Fußball

Einreise-Stopp auch beim Fußball Bundesregierung kippt RB-Spiel gegen Klopp

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Auch für Julian Nagelsmann ist die Situation zum Haare raufen.

(Foto: dpa)

Keine Sondererlaubnis für den Profi-Fußball: Das Champions-League-Hinspiel von RB Leipzig gegen den FC Liverpool kann wohl nicht wie geplant stattfinden. Denn die Engländer dürfen aufgrund der deutschen Coronavirus-Regeln nicht einreisen.

Die neuen deutschen Einreise-Regeln aufgrund der Coronavirus-Pandemie treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler", stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums klar. Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen.

Die Europäische Fußball-Union Uefa hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert. Am Sonntag hatte sich Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff noch optimistisch gezeigt, eine Lösung zu finden. "Unser Ziel ist es nicht, in St. Petersburg oder woanders als Alternative zu spielen", sagte Mintzlaff.

Heimrecht-Tausch?

Eine mögliche Lösung ist ein Tausch des Heimrechts - es könnte zunächst in Liverpool gespielt werden, meldete die ARD-Sportschau. Das Rückspiel ist eigentlich für den 10. März an der Anfield Road geplant. Die Statistik zeigt zwar, dass häufiger die Mannschaft mit dem Heimrecht im Rückspiel in die nächste Runde einzog, doch ohne Zuschauer - das zeigen Statistiken - ist der Heimvorteil ohnehin aufgehoben. Dementsprechend ist es wahrscheinlich, dass der FC Liverpool dieser einfachen Lösung zustimmen würde.

Seit Samstag dürfen Fluggesellschaften keine Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten mehr nach Deutschland bringen. Zu diesen Gebieten zählt Großbritannien. Ausnahmen sind lediglich für Deutsche und für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, vorgesehen. Für sie gilt aber auch die Pflicht, sich vor der Einreise anzumelden und einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Falls Trainer Jürgen Klopp als deutscher Staatsbürger also einen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat, dürfte er einreisen. Für den Rest seines Teams dürfte dies allerdings nicht gelten - sie müssten in England bleiben.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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