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Anti-Nazi-Kampagne in Dortmund BVB dementiert Beteiligung an Plakataktion

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Der BVB stellte klar, nicht für die Plakate verantwortlich zu sein.

(Foto: imago images / MIS)

In Dortmund sorgt eine Aktion gegen Rechts für Aufregung: In der Innenstadt werden zahlreiche Plakate mit Slogans gegen Nazis aufgehängt. Die Sätze sollen von Fußballern des BVB gesagt worden sein. Der Klub dementiert eine Beteiligung. Die Polizei ermittelt gegen die Urheber.

Im Fall von illegal aufgehängten Anti-Rechts-Plakaten in Dortmund hat die Polizei Ermittlungen zu den Urhebern eingeleitet. Unbekannte hatten an mehreren Standorten in der Innenstadt Plakate mit teils drastischen Bekenntnissen gegen Nazis in Werbevitrinen aufgehängt, die Spielern und dem Trainer von Borussia Dortmund zugeschrieben wurden. Die Botschaften trugen die Logos des BVB und der Aussteiger-Organisation Exit, die eine Beteiligung an der Aktion dementierten. Vom Bundesfamilienministerium, dessen Logo ebenfalls auf den Plakaten auftaucht, gab es zunächst keine Stellungnahme.

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Der Betreiber für Stadtmöbel, Wall, hat die Poster inzwischen entfernen lassen und Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin sagte. "Wir haben am Samstag den Hinweis auf die Plakate erhalten und sofort geprüft, ob sie von einem unserer Kunden stammen. Das war nicht der Fall", erklärte Unternehmenssprecherin Frauke Bank. Die Werbevitrinen seien unrechtmäßig geöffnet und bestückt worden. Allerdings habe es keine erheblichen Beschädigungen gegeben. "Eine illegale Nutzung unserer Anlagen kommt öfter vor. Ungewöhnlich sind hier die vielen offenbar gefaketen Logos."

Die Plakate mit Slogans wie "Lieber Schalkesieg als Nazikiez" (Marco Reus), "Dauerkarten für Naziaussteiger" (Lucien Favre) oder "Lieber Ersatzbank als Rechtsaußen" (Lukasz Piszczek) hatten vor dem Spiel von Borussia Dortmund gegen Fortuna Düsseldorf für Rätselraten gesorgt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dementierte am Samstag eine Beteiligung des Vereins: "Ich habe gehört, dass es diese Fake-Plakate gibt. Wir haben nichts damit zu tun. Ob wir uns dagegen wehren können, weiß ich nicht."

Der Verein reagierte auf Twitter mit einem Statement: "Borussia Dortmund steht für den Kampf gegen Rassismus und distanziert sich klar von jeglicher Form von Diskriminierung. Der BVB ist aber nicht Urheber der sich zurzeit im Umlauf befindlichen Plakate." Eine ähnliche Erklärung gab es von der Organisation Exit.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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