Formel1

Lässt Mercedes ihn im Stich? Wehrlein droht abruptes Formel-1-Aus

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Tschüss Formel 1?

(Foto: imago/Crash Media Group)

Noch drei Rennen, dann könnte die kurze Formel-1-Karriere von Pascal Wehrlein schon wieder beendet sein. Denn bei seinem Sauber-Rennstall hat der deutsche Automobilrennfahrer keine berufliche Zukunft mehr. Dem 23-Jährigen bleibt so nur noch eine Option.

Pascal Wehrlein stellt sich die erste Frage in seinen Pressekonferenzen mittlerweile selbst. "Und, wo fährst du nächstes Jahr?", sagt er dann stellvertretend für die Reporter, weil er genau weiß, dass seine Zukunft in diesen Tagen am meisten interessiert. Dann liefert er die immer gleiche Antwort hinterher: "Es gibt nichts Neues." Und genau das ist für Wehrlein alles andere als eine gute Nachricht, denn dem Worndorfer läuft langsam die Zeit davon.

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Pascal Wehrlein steht noch ohne Cockpit für die neue Saison da.

(Foto: imago/Crash Media Group)

Noch drei Rennen für Sauber, dann könnte seine Karriere in der Königsklasse nach nur zwei Jahren erst einmal beendet sein. Bei den Schweizern hat er jedenfalls keine Zukunft mehr, die Zeitung "Blick" fragte deshalb schon: "Fliegt Wehrlein aus der Formel 1?" Einiges deutet darauf hin. Laut Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bietet Williams für Wehrlein die wohl "letzte Möglichkeit", für die Saison 2018 noch ein Cockpit zu ergattern. Allerdings sei die Konkurrenz für den Mercedes-Werksfahrer bei dem Traditionsrennstall groß. "Ihr wisst alle, dass dort verschiedene Piloten in Erwägung gezogen werden", sagte Wolff zuletzt am Rande des Grand Prix der USA.

Neben dem Teenager Lance Stroll, der wegen des Geldes seines Vaters als gesetzt gilt, machen sich auch der zweite diesjährige Stammpilot Felipe Massa sowie der ehemalige Formel-1-Pilot Robert Kubica und Testfahrer Paul di Resta Hoffnungen auf den Job. Das Team bezieht seine Motoren zwar von Mercedes, der Verhandlungsspielraum für Wolff sei allerdings erschöpft. Er könne jetzt "nicht mehr tun", sagte der Österreicher. Und: "Es kommt der Punkt, an dem ein Fahrer auf eigenen Beinen stehen muss."

Wie würde Martini reagieren?

Da müssen bei Wehrlein die Alarmglocken schrillen. Schließlich konnte sich der jüngste DTM-Champion der Geschichte bei seiner Karriereplanung stets auf Mercedes verlassen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg Ende vergangenen Jahres galt er sogar als Kandidat für die Silberpfeile, ehe die Wahl doch auf Valtteri Bottas fiel.

Williams lässt sich bei dem Poker nicht in die Karten schauen. Wehrlein sei "absolut" in der engeren Auswahl, sagte Technikchef Paddy Lowe vor dem Großen Preis von Mexiko am Sonntag (ab 20 Uhr bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de). Dass Titelsponsor Martini, der für seinen hochprozentigen Aperitif in einigen Ländern nur mit über 25 Jahre alten Personen werben darf, Einfluss auf die Entscheidung nehmen könnte, wies Lowe zurück. Er sei sich "sicher, dass Martini Verständnis dafür hat, dass wir die bestmögliche Fahrerpaarung für die Rennen und nicht für die Werbung benötigen". Das ist immerhin eine gute Nachricht für Wehrlein.

Quelle: ntv.de, Kristof Stühm, sid