Fußball

"Kein guter Stil" Angesäuerter Müller schießt gegen DFB

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Nach 100 Länderspielen ist für Thomas Müller beim DFB Schluss.

(Foto: imago/Moritz Müller)

Nach den Bayern-Bossen zieht einer der drei ausgebooteten Spieler nach: Thomas Müller ist nach der Entscheidung des Bundestrainers, ihn nicht mehr in der Nationalelf einsetzen zu wollen, "einfach sauer". Müller stört vor allem der "Stil" des DFB und ein weiteres Detail.

Einen Tag nach der Ausbootung der drei 2014er-Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng aus der Fußball-Nationalmannschaft hat sich Müller mit harter Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB) und an Bundestrainer Joachim Löw an die Öffentlichkeit gewandt. "Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr macht mich die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, einfach sauer. Kein Verständnis habe ich vor allem für diese suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung", sagte der Angreifer von Bayern München in einem Video, das er über seine Social-Media-Kanäle verbreitete.

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"Ich war von der plötzlichen Entscheidung des Bundestrainers perplex", führte der 29-Jährige aus: "Ein Bundestrainer muss sportliche Entscheidungen treffen. Das stelle ich nicht infrage. Aber Mats, Jerome und ich sind immer noch in der Lage, auf Top-Niveau Fußball zu spielen. Wir haben gemeinsam mit dem DFB einen langen, intensiven und meist auch erfolgreichen Weg bestritten in den letzten Jahren."

Nicht zuletzt die Art und Weise der Bekanntmachung stieß dem 100-maligen Nationalspieler sauer auf: "Wenn - kurz nachdem wir von der Entscheidung des Bundestrainers erfahren haben - vorgefertigte Statements seitens des DFB und des DFB-Präsidenten an die Presse rausgegeben werden, ist das aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung nichts zu tun."

Rückendeckung von den Bayern-Bossen

An die Adresse der Fans erklärte Müller: "Ich war immer stolz, das DFB-Trikot zu tragen. Ich habe immer alles gegeben. Es war eine unglaubliche Reise. Ich bin ein Kämpfer und werde nach vorne schauen. Das Spiel ist noch nicht aus."

Müllers Arbeitgeber Bayern München hatte Bundestrainer Löw für die Art und Weise der Verkündung ebenfalls scharf kritisiert und kein Blatt vor den Mund genommen. "Wir halten den Zeitpunkt und die Umstände der Bekanntgabe an die Spieler und an die Öffentlichkeit für fragwürdig", schrieben Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Der Zeitpunkt unmittelbar vor "richtungweisenden Spielen" in Bundesliga und Champions League "irritiert uns", schrieb das Führungsduo weiter. Löw hatte das Trio am Dienstag in München informiert, dass es in seinen Plänen keine Rolle mehr spielen werde. Der Besuch war offenbar nicht mit den Bayern-Verantwortlichen abgesprochen.

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Quelle: n-tv.de, mba/sid

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