Formel1

Roter Stern und Lauda-Helm Rennställe ehren F1-Ikone in Monaco

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Die Mercedes-Boliden zieren ein Lauda-Schriftzug sowie ein Niki-Stern.

(Foto: imago images / Motorsport Images)

Mit großen Gesten gedenken zahlreiche Formel-1-Rennställe in Monaco der verstorbenen Rennsportlegende Niki Lauda. Vor dem ersten Training bekennt Mercedes-Teamchef Toto Wolff zudem: "Ich fühle mich wie ein Zombie." Die Silberpfeile dominieren dennoch.

Mercedes mit rotem Stern und Trauerflor, Sebastian Vettel mit Helm im Lauda-Design, die Ferrari mit Retro-Schriftzug: Wie angekündigt würdigt die Formel 1 den am Montagabend verstorbenen dreimaligen Weltmeister Niki Lauda beim Großen Preis von Monaco mit großen Gesten.

Die Mercedes-Teammitglieder tragen bis zum Rennsonntag Trauerflor im Gedenken an den langjährigen Aufsichtsratschef des Weltmeisterrennstalls. Zudem zierte in Monte Carlo bereits in der ersten Trainingseinheit der Schriftzug "Danke Niki" die Nasen der beiden Silberpfeile, darüber ist ein Autogramm Laudas in roter Schrift zu sehen. Weiterhin strahlt einer der üblicherweise silbernen Sterne auf der Motorabdeckung in Rot - in Erinnerung an Laudas Markenzeichen, die rote Kappe.

Laudas Ex-Rennstall Ferrari verzierte seine beiden Boliden an den Seitenkästen mit dünnen schwarzen Balken und dem Schriftzug Niki Lauda in der verspielten Schriftart, die der Österreicher in aktiven Ferrari-Zeiten (1974 bis 1977) verwendet hatte. Ferrari-Star Sebastian Vettel ließ gar kurzfristig einen roten Helm im Lauda-Design anfertigen, auf dem in weißen Lettern der Name des dreimaligen Champions zu lesen ist.

Auf den Toro-Rosso-Boliden war bereits am Mittwoch der Schriftzug "Danke Niki" zu lesen gewesen, daneben prangte in Schwarz-Weiß das Konterfei Laudas vor seinem schweren Feuerunfall 1976. Auch Ferrari-Kunde Haas gedachte Laudas mit einer Sonderschrift.

"Weine jede halbe Stunde"

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte Lauda vor dem Trainingsstart mit sehr emotionalen Worten gewürdigt. "Die Formel 1 hat ihre größte Ikone verloren", sagte der Österreicher in Monaco. Es sei aber "noch schwieriger, wenn man wie ich einen Freund verliert", führte der 47-Jährige aus. Lauda war am Montagabend im Alter von 70 Jahren verstorben.

Wolff habe vom Tod seines "Sparringspartners", wie er ihn nannte, durch dessen zweite Ehefrau Birgit per Textnachricht erfahren: "Ich war in Paris. Es waren schreckliche 48 Stunden, ich fühle mich wie ein Zombie. Ich weine jede halbe Stunde. Es fühlt sich immer noch nicht richtig an, darüber zu sprechen."

Hamilton setzt erste Bestzeit

Trotz der Trauer untermauerte Mercedes im ersten Training seine Favoritenrolle. Weltmeister Lewis Hamilton (England) errang in 1:12,106 Minuten die Bestzeit. Sebastian Vettel im Ferrari hatte als Fünfter satte 0,717 Sekunden Rückstand. Dabei war der viermalige Weltmeister nicht nur deutlich langsamer als die Spitze, sondern blieb auch fast drei Zehntel hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc zurück, der in seiner Geburtsstadt auf Rang vier landete.

Platz zwei ging etwas überraschend an Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der Niederländer war nur 0,059 Sekunden langsamer als Hamilton und 13 Tausendstel schneller als der Finne Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil. Auf den guten siebten Platz fuhr der Emmericher Nico Hülkenberg im Renault (+1,121 Sekunden). In den bisherigen fünf Saisonrennen hatten die beiden Mercedes die Plätze eins und zwei jeweils unter sich ausgemacht. Sechs Doppelsiege in Folge wären ein Novum in der fast 70-jährigen Geschichte der Formel 1.

Das zweite Freie Training in Monaco überträgt n-tv ab 14.55 Uhr live im TV und auf n-tv.de

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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