steht", wetterte der 51-Jährige gegenüber "formula1news.co.uk" und fügte an: "Ich weiß nicht, ob er das mental durchhalten kann." Tatsächlich wächst der Druck auf Vettel mit jedem Rennen. Sein Ende in der Formel 1 könnte tatsächlich schneller kommen, als ihm lieb ist.

Quelle: ntv.de

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