Fußball

Die Reaktionen auf den Abschied Bierhoffs Aus macht "ein bisschen sprachlos"

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Watzke dankte Bierhoff zum Abschied.

(Foto: IMAGO/ActionPictures)

Oliver Bierhoff verlässt den DFB. Nach 18 Jahren mit großen Erfolgen und zuletzt mehreren herben Enttäuschungen, zieht der DFB-Direktor die Konsequenzen aus dem neuerlichen WM-Debakel. Ehemalige Weggefährten und Weggefährtinnen sind überrascht und traurig.

Bundestrainer Hansi Flick: "Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann. Unsere Zusammenarbeit war immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt. Zusammenhalt war die DNA unseres Teams", wurde Flick in einer Mitteilung auf der DFB-Homepage zitiert. "Für mich persönlich war Oliver innerhalb des Teams mein erster Ansprechpartner und Freund. Wir hatten als gemeinsames Ziel das Projekt EM 2024 in Deutschland. Dabei stand für Oliver immer und ausschließlich das Wohl der Nationalmannschaft, des DFB und des deutschen Fußballs im Mittelpunkt. Ich danke ihm persönlich und als Bundestrainer für diese lange Zusammenarbeit und das dabei entstandene unschätzbar hohe Vertrauen. Dieses Vertrauen ist und bleibt im Fußball das höchste Gut."

Per Mertesacker (Ex-Nationalspieler): "Es tut mir leid, aber das sind wahrscheinlich die Mechanismen nach drei Turnieren, mit denen wir nicht so zufrieden waren. Aber er hat viel mehr gemacht als viele wahrscheinlich denken. Er war einer, der immer versucht hat, alle Spieler zu integrieren, zu helfen, dabei zu sein. Er hat viel vorangetrieben, auch mit der neuen Akademie. Ich finde es sehr traurig."

Christoph Kramer (Ex-Nationalspieler): "Ich hoffe, dass er es selber entscheiden durfte, was für ihn das Richtige ist. Ich habe Bierhoff persönlich unheimlich viel zu verdanken. Ich finde, er ist ein ganz toller Mensch, der mich mit zum Nationalspieler gemacht hat, mich mit zum Weltmeister gemacht hat."

Hans-Joachim Watzke (DFB-Vizepräsident): "Oliver Bierhoff hat sich in den 18 Jahren seines Wirkens erhebliche Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Respekt, Anerkennung und Dank."

Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme: "Da sind wir in so einem Verwaltungsbereich von der Geschwindigkeit eher mal überrascht. Aber wir haben ja auch festgestellt, dass wir bis 2024 noch eine Menge Hausaufgaben zu machen haben. Dementsprechend sind schnelle Handlungen gefordert. Das war mal eine schnelle Handlung."

Martina Voss-Tecklenburg (Frauen-Bundestrainerin): "Ich bin sehr überrascht, weil ich dachte, man geht jetzt in die sachliche Analyse und gibt sich bis Mittwoch Zeit. Ich habe die letzten Jahre engen Kontakt mit Oliver Bierhoff haben dürfen. Er war bei uns, hat unsere Themen aufgenommen und transportiert. Ich bin ein bisschen sprachlos."

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Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): "Oliver Bierhoff hat sich große Verdienste um den DFB erworben. Auch wenn die letzten Turniere hinter den sportlichen Zielen zurückblieben, steht er für große Momente. Sein Wirken wird für immer mit dem WM-Erfolg in Brasilien verbunden bleiben. Er verfolgte auch in unruhigen Zeiten stets seine Ziele und Visionen und hat den DFB nachhaltig geprägt. Ich danke Oliver Bierhoff im Namen der DFB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für alles, was er für uns und den Fußball in Deutschland geleistet hat."

Der ehemalige Wirtschaftsminister Peter Altmaier twitterte: "Der deutsche Fußball hat Oliver Bierhoff sehr viel zu verdanken. Pflichtbewusst und unprätentiös hielt er den Laden zusammen. Im Scheinwerferlicht standen die anderen. Sein geradliniges Beispiel sollte auch anderen Vorbild sein."

Quelle: ntv.de, ara/ter

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