Formel1

Renault-Teamchef steht dazu Verlorene F1-Wette endet im Tattoostudio

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Ricciardo hat reichlich Grund zur Freude.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Wettschulden sind Ehrenschulden - und Formel-1-Pilot Daniel Ricciardo wird seinem Teamchef Cyril Abiteboul diese sicher nicht erlassen. Der Australier fährt beim Großen Preis der Eifel aufs Podium und darf seinem Boss nun ein Tattoo seiner Wahl verpassen. Das Motiv soll eine deutsche Note bekommen.

Daniel Ricciardo dürfte das Grinsen vorerst kaum mehr aus dem Gesicht bekommen. Nicht nur weil der australische Formel-1-Pilot grundsätzlich ein fröhlicher Mensch zu sein scheint, sondern weil ihn der Große der Preis der Eifel gleich dreifach glücklich gemacht hat. Erstens, weil er mit seinem dritten Platz auf dem Nürburgring für das erste Renault-Podium seit dem Wiedereinstieg des französischen Teams im Jahr 2016 sorgte.

Zweitens, weil er selbst nach seinem Wechsel von Red Bull zu Renault auch lange den Top Drei hinterherfuhr, nämlich seit seinem Sieg im Mai 2018 in Monaco. Und drittens, weil er nun den Körper seines Teamchefs Cyril Abiteboul - und jetzt kommt es wohl auf die Perspektive an - mit einem Tattoo entweder verschönern oder verunstalten darf. Abiteboul will sich nun nicht drücken. "Das ist okay, ich stehe zu meinem Wort. Ich werde damit zurechtkommen", sagte er.

Die dauerhafte Körperbemalung war der Wetteinsatz zwischen Abiteboul und Ricciardo, und der Australier ließ keinen Zweifel daran, dass sein Chef seine Schulden begleichen muss. "Das stimmt, das wird passieren", sagte er, nachdem er hinter Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und seinem ehemaligen Red-Bull-Stallgefährten Max Verstappen auf Platz drei gefahren war. "Wir müssen uns jetzt dringend zusammensetzen", so der 31-Jährige. Schließlich lautete die Abmachung: Wenn Ricciardo aufs Podest fährt, dann bestimmt er das Motiv, während Abiteboul den Körperteil auswählt, den das Tattoo künftig schmücken soll.

Ricciardo, der in seinem 182. Formel-1-Rennen zum 30. Mal unter den ersten Drei ins Ziel kam, hat sogar schon recht konkrete Vorstellungen: "Es wird wahrscheinlich etwas mit mir zu tun haben - und auch einen deutschen Einschlag, denn es ist ja mit diesem Ort verknüpft." Nach drei vierten Plätzen in Silverstone/Großbritannien, Spa/Belgien und Mugello/Toskana profitierte Ricciardo auf dem Nürburgring von ungewohnten technischen Problemen am Mercedes von Valtteri Bottas, in deren Folge der Finne das Rennen aufgeben musste.

Für Renault endete mit dem Ergebnis insgesamt sogar eine neun Jahre lange Durststrecke, seit Nick Heidfeld 2011 in Australien als Dritter abgewunken worden war. Allerdings stiegen die Franzosen am Ende jener Saison als Konstrukteur aus und kehrten erst 2016 wieder in die Motorsport-Königsklasse zurück.

Quelle: ntv.de, tsi