Fußball

HSV verhindert Pokal-Fauxpas knapp BVB lässt Dresden abblitzen

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Glänzend: Mario Götze entschied die Partie gegen Zweitligist Dynamo Dresden mit dem 2:0 für Dortmund.

(Foto: dpa)

Der deutsche Meister Borussia Dortmund bleibt dem DFB-Pokal nach einem souveränen Sieg gegen Zweitligist Dynamo Dresden weiter erhalten. Gescheitert ist der 1. FC Köln, der in Hoffenheim trotz eines Blitzstarts verliert. Thorsten Fink zittert sich mit dem Hamburger SV gegen Viertligist Eintracht Trier eine Runde weiter. Fürth brilliert.

Der deutsche Meister Borussia Dortmund ist souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen, der dreimalige Pokalsieger Borussia Mönchengladbach und Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg schafften den Sprung nur mit Mühe. Auch der Hamburger SV strapazierte gegen Pokalschreck Eintracht Trier die Nerven seines neuen Trainers Thorsten Fink und besiegte den Viertligisten erst nach Verlängerung mit 2:1.

Gladbachs rheinischer Rivale 1. FC Köln ist dagegen als fünfter Bundesligist in der laufenden Pokalrunde ausgeschieden. Die Geißböcke unterlagen im Erstliga-Duell bei 1899 Hoffenheim 1:2 (1:1). Zweitliga-Spitzrenreiter Greuther Fürth zog gegen Ligarivale SC Paderborn glanzvoll ins Achtelfinale ein.

Meisterliche Souveränität

Dortmund erfüllte seine Pflicht ohne Glanz, gewann aber hochverdient mit 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden. Robert Lewandowski überwand das Abwehrbollwerk der Gäste vor der Halbzeit zum 1:0 (30.), bevor Nationalspieler Mario Götze (64.) für die Entscheidung sorgte. Das Spiel hatte mit 15-minütiger Verzögerung begonnen, nachdem Dresden-Fans auf dem Weg zum Stadion Polizisten attackiert hatten.

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Dennis Aogo zirkelte den Ball in der 111. Minute zum HSV-Sieg ins Trierer Tor.

(Foto: REUTERS)

Nur mit viel Glück und durch einen Geniestreich von Dennis Aogo schaffte der Hamburger SV den Einzug ins Achtelfinale und damit den ersten Sieg unter Neu-Trainer Thorsten Fink. Der Nationalspieler sorgte mit einem sehenswerten Freistoß in der 111. Minute für den 2:1 (1:1, 0:1)-Erfolg nach Verlängerung beim Regionalligisten Eintracht Trier, der zwischenzeitlich auf eine Fortsetzung seiner zahlreichen Pokal-Glanztaten gehofft hatte. Ahmet Kulabas hatte die Gastgeber in der achten Minute in Führung gebracht, der Schwede Marcus Berg rettete den HSV mit dem Ausgleich in der 62. Minute in die Verlängerung.

Gutes FC-Spiel, schlechtes Ergebnis

Köln zeigte sich von der 0:5-Ligaklatsche in Dortmund gut erholt und ging in Sinsheim durch Mato Jajalo (6.) früh in Führung. Für Hoffenheim, dessen Trainer Holger Stanislawski fünf Stammkräfte geschont hatte, drehten der Nigerianer Chinedu Obasi (41.) und der 1,5 Millionen teure Neuzugang Knowledge Musona aus Simbabwe (50.) aber die Partie.

"Ich glaube, wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, aber nicht mit dem Ergebnis", sagte FC-Trainer Stale Solbakken. Sieger Stanislawski machte hingegen keinen sonderlich zufriedenen Eindruck. Zum Ende des Spiels "war es schmutzig zu verteidigen", sagte er. "Wir hatten viel zu viel Angst. Spätestens nach der Auslosung fragt aber keiner mehr danach."

Fürth überrennt Paderborn

Locker den Sprung ins Achtelfinale schaffte nach den Ligarivalen Düsseldorf und Bochum auch Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth. Die Franken fertigten den ebenfalls zweitklassigen SC Paderborn 4:0 (3:0) ab. Milorad Pekovic (5.), Christopher Nöthe (29.), Olivier Occean (35.) und Tayfun Pektürk (79.) schossen Fürth zum ungefährdeten Erfolg gegen harmlose Paderborner. Bei den Ostwestfalen sah Markus Palionis (60.) nach einem Frustfoul die Rote Karte. Fürth steht damit erstmals seit fünf Jahren wieder in der Runde der besten 16 Teams.

Quelle: ntv.de, sid/dpa