Fußball

EM-Frist bis zum 19. April Acht Städte erlauben Fans, München wackelt

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Bleibt die Allianz Arena in München Spielort für die EM im Sommer?

Die UEFA bestätigt, dass acht Gastgeberländer Fußball-Fans in ihre Stadien bei der Europameisterschaft im Sommer lassen werden. Sogar komplett gefüllte Arenen sollen dabei sein. Vier Städte, darunter München, müssen in zehn Tagen erst noch eine Zuschauer-Garantie vorlegen. Der Druck wächst.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Druck auf den deutschen EM-Standort München erhöht und eine Frist für eine Zuschauer-Garantie gesetzt. Wie die UEFA mitteilte, sollen München, Rom, Bilbao und Dublin "zusätzliche Informationen" zu ihren Plänen bis zur Exekutivsitzung am 19. April einreichen. Erst dann werde die endgültige Entscheidung über die Austragung an diesen Spielorten getroffen.

Alle anderen EM-Gastgeberländer erlauben die Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien zur verschobenen EURO 2020 in diesem Sommer und legten konkrete Pläne vor. Die acht Gastgeberstädte - St. Petersburg, Budapest, Baku, Amsterdam, Bukarest, Glasgow, London und Kopenhagen - bestätigten verschiedene Stadionkapazitäten auf der Grundlage ihrer Prognosen einer verbesserten Gesundheitssituation in ihren Ländern im Juni und Juli aufgrund einer Reihe von Faktoren. Darunter befinden sich laut der UEFA die Impfungen, geplante Maßnahmen zur Wiedereröffnung der Wirtschaft und eine prognostizierte Verlangsamung der Verbreitung des Coronavirus wegen der wärmeren Jahreszeit.

St. Petersburg und Baku planen mit einer Stadionauslastung von 50 Prozent, mit der Möglichkeit, diese bis Ende April zu erhöhen. Nur in Aserbaidschan benötigen Fans aus dem Ausland dabei einen negativen Corona-Test bei der Einreise in das Land. Budapest strebt komplett volle Stadien an. Amsterdam, Bukarest, Kopenhagen und Glasgow visieren eine Auslastung von 25 bis 33 Prozent an, wobei Amsterdam, Bukarest und Kopenhagen sich die Option offenhalten, ihre Kapazitäten bis Ende dieses Monats zu erhöhen. London bestätigte die Mindestanforderung von zu einem Viertel gefüllten Stadien für die drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale und hofft, Anfang Juni höhere Auslastungen für das Halbfinale und das Finale bestätigen zu können.

München hatte am Dienstag zumindest Konzepte für eine Teilzulassung von Zuschauern eingereicht. Die bayerische Landeshauptstadt teilte mit, dass es verschiedene Planungsszenarien zur Zuschauerfrage gebe. Welches Szenario umgesetzt werde, hänge vom Pandemie-Geschehen im Juni und Juli ab. Ein Verbleib der Städte ohne Zuschauer-Garantie im Kreis der Ausrichter gilt als unwahrscheinlich, da der Ticketverkauf zu den größten Einnahmeposten der UEFA gehört.

Quelle: ntv.de, dbe

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