Aches "Tor des Jahres""Ach du heilige Scheiße": Schiedsrichter flippen nach Traumtor aus

Ragnar Ache erzielt gegen die TSG Hoffenheim ein wunderschönes Tor. Vielleicht sogar das Tor des Jahres. Das begeisterte Schiedsrichterteam legt sich schon auf dem Feld fest.
Es ist erst Februar, aber Ragnar Ache hat möglicherweise schon das Tor des Jahres geschossen: Am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga setzt der Stürmer des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim nach einer Flanke in gewaltiger Höhe nahe des Elfmeterpunktes zum Fallrückzieher an, trifft den Ball perfekt und schießt ihn wie einst Fallrückzieherkönig Klaus Fischer zum 1:0 in den Winkel. Köln rastet kollektiv aus - und auch das Schiedsrichterteam ist aus dem Häuschen.
"Boah. Ach du Scheiße ... Ach du heilige Scheiße", ruft das Schiedsrichterteam um Robert Schröder aus dem Stadion. Wenige Kilometer entfernt staunen sie auch im Kölner Keller: "Äh, ich guck's mir gar nicht an, das Tor muss zählen!", sagt Video-Assistent Tobias Welz. Die Antwort darauf aus dem Stadion: "Wie geil!"
In der VAR-Zentrale wollen sie das Traumtor noch ein bisschen genießen: "Mach nochmal einen Ticken zurück. Wir haben Zeit, die jubeln lange", hört man auf dem vom DFB veröffentlichten Mitschnitt des Vorgangs. Vom Rasen kommt derweil die unmissverständliche Forderung: "Also Deutz 1, das kann nur ‚Check Complete‘ sein." "Check complete" bedeutet: Alles sauber, Tor zählt.
"Zu krass, oder?"
Während in Köln-Deutz im "Keller" noch das Standardprotokoll abläuft, läuft der Treffer in Müngersdorf schon über die Stadionleinwand. Und Schiedsrichter Schröder steht an der Mittellinie und bestaunt das Fußball-Kunstwerk auf der großen Leinwand gemeinsam mit einem Hoffenheimer Profi. "Den kann man schonmal so machen, ne? Zu krass, oder?", sagt der Unparteiische. "Boah, guck mal!"
Sekunden später verkündet Welz dann das, was alle gesehen haben und jeder gehofft hat: "Tor des Jahres! Check Complete. Wir haben nichts, außer herzlichen Glückwunsch." Nach Aches Geniestreich fallen in Köln noch drei weitere Tore, das Spiel endet 2:2.