Fußball-EM

Hass gegen Englands Fehlschützen Erste Festnahmen nach rassistischer Hetze

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Saka, Rashford und Sancho bekommen nach dem Hass viel Unterstützung.

(Foto: picture alliance / empics)

Bukayo Saka, Marcus Rashford und Jadon Sancho verschießen im Finale der Fußball-Europameisterschaft ihre Elfmeter. England verpasst den ersten großen Titel seit 1966, ihre sozialen Kanäle werden mit rassistischen Kommentaren und Emojis geflutet. Inzwischen gibt es die ersten Festnahmen.

Nach den rassistischen Beleidigungen gegen die englischen Fußball-Nationalspieler Bukayo Saka, Jadon Sancho und Marcus Rashford hat die Polizei bisher vier Personen festgenommen. Das teilte die UK Football Policing Unit (UKFPU) mit. Die BBC berichtet unterdessen schon von fünf Personen.

Die Einheit ist auf die Bekämpfung von Kriminalität, Gewalt und Störungen bei Fußballveranstaltungen spezialisiert und arbeitet mit dem Innenministerium zusammen. Ein Spezialteam von Ermittlern arbeite sich derzeit durch eine große Anzahl von Berichten, sagte die UKFPU der Nachrichtenagentur PA.

Instagram gab Fehler zu

Schon am Mittwoch ist ein Mann in Manchester festgenommen worden, weil er mutmaßlich strafrechtlich relevante Beleidigungen ins Internet gestellt habe. Wie die Greater Manchester Police mitteilte, stellte sich der 37-Jährige selbst auf einer Polizeiwache in der nordwestenglischen Metropole. Er bleibe vorläufig in Gewahrsam, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Unterdessen erklärte Instagram-Chef Adam Mosseri gegenüber der BBC, dass es einen Fehler bei Instagram gegeben habe. Auf Twitter schrieb er, dass die Filter die rassistisch-konnotierten Emojis unter den Profilen der drei Spieler fälschlicherweise nicht aussortierten, weil sie sie als gutartig eingeschätzt hätten. Man habe den Fehler inzwischen korrigiert.

Die drei England-Profis waren am Sonntag im Finale der Fußball-Europameisterschaft gegen Italien beim Elfmeterschießen gescheitert. England verlor das Endspiel. Daraufhin waren Saka, Sancho und Rashford in sozialen Medien rassistisch beleidigt worden.

Die britischen Behörden leiteten eine Untersuchung wegen Hassverbrechen ein. Man habe aus dem ganzen Land zahlreiche Hinweise erhalten, teilte die UKFPU mit. Dass es in den nächsten Wochen zu weiteren Verhaftungen kommt, ist wahrscheinlich. Man habe Dutzende von Anfragen an Social-Media-Unternehmen geschickt.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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