"Ziemlich aufregend"Neue F1-Autos überraschen Mercedes-Star Russell

Die Formel 1 macht eine der größten Regeländerung ihrer Geschichte durch. Erstmals fahren die neuen Modelle auf der Strecke in Barcelona. Bilder davon gibt es kaum welche, aber eine Wortmeldung lässt aufhorchen.
Mercedes-Pilot George Russell zeigt sich von den neuen Formel-1-Autos angetan. "Ich finde, die Leistung, die sie abliefern können, ist ziemlich beeindruckend", sagte er im Rahmen der geheimen Testfahrten in Barcelona laut ESPN. "Alle Autos, die ich heute mit den verschiedenen Antrieben beobachtet habe, waren wahrscheinlich die schnellsten Formel-1-Autos, die ich jemals hier in Barcelona gesehen habe", erklärte er. "Das war ziemlich aufregend."
Die Formel-1-Teams haben im Jahr der größten Regeländerungen ihrer jüngeren Grand-Prix-Geschichte die Testfahrten in Barcelona privat organisiert. Der Zugang ist extrem eingeschränkt, Medien sind nicht zugelassen. Die Teams wollen so abgeschirmt wie möglich Erkenntnisse über die Neuerungen gewinnen.
Deswegen sind die Testzeiten so wichtig. Russell drehte laut ESPN in der Nachmittagssession am Montag insgesamt 95 Runden in seinem neuen Dienstwagen und fuhr die zweitschnellste Zeit. Nach dem Event in Spanien sind noch zwei offizielle Veranstaltungen vom 11. bis zum 13. Februar und 18. bis 20. Februar in Bahrain angesetzt.
Eine Frage bleibt
Die künftigen Autos haben neue Motoren, die Wagen sind außerdem kürzer und schmaler. Das mache sich auch im Cockpit bemerkbar, sagte Russell. "Die Autos fühlen sich im Allgemeinen kleiner an, man spürt die Gewichtsreduzierung im Vergleich zu den Vorjahren, daher denke ich, dass es auch in dieser Hinsicht in eine gute Richtung gegangen ist."
Zuvor konnten die Formel-1-Piloten die neuen Fahrzeuge nur virtuell im Simulator testen. Das Fahrerlebnis fühle sich sehr anders an, sagte Russell. "Aber wenn es einmal verstanden hat, fühlt es sich sehr intuitiv an", erklärte er. "Für die Fans könnte das durchaus aufregendere Rennen bedeuten." Offen ist dagegen, wie sich die neuen Antriebe auf das Rennerlebnis auswirken. Die Motoren wurden im Rahmen der Regeländerung deutlich elektrifiziert.
In Barcelona sind nur zehn von insgesamt elf Rennställen am Start. Bei Williams sind bei der Entwicklung des neuen Wagens mit dem Kürzel FW48 Verzögerungen aufgetreten. Deshalb lässt der britische Traditionsrennstall die Privattests aus. In Bahrain will Williams wieder dabei sein. Am 8. März findet in Melbourne der erste Grand Prix des Jahres statt.