Fußball

Ex-Kapitän mit Nähe zu Rechten Chemnitz-Fans solidarisieren sich mit Frahn

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Die Rückennummer 11 war an vielen Stellen zu sehen im Stadion.

(Foto: REUTERS)

Der Chemnitzer FC schickt mit Daniel Frahn einen Leistungsträger weg, weil der eine Nähe zu Rechtsradikalen pflegt. Beim ersten Pflichtspiel seit dem Rauswurf bekunden viele Anhänger des ohnehin schon in Verruf geratenen Klubs ihre Unterstützung für Frahn.

Die Fankurve des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC hat die Bühne des DFB-Pokalspiels gegen den Hamburger SV genutzt, um Solidarität mit dem entlassenen Kapitän Daniel Frahn zu zeigen. Vor dem Anpfiff am Abend hielten viele Anhänger Schilder mit der Frahn-Nummer 11 hoch, dazu wurde bei der Mannschaftsaufstellung nach jedem Spielernamen "Daniel Frahn, Fußball-Gott" skandiert.

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Ein zuvor mit Anspannung erwarteter Fanmarsch von mehreren Hundert Anhängern des Chemnitzer FC verlief friedlich. Die Polizei vermeldete keine nennenswerten Vorfälle. Der CFC hatte sich von Frahn getrennt, nachdem jener die 1:3-Niederlage seiner Mannschaft am Samstag beim Halleschen FC im Fanblock des Auswärtsteams verfolgt hatte.

Damit habe sich der aktuell verletzte Profi als "großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung 'Kaotic Chemnitz' herausgestellt", hieß es in einer Pressemitteilung des Klubs. Beim Gespräch mit Frahn habe sich der Stürmer wenig reumütig gezeigt.

Schon beim Skandalspiel im März gegen VSG Altglienicke (4:4), das wegen umstrittenen Trauerbekundungen für den verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. in die Schlagzeilen geriet, hatte Frahn für Wirbel gesorgt. Er hielt nach einem Treffer ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift "Support your local Hools" (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hoch. Er wurde daraufhin gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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