Fußball

Mainz sucht wohl neuen Trainer Bundesligist plant Entlassung zu Heiligabend

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Elf Spiele, sechs Punkte: Die Bilanz von Lichte ist wenig feierlich.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Drei Spiele gegen die direkte Konkurrenz, drei Niederlagen - Weihnachten beim 1. FSV Mainz 05 wird ungemütlich. Besonders offenbar für Trainer Jan-Moritz Lichte, dem nur drei Monate nach seiner Beförderung die Entlassung sicher scheint. Doch nicht nur sein Job ist in Gefahr.

Eine Trainerentlassung am Heiligabend? Beim krisengeplagten Fußball-Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 ein durchaus mögliches Szenario. Während andere freudig Geschenke auspacken, könnte Jan-Moritz Lichte unterm Weihnachtsbaum seine Kündigungspapiere finden. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ist eine Trennung vom Cheftrainer vereinsintern bereits beschlossene Sache, auch wenn der noch hingehalten werde. Denn im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) soll Lichte noch auf der Bank sitzen, so das Blatt, erst danach werde die Trennung vollzogen - schöne Bescherung.

Der Verein wollte sich auf Anfrage nicht zu den Spekulationen äußern. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann kündigte in der "Bild"-Zeitung schon mal an, dass nach der Zweitrundenpartie im Pokal "alles auf den Tisch" komme. Dann "wird es klare Entscheidungen geben - so kann es sicher nicht weitergehen, wir werden nicht tatenlos zuschauen, sondern versuchen, noch einmal alles für den Ligaverbleib zu mobilisieren! Das kann auch einschneidende Maßnahmen bedeuten", sagte der 57-Jährige.

Es herrscht Alarmstufe Rot am Bruchweg. Die Rheinhessen taumeln dem Abgrund entgegen, am Sonntag trafen sich die Verantwortlichen deshalb zu einer Krisensitzung. Als Folge wird Lichte wohl seinen Stuhl räumen müssen. Entweder rückt der einstige Co-Trainer zurück ins zweite Glied oder er verlässt den Verein komplett - und dies könnte nicht die einzige personelle Rochade bei den 05ern sein.

Auch der Job von Sportvorstand Rouven Schröder soll zur Disposition stehen. Der Kader blieb bislang den Nachweis seiner Bundesligatauglichkeit schuldig - und dafür ist der 45-Jährige hauptverantwortlich. Wie schon so häufig geistert der Name Christian Heidel am Bruchweg umher. Der einstige Erfolgsmanager als Nachfolger von Schröder wäre für viele 05-Anhänger ein Traumszenario. Doch egal mit welchem Personal an der Spitze, die Mission Klassenerhalt ist bereits eine Mammutaufgabe. Die Rheinhessen liegen mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Auf den Relegationsplatz fehlen zum Jahreswechsel vier Punkte, der rettende 15. Rang ist bereits fünf Zähler entfernt. Der Trainerwechsel von Achim Beierlorzer hin zu seinem vorherigen Assistenten Lichte nach dem 2. Spieltag verpuffte komplett. In elf Partien schaffte der Trainer-Newcomer nur einen Sieg und drei Unentschieden. Was dabei am schlimmsten wog: Gegen Werder bestritt sein Team am Samstag das dritte Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Keller in den vergangenen Wochen - und auch das dritte ging verloren wie zuvor die Partien gegen Köln und in Bielefeld. Die Quittung könnte Lichte nun unter dem Weihnachtsbaum erhalten.

Quelle: ntv.de, Marco Krummel, sid