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FC St. Pauli leidet1. FC Köln verhindert spät, dass die halbe Liga in Abstiegsnot gerät

17.04.2026, 22:35 Uhr
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Luca Waldschmidt (l, 1. FC Köln) jubelt nach einem 1:1 Ausgleichstreffer. (Foto: dpa)

Der 1. FC Köln zittert bis zur 86. Minute, dann verwandelt Luca Waldschmidt im Abstiegsduell beim FC St. Pauli nervenstark einen Elfmeter. Wie der späte Ausgleich den Kampf um den Klassenerhalt beeinflusst.

Vorentscheidung verpasst, Vorsprung verwaltet: Der 1. FC Köln ist dem Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga dank eines späten Comebacks ein gutes Stück nähergekommen. Gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FC St. Pauli erkämpften die Kölner nach einem höchst intensiven Flutlicht-Duell ein 1:1 (0:0) und hielten den Verfolger aus Hamburg auf Abstand. Bei einem Sieg der Gastgeber hätten sich bis zu sechs Teams vor Pauli nochmal mit Abstiegssorgen herumplagen müssen.

Den FC, der auch eine Vorentscheidung hätte erzwingen können, trennen weiterhin fünf Punkte von St. Pauli. Die Hamburger warten seit Ende Februar auf einen Sieg und hängen auf dem Relegationsplatz fest. Sollte der VfL Wolfsburg am Samstag mit einem Sieg das Debüt von Marie-Louise Eta als Trainerin von Union Berlin verderben, wäre auch der direkte Abstiegsrang 17 nur noch zwei Punkte entfernt.

Verteidiger Karol Mets (69.) brachte die Gastgeber verdient in Führung. Der eingewechselte Luca Waldschmidt schlug per Foulelfmeter nach Videobeweis aber zurück (86.) und rettete dem FC einen Punkt. Interimstrainer René Wagner blieb auch im dritten Spiel ungeschlagen. "Für uns ist es enorm wichtig, dass wir die Distanz gehalten haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben", sagte Kölns Torhüter Marvin Schwäbe bei Sky. St. Paulis Abwehrchef Hauke Wahl ärgerte sich zutiefst über den späten Ausgleich: "Wir hätten mehr verdient. Wir haben noch vier Spiele. Es ist wichtig, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken."

Kölns Fans füllen die Kassen des DFB

Begonnen hatte das Freitagabendspiel mit fünf Minuten Verspätung. Die FC-Fans schienen gewillt, die DFB-Kassen ein weiteres Mal zu füllen und räucherten das stimmungsvolle Millerntor-Stadion mit zahlreichen Raketen und Pyro-Fackeln ein. Als sich der Nebel in Richtung des beleuchteten Riesenrades auf dem Hamburger Frühlingsdom verzogen hatte, ging es hinein in ein umkämpftes Duell.

Zu Beginn war in dem Spiel, auf dem deutlich Abstiegskampf drauf stand, auch jede Menge Abstiegskampf drin. FC-Shootingstar Said El Mala versuchte es mit seinem Rechtsschuss erfolglos auf der einen Seite (7.), Andreas Hountondji per Kopf aus kürzester Distanz auf der anderen (10.), vielmehr ging spielerisch zunächst nicht zusammen. Hountondji hatte in der 33. Minute dann auch die beste Chance der ersten Hälfte, doch Marvin Schwäbe verhinderte mit einer feinen Fußabwehr den Rückstand der unter Interimscoach Wagner noch ungeschlagenen Kölner.

Eine Woche nach dem wichtigen 3:1 gegen Bremen entdeckte nach der Pause dann auch der FC wieder seine Offensivfreude - El Mala scheiterte nach einem tollen Abschluss an der Latte (54.). Auf der Gegenseite kratzte FC-Stürmer Marius Bülter den Kopfball von Verteidiger Tomoya Ando von der Linie (57.). Die Partie machte nun richtig Spaß und nach einer Ecke köpfte Mets das Millerntor in einen Zustand der Ekstase .St. Pauli verteidigte leidenschaftlich, dann traf Torschütze Mets den Kölner Jakub Kaminski an der Grundlinie am Fuß. Nach Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck auf Elfmeter, Waldschmidt blieb cool.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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