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Eine "Nadel gesetzt" bekommen Anti-Doping Agentur prüft "Fall Hinteregger"

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War bei der Behandlung des Krampfes von Martin Hinteregger alles sauber? Die Eintracht sagt ja, die Nada ermittelt trotzdem.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Martin Hinteregger sorgt für Aufregung. Der Innenverteidiger der Frankfurter Eintracht erklärt, im Spiel gegen Hoffenheim eine "Nadel gesetzt" bekommen zu haben. Von einer Tablette ist auch die Rede. Nun ermittelt die Nada, während der Fußball-Bundesligist eine einfache Erklärung anbietet.

Die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) ermittelt im Fall von Martin Hinteregger. Der Abwehrspieler der SG Eintracht Frankfurt hatte beim 1:0 am Sonntag am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim nach eigenen Angaben eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie "eine Nadel gesetzt" bekommen. Bevor Hinteregger auf den Rasen zurückkehrte, drückte ihm ein Betreuer noch eine Tablette in die Hand, die der österreichische Nationalspieler auch einnahm.

"Die Nada hat die Szene am vergangenen Spieltag wahrgenommen und prüft den Sachverhalt nun", sagte Nada-Vorstand Lars Mortsiefer dem Sportinformationsdienst und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Dazu habe die Agentur Kontakt zum DFB und zu dem Verein aufgenommen. "Bis zum Abschluss der Prüfung geben wir hierzu keine weitere Auskunft."

Nach der Behandlung von Hinteregger und seinen Aussagen im Anschluss an das Spiel war der Verdacht aufgekommen, der Schütze des einzigen Tores der Partie könnte mit unerlaubten Mitteln behandelt worden sein. Damit hätte er gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen. Eintracht Frankfurt wies die Vorwürfe vehement zurück. "Hier wird ein Thema aufgeblasen, was keins ist", sagte ein Klubsprecher auf Anfrage. "Martin Hinteregger wurde akupunktiert - das hat den Krampf gelöst." Danach habe Hinteregger hoch konzentrierte Kohlenhydrate und Magnesium erhalten, "was ja in diesem Fall üblich ist", wie der Klub ergänzte.

2016 waren in Marco Russ und Änis Ben-Hatira zwei Eintracht-Profis unter Doping-Verdacht geraten. Bei Russ war die verbotene Substanz Choriongonadotropin festgestellt worden, die aber letztendlich wegen einer Erkrankung vom Körper selbst produziert worden war. Ben-Hatira hatte im April 2016 ein Foto gepostet, in dessen Hintergrund das Arzneimittel Lipotalon mit dem verbotenen Wirkstoff Dexamethason zu sehen war. Die Nada nahm bei dem Spieler eine Dopingprobe vor, die aber negativ ausfiel.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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