Fußball

Nach Raubüberfall auf Özil Arsenal diskutiert über Autos und Schmuck

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Die Arsenal-Stars müssen sich mit Sicherheitsfragen auseinandersetzen.

(Foto: REUTERS)

Ende Juli wird Mesut Özil in London Opfer eines Raubüberfalls. Sein Klub setzt sich in der Folge offenbar intensiv mit der Bedrohung durch gewalttätige Gangs auseinander. Ex-Teamkollege Per Mertesacker zieht ein düsteres Fazit.

Nach dem Überfall auf den früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat sich der englische Premier-League-Klub FC Arsenal mit der Bedrohung durch Gangs in London auseinandergesetzt. Das berichtete Özils ehemaliger Teamkollege Per Mertesacker.

"Es gab eine große Diskussion über Banden in London und die Sicherheitsfragen. Welches Auto du fährst, welchen Schmuck du trägst", sagte der 104-malige deutsche Nationalspieler, der von 2011 bis zu seinem Karriereende im vergangenen Sommer bei Arsenal spielte, der Nachrichtenagentur AP. Man müsse sich des Risikos bewusst sein, "dass jederzeit etwas passieren kann. Und dies sind Beispiele, die man vermeiden will."

Özil und sein Arsenal-Teamkollege Sead Kolasinac waren Ende Juli in London von bewaffneten Gangstern überfallen worden, die es wohl auf Özils Geländewagen abgesehen hatten. Kolasinac wehrte die Täter mit bloßen Händen ab. Die Täter flüchteten schließlich ohne Beute. Rund zwei Wochen später kam es dann vor Özils Anwesen zu einem Zwischenfall mit zwei Männern und dem Wachpersonal, welches Özil nach dem versuchten Auto-Überfall engagiert hatte.

"Irgendwann werden mehr Zäune kommen"

In der britischen Hauptstadt hatte sich Özil stets sichtbar wohl gefühlt, war Stammgast in Cafés und Restaurants, postete Fotos von einer Fahrt mit der U-Bahn. War England nach dem turbulenten Sommer 2018 ein Zufluchtsort für Özil, ist sein Haus im Norden Londons nun "der luxuriöseste Käfig der Hauptstadt", wie die Zeitung "Telegraph" treffend formulierte.

In London kommt es immer wieder zu Überfällen durch oft auch jugendliche Gangs. Die Vorkommnisse seien ein "Augenöffner" für die Armut in der Nähe von London und dafür, "wie wir sicherstellen können, dass es nicht wieder vorkommen wird", sagte der 34-jährige Mertesacker, der jetzt Leiter der Arsenal-Nachwuchsakademie ist. Er hofft, dass sich die millionenschweren Fußballer nicht noch weiter von den Fans entfernen. "Wenn solche Dinge passieren, werden irgendwann mehr Zäune und mehr Sicherheitsleute kommen. Und das wäre sehr, sehr traurig", sagte der frühere Bundesliga-Profi von Hannover 96 und Werder Bremen.

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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