Formel1

"Rote Revolution" in Formel 1 Teamchef Arrivabene soll Ferrari verlassen

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Getrennte Wege? Maurizio Arrivabene und Sebastian Vettel.

(Foto: imago/Independent Photo Agency Int.)

War's das für Maurizio Arrivabene bei Ferrari in der Formel 1? Der Nachfolger des Teamchefs steht jedenfalls schon parat. Laut Medienberichten steigt der Technische Direktor Mattia Binotto noch einmal auf. Er soll helfen, Sebastian Vettel endlich zum WM-Titel zu treiben.

Ferrari will mit einem neuen Teamchef die Titel-Ära von Mercedes in der Formel 1 beenden. Wie die "La Gazzetta dello Sport" berichtete, soll die Zeit von Maurizio Arrivabene nach gut vier Jahren an der Spitze des italienischen Rennstalls vorbei sein. Sein Nachfolger steht schon bereit: Mattia Binotto, 49 Jahre alt. Der Ingenieur arbeitet seit 1995 für Ferrari und war im Juli 2016 zum Technischen Direktor aufgestiegen. Er und der 61 Jahre alte Arrivabene sollen sich aber nicht gut verstanden haben.

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Der Neue? Mattia Binotto.

(Foto: imago/LaPresse)

Fakt ist, dass die Scuderia den Ansprüchen auch im vierten Jahr mit dem deutschen Piloten Sebastian Vettel hinterherfuhr. Ferrari feierte seit Arrivabenes Amtsantritt 14 Siege. Im gleichen Zeitraum gewann Mercedes 58 Rennen. Die Fahrer- und Konstrukteurstitel gingen seit 2014 an den deutschen Werksrennstall, Ferrari triumphierte bei den Piloten zuletzt 2007 mit Kimi Räikkönen, in der Teamwertung zuletzt 2008.

Fiat-Präsident John Elkann und Personen aus dessen engstem Umfeld hätten sich nun entschlossen, Arrivabene durch Binotto zu ersetzen, schrieb die italienische Sportzeitung unter der Überschrift "Rote Revolution". Überraschend kommt sie nicht unbedingt, gegen Ende der vergangenen Saison wurde des Öfteren über einen Wechsel an der Spitze des Teams spekuliert. Arrivabene hatte sich dazu meist eher gelangweilt und genervt geäußert.

Der Druck ist auf jeden Fall enorm

Zur Diskussion steht dem Bericht zufolge auch der 63 Jahre alte Geschäftsführer Louis Camilleri. Arrivabene und er arbeiteten früher für denselben Zigaretten-Hersteller. Möglicherweise könnte auch die Rolle von Laurent Mekies im Ferrari-Team überdacht werden. Er wurde bereits vor einiger Zeit vom Internationalen Automobilverband verpflichtet. Das Engagement des hochrangigen Fia-Angestellten hatte für Aufsehen gesorgt, da er durch seine ehemalige Tätigkeit auch weitreichende Einblicke in andere Teams hatte.

In der kommenden Saison soll der 41 Jahre alte Franzose eigentlich als Sportdirektor bei Ferrari arbeiten. Denkbar ist aber, dass der ehemalige Stellvertretende Fia-Rennleiter nun zum Technik-Direktor aufsteigen könnte. Der Druck auf Ferrari ist auf jeden Fall enorm. Am 15. Februar wird der Rennstall den neuen Wagen für die kommende Saison vorstellen, in der nicht mehr der Finne Kimi Räikkönen, sondern der Monegasse Charles Leclerc an der Seite des viermaligen Weltmeisters Vettel starten wird. Was sich sonst noch verändert, wird sich zeigen. Saisonbeginn ist am 17. März im australischen Melbourne.

Quelle: n-tv.de, Jens Marx und Anette Reuther, dpa

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