Fußball

Rot, drei Elfmeter, sieben Tore Aue und Club liefern sich spätes Spektakel

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Bei Erzgebirge Aue geht es in Halbzeit zwei hoch her.

(Foto: imago images/Eibner)

Im Verfolger-Duell der zweiten Fußball-Bundesliga steht es lange torlos. Dann aber drehen Erzgebirge Aue und der Club aus Nürnberg mächtig auf: rote Karte, drei Elfmeter, Führungswechsel, sieben Tore. Das genaue Gegenteil erlebt Dynamo Dresden in Fürth. Dort schafft die SpVgg früh klare Verhältnisse.

Erzgebirge Aue - 1. FC Nürnberg 4:3 (0:0)

Nach einem vollkommen verrückten Spiel verliert Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg in der 2. Liga den Anschluss an die Aufstiegsränge. Der Club unterlag bei der Überraschungsmannschaft Erzgebirge Aue in Unterzahl 3:4 (0:0) - zwei Tore fielen in der Nachspielzeit, Nürnberg verschoss zudem mit dem Schlusspfiff einen Foulelfmeter. Der Tabellendritte Arminia Bielefeld, der am Montag (20.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) den Hamburger SV zum Spitzenspiel empfängt, ist fünf Punkte entfernt und punktgleich mit Aue.

Nürnberg hatte vor 14.000 Zuschauern in einer ereignisarmen ersten Hälfte Pech, als Tim Handwerker mit einer verunglückten Flanke die Querlatte traf (18.). Später leitete er die Führung ein, indem er dem leichtsinnigen Tom Baumgart auf der linken Seite den Ball stibitzte. Michael Frey (51.) verwertete die anschließende Hereingabe.

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Da jubeln sie noch: Der Nürnberger Michael Frey (r.) erzielt das erste von sieben Toren des Abends.

(Foto: imago images/Kruczynski)

Eine einzige Szene kippte das Spiel. Jan Hochscheidt schoss nach einem Solo auf das Nürnberger Tor, Asger Sörensen rettete auf der Linie mit der Hand für seinen geschlagenen Torhüter. Sörensen sah Rot, Dimitri Nazarov (62.) verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich. Hochscheidt traf dann selbst zur Führung der Gastgeber (75.), Johannes Geis (78.) schlug mit einem abgefälschten Fernschuss zurück.

Dann überschlugen sich die Ereignisse vollends: Marko Mihojevic (86.) traf für Aue, Geis für den Club per Foulelfmeter (90.+2). Schließlich jubelte Aue über das 4:3 - Florian Krüger hatte eingeköpft (90.+4). Dann bekam Nürnberg noch einen Foulelfmeter: Frey (90.+10) scheiterte an Torhüter Martin Männel.

SpVgg Greuther Fürth - Dynamo Dresden 2:0 (2:0)

Die SpVgg Greuther Fürth hat ihren Negativtrend in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Gegen Dynamo Dresden kamen die Mittelfranken am Freitagabend zu einem 2:0 (2:0). Mit einem Doppelpack sorgte Torjäger Daniel Keita-Ruel (8./38.) fast im Alleingang für den wichtigen Heimerfolg vor 9770 Zuschauern. Der achtmalige DDR-Meister aus Dresden kassierte am zehnten Spieltag die fünfte Saison-Niederlage in der 2. Liga und könnte sogar auf einen Abstiegsrang rutschen.

Nach zuletzt drei sieg- und torlosen Spielen durften die Fürther dagegen jubeln. Allerdings zählte Keita-Ruels erster Treffer zunächst nicht, da der Linienrichter eine Abseitsstellung des Stürmers angezeigt hatte. Doch der Video-Assistent revidierte die Entscheidung zu Recht. Beim zweiten Treffer des 30-Jährigen gab es keine Diskussionen. Auch nach dem Wechsel kam das Team von Trainer Stefan Leitl nicht in Bedrängnis, auch weil die Gäste aus Sachsen zu harmlos agierten.

Quelle: n-tv.de

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