Fußball

"Maßlos enttäuscht" BVB-Boss attackiert Mannschaft heftig

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(Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters)

Sportdirektor Michael Zorc ist "sehr enttäuscht", Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke geht die Mannschaft direkt an: Die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt kostet Borussia Dortmund wohl nicht nur die Champions League. Beim Revierklub droht nun richtig Ärger.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat das Team von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund nach der 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt scharf kritisiert. "Ich habe die Mannschaft immer in Schutz genommen. Aber für das Auftreten im Spiel gegen Eintracht Frankfurt kann ich das nicht mehr machen", sagte der 61-Jährige den "Ruhr Nachrichten". In so einem Spiel müsse man eine andere Körperhaltung zeigen, man müsse sehen, dass man als Sieger vom Platz gehen und das eigene Tor mit aller Macht verteidigen wolle. "Das hat mir gefehlt. Das ist eine Willensfrage, und da hat mich die Mannschaft maßlos enttäuscht", betonte Watzke.

Der späte Gegentreffer von Eintracht-Torjäger André Silva (87. Minute) nahm dem BVB bei nun sieben Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten aus Frankfurt fast alle Hoffnungen auf die Qualifikation für die Champions League.

Auch Sportdirektor Michael Zorc kommentierte die Leistung äußerst kritisch und forderte eine Reaktion. Er sei "sehr enttäuscht", sagte er. "In der Rolle des Jägers erwarte ich deutlich mehr. Wir haben unseren eigenen Ansprüchen nicht genügt, haben viel zu viele Fehler gemacht, das war zwischenzeitlich wild auf dem Platz." Leistung sei nun das entscheidende Wort. "Um das Unmögliche doch noch möglich zu machen, müssen wir endlich Leistung auf den Platz bringen", sagte Zorc.

Mats Hummels hatte unmittelbar nach dem Abpfiff zunächst nur wenig Lust auf gängige Durchhalteparolen. Ähnlich wie seine Mitspieler wirkte der Abwehrchef nach der Niederlage im "Endspiel" um Europa fassungslos. Angesichts der wachsenden Gewissheit, dass der BVB erstmals seit 2015 nicht zum Kreis der kontinentalen Fußball-Elite gehören dürfte, klang der einstige Weltmeister nach Kapitulation: "Nicht die Champions League zu erreichen, wäre sportlich und finanziell eine Katastrophe. Wir sind jetzt nah dran und haben uns leider ein großes Loch gegraben."

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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