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Furcht vor Strafverfolgung Barça zahlte Messis Steuer-Millionen nach

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Die Nachzahlung dürfte Messi vor Strafverfolgung bewahrt haben.

REUTERS

Fußball-Millionär Lionel Messi hatte vor knapp zwei Jahren mehr Ärger mit der Steuer als bislang bekannt. Bislang geheime Dokumente zeigen, dass der Spieler des FC Barcelona eine Millionensumme nachzahlte, um einer Strafverfolgung zu entgehen.

Fußball-Superstar Lionel Messi macht wieder mit Steuer-Problemen Schlagzeilen. Der Top-Spieler des FC Barcelona soll "Spiegel Online" zufolge Ende 2016 insgesamt zwölf Millionen Euro Steuern an den spanischen Staat nachgezahlt haben. Das gehe aus Dokumenten der Plattform "Football Leaks" hervor, heißt es im Bericht. Die Summe habe der Argentinier aber nicht selbst übernommen – der Verein habe die Summe für seinen wertvollsten Spieler überwiesen.

Durch eine Betriebsprüfung beim Klub sei offenbar geworden, dass dieser Millionenbeträge an Messis Stiftung und seinen Vater zahlte, der als sein Berater fungiert. Die Behörden vertraten demnach die Ansicht, dass dies als Teil des Gehalts anzusehen ist und daher auch versteuert werden müsste.

Diese Forderung habe den Klub in die Bredouille gebracht. Denn während der Prüfung habe Messi bereits wegen anderer Vorwürfe vor Gericht gestanden. Weil er zwischen 2007 und 2009 Steuern hinterzogen haben soll, verurteilte ihn ein Gericht zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten. Da er aber Ersttäter war, musste er nicht hinter Gitter.

Bei einer erneuten Verurteilung hätte das naturgemäß nicht mehr gegolten – womöglich hätte der Superstar dann ins Gefängnis gemusst. Nach Hinzuziehung eines Anwalts habe der Verein beschlossen, dass das Geld nachgezahlt werden sollte.

Quelle: n-tv.de, vpe

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