Fußball-WM

"Das ist eine Sauerei" Elfmeter für Ronaldo lässt Ghanas Trainer wüten

Bei Borussia Dortmund arbeitet Otto Addo als Nachwuchscoach, für Ghana als Nationaltrainer - und ist nach der Niederlage gegen Portugal zum WM-Auftakt in Rage. Es geht um den strittigen Elfmeterpfiff für Cristiano Ronaldo. Und darum, dass die Schiedsrichter nicht zum Gespräch bereitsteht.

Ghanas Nationaltrainer Otto Addo hat nach dem verlorenen WM-Auftakt gegen Portugal das Schiedsrichterteam scharf kritisiert. "Keine Ahnung, ich weiß nicht, ob die geschlafen haben. Dass man sich die Szene nicht einmal anschaut, ist Wahnsinn", motzte Addo nach dem 2:3 (0:0) in Doha über das US-amerikanische Gespann um Ismail Elfath mit Video-Assistent Armando Villarreal. "Es war eine Fehlentscheidung."

Eine Szene in der 62. Minute erregte Addos Zorn. Ghanas Mohammed Salisu hatte Superstar Cristiano Ronaldo im Strafraum leicht touchiert, allerdings auch den Ball getroffen. Der Video-Assistent (VAR) griff zum Unverständnis Addos nicht ein, Ronaldo trat selbst an und verwandelte zur Führung des Europameisters von 2016. Der fünfmalige Weltfußballer ist nun der erste Spieler, der bei fünf Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat. Seit 2006 hat der 37-Jährige bei jedem Weltturnier getroffen, insgesamt achtmal.

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"Herzlichen Glückwunsch, das war aber natürlich ein schönes Geschenk der Schiedsrichter", sagte Addo sarkastisch und vermutete einen Superstar-Bonus bei der Entscheidungsfindung der Unparteiischen: "Vielleicht, weil es gegen Ronaldo ging. Das ist eine Sauerei." Der frühere Bundesliga-Spieler, der bei Borussia Dortmund als Toptalente-Trainer angestellt ist, habe nach der Partie versucht, mit Elfath zu sprechen. "Mir wurde aber gesagt, das sei nicht möglich", berichtete der 47-Jährige und ergänzte: "Manchmal könnte man sich ein paar Minuten Zeit für den Trainer nehmen."

Portugals Trainer Fernando Santos bewertete die strittige Szene freilich anders. "Natürlich hätte man beim Elfmeter den VAR fragen können, aber das hätte keinen Unterschied gemacht. Ich denke, hätte der Videoschiedsrichter Zweifel gehabt, wäre da was gekommen", sagte der 68-Jährige: "Also gab es wohl nichts zu sehen."

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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